Zitate Helmut Kohl

Helmut Kohl, geboren am 3.4.1930 – verstorben am 16.6.2017 , war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Zitate von Helmut Kohl

Helmut Kohl - Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
Zitate von Helmut Kohl

Helmut Kohl wird für die Geschichtsbücher immer als Architekt der deutschen Wiedervereinigung angesehen werden.

Stöbern Sie in unserer Sammlung der besten Zitate von Helmut Kohl:

  • Alle sind groß im Austeilen, aber was das Einstecken angeht, da heißt es, das muß der Kohl machen.
  • An einer bloßen Wirtschaftsgesellschaft nimmt der einzelne allenfalls aus Nützlichkeitserwägungen und zu eigenem Vorteil teil. Ein solches Bild des Staates weckt kein Engagement, mobilisiert keine Loyalität, geschweige denn die notwendige Bereitschaft, auch einmal Opfer zu bringen. Diese auf gemeinsame Freiheit gerichtete Loyalität des Bürgers zum Staat kann nur in gemeinsamen Werten gründen.
  • Ansprüche können nicht stärker wachsen als Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Bürger.
  • Arbeitslosigkeit ist nicht nur ein ökonomisches Problem, dies ist eine gesellschaftspolitische Herausforderung allerersten Ranges, und sie geht jeden von uns an.
  • Aus der eigenen Geschichte kann sich niemand herausstehlen. Wer dies versucht, entfernt sich aus der Solidarität seines Volkes.
  • Bilanzen der Politik gewinnen ihre Bedeutung nicht aus sich selbst, sondern aus der Zweckbestimmung, aus der Sinngebung des Staates und des Gemeinwesens.
  • Bildungspolitik allein schafft keine neuen Arbeitsplätze.
  • Dankbarkeit ist im menschlichen Leben selten gesät und in der Politik schon gar nicht. Ich habe eigentlich in meiner eigenen Partei den größten Ärger mit jenen gehabt, denen ich am meisten geholfen habe.
  • Das Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.
  • Das ist eine klassische journalistische Behauptung. Sie ist zwar richtig, aber sie ist nicht die Wahrheit.
  • Demokratie muß sich bewähren in Zeiten der Herausforderung und Bedrängnis, sie erfordert Mut und Stehvermögen.
  • Der 3. Oktober ist ein Tag der Freude, des Dankes und der Hoffnung.
  • Der Mittelstand ist in besonderer Weise Inbegriff für Leistungsbereitschaft, Fleiß und über den Tag hinausgehende gesellschaftliche Verantwortung.
  • Der Vorrang, den wir unserer Freiheit geben, entbindet uns nicht von der Verantwortung gegenüber der Geschichte […]
  • Die allermeisten Deutschen wissen, daß politischer Extremismus immer nur Leid und Unglück über die Menschen gebracht hat.
  • Die deutsche Wirtschaft ist nicht schlechter geworden. Aber wir müssen zur Kenntnis nehmen, daß andere besser geworden sind.
  • Die freiheitliche Demokratie braucht mehr als jede andere Staatsform die Überzeugungskraft, die Leidenschaft ihrer Bürger.
  • Die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, zwingen uns alle zur Zusammenarbeit. Sie können nicht im Sinne des alten nationalstaatlichen Denkens von den einzelnen Ländern allein bewältigt werden.
  • Die Medien dürfen ihre Einschaltquoten nicht durch ein immer brutaleres Unterhaltungsprogramm zu steigern versuchen. Sie haben allen Grund, sich zu fragen, welche Wirkung die hemmungslose Darstellung von Gewalt auf junge Menschen hat.
  • Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.
  • Die Rente ist das Ergebnis der Lebensleistung eines Menschen.
  • Die Schöpfung bewahren – die Zukunft gewinnen.
  • Die Soziale Marktwirtschaft ist die Gesellschaftsordnung der Freiheit und des menschlichen Miteinanders. Beides gehört untrennbar zusammen.
  • Die soziale Marktwirtschaft, unsere freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, lebt ganz entscheidend von der Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, selbst Verantwortung zu übernehmen.
  • Dieser Staat muß sich auf jene Aufgaben beschränken, die unverwechselbar nur er erfüllen kann. Nur dann wird er seine volle demokratische Handlungsfähigkeit bewahren und sich entschlossen – wenn es nottut – auch gegen Widerstände durchsetzen.
  • Dieses Europa darf keine Festung werden, in der wir uns vor den anderen abschotten. Es muss offen sein.
  • Ein Europa à la carte, bei dem jeder der Partner nur das aussucht, was ihm an diesem Europa besonders zusagt, kann ebensowenig unser Ziel sein wie ein Europa, das sich am langsamsten Schiff im Geleitzug ausrichten muß.
  • Ein Land mit Kindern ist ein Land mit Zukunft. Kindern Leben zu schenken, sie groß zu ziehen, ist dem Tun des Försters vergleichbar, der einen Baum pflanzt und weiß: Wenn dieser Baum Schatten spendet, wird er selbst nicht mehr sein.
  • Ein Land verliert den Glauben in die eigene Zukunft, wenn sich seine Bürger Kinder nicht mehr zutrauen.
  • Ein Volk kann nicht ohne Geschichte leben.

Eine erfolgreiche Industrienation, das heißt eine Nation mit Zukunft, lässt sich nicht als kollektiver Freizeitpark organisieren.

  • Eine gute Entwicklung ist nur möglich, wenn wir die Gegensätze nicht nur zwischen den Völkern abbauen, sondern auch zwischen Mensch und Natur. Eine friedliche Zukunft der Menschheit wird nur gesichert sein, wenn wir auch den Frieden mit der Natur finden.
  • Eine Partei muss die Tagespolitik begreifen und kraftvoll gestalten.
  • Eine Politik ohne Werte ist wertlos; ohne geistige Perspektive verliert sie Realität, Richtung und Sinn.
  • Eine Politik, die sich an der Verfassung orientiert, kann sich mit den Realitäten nicht einfach abfinden; sie ist aufgerufen, diese Realitäten nach den Prinzipien der Verfassung zu verändern
  • Eine stabile Währung ist und bleibt die entscheidende Grundlage für die Zukunft unseres Landes.
  • Entscheidend ist, was hinten rauskommt.
  • Es darf keine Nachsicht gegenüber jenen geben, die sich anmaßen, für sich selbst rechtsfreie Räume zu schaffen.
  • Es geht um unsere Zukunft. Wir müssen mutig und entschlossen die notwendigen Änderungen durchsetzen. Mit Jammern läßt sich Zukunft nicht gewinnen.
  • Es gibt keinen lebenden Deutschen, der von den Massenmedien so gut behandelt wird wie ich. Deswegen bin ich schon beim Aufstehen und beim Zubettgehen voller Dankbarkeit.
  • Es ist leider bei uns ein Teil des Denkens geworden, daß man überwiegend von den rechten und kaum mehr von den Pflichten spricht.
  • Es ist nicht damit getan, daß wir uns erstaunt die Augen reiben und anschließend zur alten Tagesordnung zurückkehren. Die Verhältnisse haben sich dramatisch gewandelt, und dem gilt es, Rechnung zu tragen.
  • Essen und Trinken – das steht für Freude am Leben.
  • Europa bleibt eine Frage von Krieg und Frieden mit allem, was dazugehört: neben dem Frieden auch die Freiheit, der Wohlstand und die Demokratie.
  • Europa ist unsere Zukunft. Europa ist unser Schicksal
  • Europa kann nicht zur neuen Heimat für Millionen Menschen weltweit in Not werden.
  • Fleiß und Gemeinsinn sind die Grundlagen für den Reichtum unseres Landes.
  • Ich bin gänzlich ungeeignet, an meinem Denkmal zu bauen. Ich versuche, meine Pflicht zu tun.
  • Ich denke auch bei Tag über vernünftige Ding nach, nicht nur nachts; nachts will ich ja lieber schlafen.
  • Ich glaube nicht, daß wir auf dem Weg zu einer Urlaubsrepublik die Zukunft der nächsten Generationen sichern können.
  • Ich habe meinen Amtseid auf das Wohl des Landes und nicht auf das einer seiner Interessengruppen abgegeben.
  • Ich habe nie gesagt, dass diese Arbeitslosigkeit, die nicht über Nacht gekommen ist, über Nacht abgebaut werden kann.
  • Ich habe nichts Besseres, als auf die deutsche Einheit stolz zu sein.
  • Ich halte das Ja zur Gründung einer Familie, das Ja zu Kindern für eine der wichtigsten zukunftsweisenden Botschaften.
  • Ich rede vor Ihnen als einer, der in der Nazizeit nicht in Schuld geraten konnte, weil er die Gnade der späten Geburt und das Glück eines besonderen Elternhauses gehabt hat.
  • Ich will haben, daß am Ende meiner Zeit keiner mehr die Richtung verändern kann. Zwar kann der Zug noch mal aufgehalten werden, das macht nichts. Hauptsache ist, er fährt in die richtige Richtung.
  • Ich wünschte mir, daß sich die Verantwortlichen in den Vorstandsetagen überlegen, ob nicht auch Mut etwas ist, das einen Unternehmer auszeichnet.
  • Ihr Berliner wißt nicht, wie sehr mein Herz für diese Stadt schlägt. Einem Menschen vom Lande glaubt ihr ja nicht.
  • In den Jahren, in denen die Unternehmen hohe Gewinne machten, stellte man dies als Leistung des Vorstandes oder auch der Belegschaft und des Betriebsrates dar. In wirtschaftlich weniger günstigen Zeiten, werden die Schwierigkeiten der Politik angelastet.
  • In die Fußballsprache übertragen, geht es für unser Land jetzt darum, ob wir weiter im Europacup spielen oder in die Landesliga absteigen.
  • In diesem Amt ein normales Leben zu führen, das gelingt nur einem Narren oder einem Heiligen.

In einem Führungsamt ist Charakter oft wichtiger als Wissen oder Intelligenz.


Werbung
  • Investitionen sind der Schlüssel für neue Arbeitsplätze.
  • Investitionen von heute sind Arbeitsplätze von morgen. Man kann es nicht oft genug sagen.
  • Je mehr Eigentum in diesem Lande möglich ist, umso größer ist die demokratische und soziale Stabilität.
  • Jeder, der in der Politik in einer Führungsfunktion steht, muss sich fortdauernd prüfen, ob er die Anforderung erfüllen kann. Das muss ein Ministerpräsident genauso, ein Fraktionsvorsitzender oder ein Minister.
  • Liberale Gesellschaften sind Gesellschaften, in denen der Staat dem einzelnen die Verantwortung für sich selbst nicht abnimmt, wohl aber Mitverantwortung übernimmt, da, wo Bürger an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stoßen.
  • Meine Lebenserfahrung nach fast elf Jahren in der EG: Wenn irgendwo Geld gebraucht wird, wendet man stumm den Blick auf die Deutschen.
  • Mit Europa ist es wie mit den Damen: Wenn sie elegant und kapriziös sind, ist es schwieriger, mit ihnen umzugehen, als wenn sie von einfacher Struktur sind. Aber es macht auch mehr Spaß, wenn ich das richtig sehe.
  • Nachdem jahrelang viel dafür getan worden ist, das Niveau des Abiturs abzusenken, muß jetzt unbedingt darüber nachgedacht werden, ob das Abitur noch als Voraussetzung für die Universität ausreicht.
  • Niemand hat mich gezwungen, Bundeskanzler zu werden. Wenn sie aber dort sind, müssen sie vieles ertragen, weil sie sozusagen der Rammbock sind.
  • Niemand soll sich täuschen: Die bösen Geister der Vergangenheit sind in Europa nicht auf alle Zeit gebannt.
  • Nur wenn Europa mit einer Stimme spricht und seine Kräfte bündelt, kann es sein Gewicht angemessen zur Geltung bringen.
  • Nur wenn wir Freiheit auch als Freiheit des anderen verstehen, sind wir in der Lage, Solidarität als politische Konsequenz des christlichen Gebots der Nächstenliebe auszuüben.
  • Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben … wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar.
  • Ohne Macht können Sie politisch nichts gestalten.

Politik braucht Gespür für das Machbare, auch für das dem anderen Zumutbare.

  • Seit der Französischen Revolution ist der Begriff der Nation vom Begriff des Staates nicht zu trennen. Diese Identität von Nation und Staat ergibt sich aus der Selbstverwirklichung eines Volkes als Nation durch politische Selbstbestimmung im Rahmen eines souveränen Staates.
  • Viele Menschen fürchten ein zentralistisches Europa. Sie fragen sogar ‚Werden wir in einem solchen Europa noch Deutsche, Italiener, Belgier oder Franzosen sein?‘. Die Antwort des Vertrages ist eindeutig: Wir bleiben fest in unserer Heimatregion verwurzelt, wir bleiben Deutsche, Italiener und Franzosen und wir sind zugleich Europäer.
  • Vor zwei Jahren besuchte ich – was ich sehr gern tue – am frühen Morgen allein den Berliner Zoo. Ausgerechnet am Menschenaffenhaus kam eine Berliner Rentnerin auf mich zu und sagte: „Sie sind doch der Kohl?“ Ich antwortete: „Ja.“ Und sie darauf: „Ja, wieso laufen Sie hier frei herum?“
  • Unser Staat ist auch der Anwalt der Schwachen, der Alten und Kinder, der Behinderten und all derer, die am Rande stehen und keine mächtige Vertretung haben.
  • Unser Staat würde seine moralische Rechtfertigung einbüßen, wenn er nicht die Meinung anderer respektierte.
  • Unser Ziel ist eine europäische Friedensordnung, die nicht von einzelnen Mächten diktiert, sondern von den Völkern Europas in freier Selbstbestimmung eigenhändig gestaltet wird.
  • Wahlkampf ist ein Marathonlauf. Es kommt nicht darauf an, wer auf den ersten Metern vorn liegt, sondern wer am Schluß gewinnt.
  • Was wir brauchen, ist Vertrauen der Bürger in die Zukunft unseres Landes.
  • Wer die Geschichte unseres Landes im letzten Jahrhundert, vor allem im Zeitalter des nationalstaatlichen Denkens, kennt, weiß, daß auf Grund unserer geographischen und geopolitischen Lage mehr als in allen anderen europäischen Ländern in der Mitte Europas unsere Probleme immer auch die Probleme Europas sind.
  • Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.
  • Wer gegen Ausländer hetzt und brandschatzt, ist kriminell und gemeingefährlich. Wer so etwas tut, kann nie und nimmer für sich in Anspruch nehmen, ein deutscher Patriot zu sein.
  • Wir brauchen das Vertrauen unserer Mitbürger in die Handlungsfähigkeit unseres Staates und in die Vertrauenswürdigkeit der verantwortlichen Politiker.
  • Wir haben aus der Geschichte insgesamt die Lehre zu ziehen, daß ein Volk seine Identität verliert oder seine Identität nicht finden kann, wenn es seine eigene Geschichte verleugnet.
  • Wir haben Rechtsradikale und Linksradikale.
  • Wir haben uns daran gewöhnt, auf einem sehr hohen Niveau zu jammern.
  • Wer in dieser Zeit im eigenen Land und am Horizont der Weltpolitik die Schrift nicht mehr erkennen kann, ist blind geworden für die Herausforderung der Geschichte.
  • Wir müssen wieder Raum schaffen für selbstverantwortete Freiheit.
  • Wir sind ein Land mit immer jüngeren Rentnern und immer älteren Studenten. Mit immer kürzerer Lebensarbeitszeit, immer kürzerer Wochenarbeitszeit und immer mehr Urlaub gerät unsere Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr.
  • Wir wollen das kulturelle Europa bewahren, das aus seiner Vielfalt und seinem geistigen Reichtum Ideen und Ideale gewinnt, an denen sich die Hoffnungen der Menschen entzünden.
  • Wir wollen ein friedfertiges Europa schaffen. Ein Europa, das stark genug ist, den Frieden auf unserem Kontinent zu sichern, kann auch einen aktiven Beitrag zum Frieden der Welt leisten.
  • Wir wollen eine Gesellschaft, in der die Menschen sich selbst etwas zutrauen und nicht auf den Staat warten. Wir wollen eine Gesellschaft, die sich ihrer Verantwortung für die Natur bewußt ist.
  • Wir wollen einen starken Staat mit Autorität. Er hat die politischen Ziele der Gemeinschaft durchzusetzen, sie nach den gemeinsamen Grundsätzen der Freiheit und sozialen Gerechtigkeit zu gestalten und weiterzuentwickeln, gegen Angriffe und Bedrohung von außen zu schützen und die Freiheit, die Sicherheit und den Rechtsfrieden zu wahren.
  • Wir wollen keinen Sozialismus und keine sozialistische Mißwirtschaft, wir wollen nicht mehr Bürokratie und keine sozialistische Gleichmacherei. Wir wollen im besten Sinne des Wortes mehr Freiheit statt mehr Sozialismus in der Bundesrepublik.
  • Wirtschaftliche und finanzielle Maßnahmen allein können die Zukunft des Standorts Deutschland nicht sichern. Bewegung in den Kassen reicht nicht aus – Bewegung in den Köpfen muss hinzukommen. Wir müssen umdenken!

Gerne fügen wir unserer Sammlung weitere Zitate und Sprüche von Helmut Kohl hinzu.