Einschlafrituale bereiten Kinder auf die Schlafenszeit vor

Einschlafrituale sollten in jeder Familie zum allabendlichen Pflichtprogramm werden. Kinder brauchen festgelegte Regeln und Mechanismen, um zur Ruhe zu kommen oder um von einer Phase in die nächste zu gelangen.

Einschlafrituale helfen bei Schlafproblemen

Einschlafrituale für Kinder
Einschlafrituale für eine ausgedehnte Nachtruhe

Die Welt unserer Kinder ist unüberschaubar groß, täglich werden sie mit neuem Wissen und neuen Eindrücken konfrontiert, so dass sie emotional oft stark gefordert werden.

Deswegen bedarf es nach so einem Alltag einer ruhigen Zwischenphase, um von Tag auf Nacht umzustellen. Einschlafrituale helfen besonders Kindern, die sich mit dieser Umstellung schwertun, für alle anderen sind sie einfach schön und vermitteln Geborgenheit.

Wie aber können solche Einschlafrituale aussehen? Eltern, die selbst nicht in den Genuss solcher Rituale gekommen sind, tun sich oft schwer damit.

Einschlafrituale ganz konkret

Der Klassiker unter den Einschlafritualen ist natürlich die Gutenacht-Geschichte. Sie kann beruhigen und das Zusammensitzen ist vor dem Schlafengehen noch einmal so richtig kuschelig, gerade, wenn Eltern tagsüber wenig Zeit für die Kinder haben. Bei kleineren Kindern wirkt auch ein Schlaflied oft Wunder und hüllt die Kleinen in Geborgenheit.

Auch ein schönes Einschlafritual ist es, mit den Kindern, die schon im Bett liegen, noch einmal den Tag durchzusprechen. Was war schön, was war nicht so schön – so können Kinder vielleicht auch ein paar Sorgen loswerden oder Erlebtes noch einmal Revue passieren lassen.

Ganz gut ist es auch, mehrere Einschlafrituale zu kombinieren und den Ablauf immer gleich zu gestalten: Also nach dem Abendessen Zähne putzen, dann den Schlafanzug anziehen, das Kuscheltier ans Bett setzen, die Gutenacht-Geschichte lesen.

Dabei schaltet das Kind schon beim Zähneputzen auf Nacht-Modus und fängt an, innerlich zur Ruhe zu kommen. Ganz wichtig: Alle Streitigkeiten vor dem Zubettgehen klären!

Märchen für die Reise in eine fantastische Welt

In einer Blogparade – meine Premiere, juchuu! – wird gefragt was uns zum Thema Märchen einfällt. Und da fällt mir zu ein, wie wichtig Kinderbücher und auch Märchne heutzutage immer noch sind!

Märchenbücher sind ein wenig außer Mode gekommen. Trotz mahnender Appelle mit Büchern wie „Kinder brauchen Märchen“, sind sie immer noch nicht der Kassenschlager, der sie einst waren.

Warum sind Märchen so wichtig?

Märchen
Märchen entführen in fantastische Welten

Dabei können Kinder jede Menge aus Märchenbüchern lernen. In Märchen werden die grundlegenden Konflikte zwischen Menschen angesprochen.

Themen wie Eifersucht bei Schneewittchen (was in der heutigen Zeit, in der Äußerlichkeiten überhand nehmen, wieder topaktuell ist), Rivalität unter Geschwistern/Stiefgeschwistern (Aschenputtel) oder verletzter Stolz (Dornröschen) spiegeln auch die Gefühle der Kinder wider.

Dabei hält sich das Märchen an klassische Stereotype und überfordert die Kinder nicht mit komplizierten Charakterstudien seiner Figuren. Meist ist der sympathische Held oder die Heldin in den Märchenbüchern noch jung, auf dem Weg ins Erwachsensein, und bildet eine tolle Identifikationsmöglichkeit.


Spielen und verlieren lernen


In Märchenbüchern gibt es meist ein Happy-End

Abgesehen von wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel das Mädchen mit den Schwefelhölzern von Hans Christian Andersen, haben Märchen meist einen glücklichen Ausgang. In Märchenbüchern wird also zunächst gelitten, der Held wächst mit seinen Aufgaben und am Ende geht alles gut aus. Für Kinder ist dieses Wissen sehr wichtig.

Wenn Kinder sich auf ein Märchen einlassen, erwarten sie ein Happy-End, in unserer Zeit ein dringendes Bedürfnis der Kinder. Noch dazu bedienen sich Märchenbücher einer bildhaften, direkt das Innere ansprechenden Sprache, so dass Kinder sofort in die fantastische Welt hineingezogen werden.

Und wenn wir ehrlich sind: Wir Erwachsenen lieben sie auch immer noch. Märchenbücher gehören einfach zum Leben.

Wie Sie Ihre Kinder vor der Hitze schützen

Einige haben sie herbeigesehnt, für andere sind sie ein Graus – die hochsommerlichen Temperaturen.  Aber wie schütze man sich gut vor dieser Hitze?

Hitzewelle – Baby und Kind vor Hitze schützen

Sonnenschutz & Schutz vor Hitze für Kinder
Baby und Kind vor der Hitze schützen

Jetzt ist es besonders wichtig, Babys und Kleinkinder vor der Hitze zu schützen.

Die Kleinen vertragen die hohen Temperaturen viel schlechter als Erwachsene. Auch brauchen sie eine kühle Umgebung, weil ihr Körper schneller austrocknet.

An sehr heißen Tagen sollten sich Babys und Kleinkinder überwiegend in kühlen Räumen aufhalten, mindestens aber während der Mittagszeit. Der Körper von Säuglingen und Kleinkindern braucht länger, bis er sich an eine höhere Umgebungstemperatur angepasst hat. Er benötigt in Relation zur Größe weitaus mehr Flüssigkeit, als der Körper eines Erwachsenen.

Hitzestau vorbeugen

Kleinkinder haben im Vergleich zu ihrem Körpervolumen eine größere Körperoberfläche. Dadurch nimmt der Körper mehr Wärme auf und speichert sie. Steigt die Körpertemperatur dann zu schnell, kann das natürliche Kühlungssystem versagen. Die Verdunstung kann ferner durch eine hohe Luftfeuchtigkeit gemindert werden, so dass es zu einem gefährlichen Hitzestau kommen kann.

Nimmt das Kind Medikamente ein, sollten sich die Eltern darüber hinaus mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen und sich erkundigen, ob die Fähigkeit des Körpers, sich an hohe Temperaturen anzupassen, durch die Einnahme zusätzlich beeinträchtigt wird.

Genügend Flüssigkeit aufnehmen

Wenn ein Baby schwitzt, sollte es an einen kühlen Ort gebracht werden. Auch wenig oder konzentrierter Urin kann ein Zeichen für mangelnde Flüssigkeitsaufnahme sein. Ventilatoren sollten grundsätzlich aber nicht zum Einsatz kommen, wenn es darum geht, die Raumluft zu kühlen. Diese führen dazu, dass ein Kind noch schneller austrocknet.

Kinder nie im Auto warten lassen

Im Auto, vor allem in der prallen Sonne, dürfen Babys und kleine Kinder nie alleine bleiben. Der Innenraum eines Fahrzeuges kann sich schnell auf bis zu 70° C aufheizen. Es dürfte jedem klar sein, dass das für Kleinkinder lebensgefährlich ist. Selbst geöffnete Fenster können bei großer Hitze keine ausreichende Sicherheit bieten.

Fünf „coole“ Tipps gegen die Hitze

Bei sommerlichen Temperaturen können Eltern einiges tun, um ihr Kind vor der Hitze zu schützen. Fünf wichtige Tipps haben wir für Sie zusammengestellt:

1. Kopf des Babys bedecken

So ist die empfindliche Kopfhaut des Babys gegen die Sonne geschützt. Drinnen sollte darauf aber verzichtet werden, da sich der Säugling über die Kopfhaut zusätzlich abkühlt.

2. Genügend Flüssigkeit anbieten

Kinder schwitzen bei Hitze genauso wie die Erwachsenen. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig zu stillen, das Fläschchen zu geben oder – bei größeren Kindern – ausreichend Tee und Wasser anzubieten.

3. Babys und Kleinkinder nicht zu warm anziehen

Bei großer Hitze sind leichte Materialien wie Leinen oder Baumwolle gut geeignet. Schwitzt das Kind, ist ihm noch immer zu warm. Hier besteht Handlungsbedarf. Im Schatten dürfen sich kleine Kinder aber auch mal ohne Bekleidung – vor allem am Strand – bewegen.

4. Früh und spät am Tag lüften

Damit die Hitze nicht in die Wohnung kriecht, empfiehlt es sich, nur in den frühen Morgen- und/oder den späten Abendstunden zu lüften. Tagsüber sollten die Fenster geschlossen bleiben. So bleiben die Temperaturen in der Wohnung länger erträglich. Rollläden, Vorhänge und Jalousien können zusätzlich helfen, die Hitze draußen zu halten.

5. Mittagshitze meiden, öfter mal baden

In der Mittagszeit, wenn es draußen oft am wärmsten ist, sollte sich jeder möglichst drinnen aufhalten. Das gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder. Im Urlaub sorgt der Sprung ins kühle Nass für etwas Abkühlung, zumindest bei größeren Kindern und Erwachsenen. Wichtig: Babys reagieren empfindlich auf zu kaltes Wasser. Die Badetemperatur sollte mindestens handwarm sein.

Sollen Kinder im Haushalt helfen?

Sollten Kinder im Haushalt helfen? Der Paragraf 1619 des Bürgerlichen Gesetzbuches sagt Ja!

Müssen Kinder im Haushalt mithelfen?

Kinder im Haushalt helfen
Sollen Kinder im Haushalt helfen?

„Das Kind ist, solange es dem elterlichen Hausstand angehört und von den Eltern erzogen oder unterhalten wird, verpflichtet, in einer seinen Kräften und seiner Lebensstellung entsprechenden Weise den Eltern in ihrem Hauswesen und Geschäft Dienste zu leisten.“ So steht es wortwörtlich im Bürgerlichen Gesetzbuch!

Aber was ist nun seinen Kräften und seiner Lebensstellung entsprechend?

Der alte Spruch „Solange du deine Füße unter meinen Tisch streckst …“ will keiner wirklich hören oder gar aussprechen. Für mich ist die Frage, ob Kinder im Haushalt mithelfen sollten, eigentlich eine Sache des Fairplays, gerade, wenn beide Elternteile arbeiten – und erst recht, wenn das Kind bei nur einem Elternteil aufwächst.

Dinge wie Tisch abräumen, Tisch decken, Jacken aufhängen, Schuhe ins Regal stellen sind Kleinigkeiten, die das Familienleben leichter machen und jedem zuzumuten sind, ja sogar selbstverständlich sein sollten.

Ab wann sollten Kinder im Haushalt helfen?

Früh übt sich, was ein Meister werden will. Gleiches gilt wohl auch für die Selbstverständlichkeit, dass ein Kind im Haushalt mithelfen soll. Was von Anfang an so ist, wird selbstverständlich. Kleine Kinder helfen auch gerne. Für sie ist es noch toll, die Mama oder den Papa zu unterstützen. Gurken schneiden, Teller zum Tisch tragen, all das sind für sie Dinge, die ihnen auch das Gefühl geben, etwas zum Familienleben beizutragen.

Größere Kinder empfinden dieselben Dinge dann als Last, gibt es doch weit wichtigere Mails zu schreiben oder die Freundin via Sprach-Chat zu kontaktieren. Wichtig ist bei allem natürlich, dass jeder eine Aufgabe übernimmt, auch der Papa. Laut Alice Schwarzer ist Hausarbeit Menschenarbeit, und da gehören die Väter auch dazu! Ein Kind anzuleiten, im Haushalt mitzuhelfen, fruchtet nicht, wenn sich Väter komplett raushalten.

Mein Tipp: Man sollte sich gut überlegen, welche Dinge selbstverständlich sind. Diese sind dann auf jeden Fall durchzusetzen, auch wenn es immer wieder kleine Kämpfe darum gibt. Bei was ein Kind darüber hinaus im Haushalt helfen sollte, kann auch gemeinsam mit dem Kind festgelegt werden.

Das eine möchte vielleicht Pflanzen gießen, das andere übernimmt zweimal in der Woche das Staubsaugen. Jeder so, wie er kann und wie es seine schulischen Kapazitäten zulassen! Letztendlich lernen die Kinder dabei, wie Familie und Gemeinschaft funktionieren. Und das hat noch keinem geschadet!