Warum werden wir gelb vor Neid Kinderfragen

Warum werden wir gelb vor Neid“, fragt mich meine zehnjährige Tochter, die ihrer älteren Schwester beim Skaten auf der Terrasse zusieht. „Also ich werde nie gelb, wenn ich neidisch bin“, sage ich knapp, „das liegt aber daran, dass ich niemanden beneide.“

„Warum werden wir gelb vor Neid, Mama?“

Werden wir gelb vor Neid
Warum werden wir gelb vor Neid?

Große Worte! Ich google aber trotzdem nach, warum wir gelb vor Neid werden können. Ich finde heraus, dass die Redewendung aus dem Mittelalter stammt und sich mit größter Wahrscheinlichkeit auf das Schwindelgefühl bezieht, wenn wir vor Neid weniger oder anders atmen.

Wir bekommen eine Kreislaufschwäche und sind einer Ohnmacht nahe. Dann wird uns gelb oder grün vor Augen.

Warum wir vor Neid gelb werden, stimmt so also gar nicht“, erkläre ich meiner Tochter. „Es müsste heißen: Warum sehen wir gelb und grün!“ Manche beziehen das Gelbwerden auch auf ein Erblassen zurück.

Gelb vor Neid und schwarz vor Ärger

Warum wir vor Ärger schwarz werden, kann ich der Frage nachdem: warum wir gelb vor Neid werden gleich anschließen. Das Schwarzwerden bezieht sich auf: sich zu Tode ärgern. Früher wie heute steht die Farbe schwarz oft für den Tod.

Die Redewendung wurde sogar literarisch verwendet, und das schon im späten 18ten Jahrhundert.

Ich erkläre meiner Tochter die Zusammenhänge, doch die schnappt sich ihr Skateboard. „Jetzt wird’s mir zu bunt“, sagte sie nur und zieht von dannen.

Warum wir vor Neid gelb und vor Ärger schwarz werden … ich überlege mir, was es noch alles an Redewendungen und Farben gibt. Über den grünen Klee loben und den roten Faden verlieren fallen mir zuerst ein. Aber warum es so heißt, davon habe ich keinen blauen Dunst!

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