Sexualität & Erotik – Fesseln & Dominanz

In Zeiten, in denen alles erlaubt ist und wenig noch schockiert, kann es schwer werden, Erotik zu erfahren und zu erleben. Die konstante Reizüberflutung hat die meisten Menschen der Erotik und Sexualität gegenüber abstumpfen lassen. Es fehlt der Hauch des Verbotenen, von dem das erotische Beisammensein einst lebte.

Liebe, Lust und – Spiel

Sexualität neu erleben
Liebe, Lust und – Spiel

Aber der Mensch in seinem Erfindungsreichtum ist eine Quelle stetiger Neuerung und Erneuerung. So hat man es auch geschafft, der Erotik neues Leben einzuhauchen. Man musste zwar etwas suchen, hat aber dennoch wieder Dinge gefunden, die mehr oder weniger tabu sind und die deshalb von der Aura des Mysteriösen und Verbotenen umgeben werden.

Die Halbwertzeit von Beziehungen wird immer kürzer, das mag nicht zuletzt an der bereits erwähnten Abstumpfung des Sexualitätsempfindens liegen. Es liegt also an den Paaren, nicht nur in alltäglichen Fragen einen Konsens zu finden, mit dem jeder gut leben kann, sondern sich auch auf sexuelle Art und Weise immer neu zu erfinden und zu definieren. – Öfter mal was Neues sozusagen.

Phantasie hat jeder Mensch, aber nicht nur Phantasie, sondern auch Phantasien, erotische Phantasien um genauer zu sein. Etwas abstraktes oder konkretes, dass dem Individuum bereits einen Lustgewinn beschert, wenn es nur darüber nachdenkt.

Oftmals bleiben diese erotischen Sehnsüchte ungestillt, weil sie nicht offen und verständlich mit dem Partner kommuniziert werden.

Das muss aber nicht sein, denn auch der Partner hat geheime sexuelle Gelüste, die er gerne ausleben würde. Es bietet sich einem Paar hier also die Möglichkeit, sich gegenseitig dabei zu helfen, sich auf die nächste Stufe der Erotik zu katapultieren – und es bedarf nicht viel mehr als einem kurzen Gespräch.

Normal sind die meisten geheimen Sehnsüchte selten … aber wer will auch schon normal sein? Niemand! Sicherlich sind manche Phantasien häufiger als andere anzutreffen, aber alle sind gleich wertvoll und es auch gleich wert, ausprobiert zu werden.

Mut zum Neuen ist hier das Stichwort. Viele Paare sind oftmals überrascht wie viel Vergnügen sie an den neuen sexuellen Praktiken finden und welche starken positiven Auswirkungen dieses zufriedenstellendere Sexualleben auf den Alltag haben kann.


Nacktheit im Alltag – Nackt in der Wohnung


Fesseln, Peitschen, Lustgewinn

BDSM -Frau mit Händen auf dem Rücken in Handschellen
Nackte Frau in Handschellen

Eine häufige sexuelle Phantasie vieler Menschen beinhaltet Fesselspiele aller Arten. Und das ist auch keine neue Entwicklung. Nachgewiesenermaßen waren Fesselungen und dergleichen mehr durch die gesamte fassbare Geschichte der Menschheit hinweg ein nachweisbares sexuelles Phänomen.

Im prüden Mittelalter ebenso wie im ausschweifenden antiken Rom oder den noch früheren Kulturen aus dem Zweistromland war es nichts allzu Verwunderliches, einen besonderen erotischen Reiz durch die Fesselung des Partners oder dadurch selbst gefesselt zu werden, zu erlangen.

Die Methoden jemanden zu fesseln sind äußerst zahlreich und auch das wo kann einen immensen Lustgewinn bringen.

Als Neueinsteiger in die Welt der erotischen Fesselspiele, sollte man es vielleicht zunächst eher ruhig angehen lassen. Das heißt nicht, dass es nicht auch wild werden darf! Nur sollte man vielleicht nicht gleich mit Volldampf voraus versuchen in die Materie einzusteigen, sondern sich langsam herantasten.

Denn manchmal kann zu viel Enthusiasmus das Experiment frühzeitig beenden – und man sollte sich etwas potentiell so schönes wirklich nicht durch ein zu schroffes Vorgehen madig machen lassen. In der Ruhe liegt die Kraft.


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Am besten fängt man bei sich zuhause an und dort am allerbesten im Bett. Denn das heimische Bett bietet meist die besten Fesselungsmöglichkeiten an. Bettpfosten, Kopf- und Fußende sind hierbei genauso gut zu gebrauchen, wie etwa die Beine des Bettes oder der Rahmen.

Auch die Wahl des Mediums, womit man sein Gegenüber zu fesseln beabsichtigt sollte gut geplant sein. Man steigt am besten mit etwas weicherem Material ein. Ein schöner Schal vielleicht oder ein weiches Seil – Leder und Flachs haben auch später noch Zeit (und erfordern zudem etwas mehr Übung).

Keine allzu festen Knoten am Anfang. Selbst wenn der Partner danach betteln sollte. Manchmal passiert es, dass Newbies die Knoten nicht mehr aufbekommen … bei richtiger Anwendung kann es nämlich passieren, dass sie die Knoten während des Aktes von alleine weiter zuziehen. Deshalb ist etwas Spielraum sicherlich nichts schlechtes.

Deswegen gilt es gerade zu Anfang: Alles ist erlaubt, aber dennoch nichts überstürzen!

Die Macht der Machtlosigkeit

Liebe, Lust und – Spiel
Sexualität neu erleben mit Fesseln

Einigen Personen behagt die Vorstellung Macht über andere Personen auszuüben – sei es nun physisch oder psychisch. Anderen Personen hingegen behagt der Gedanke mehr, von einer anderen Person dominiert zu werden – auch hier wieder physisch sowie psychisch.
Gründe dafür kann es viele geben.

Oft sind sexuell devote Personen im Alltag sehr dominante Menschen, haben etwa dominante Position in ihrer Firma oder auch sonst einen festen Stand.

Ebenso verhält es sich mit dominanten Personen, die außerhalb des Schlafzimmer sogar richtiggehend schüchtern sein können. Man sucht eben immer das, was man nicht hat – auch im sexuellen Bereich.

Die „Betätigungsfelder“ von Dominanten und Devoten sind schier unbegrenzt. Oftmals werden die bereits erwähnten Fesselspiele benutzt, um der Rolle des jeweiligen Partners Ausdruck zu verleihen. Aber es kann natürlich sehr viel weiter gehen, als „nur“ Fesselspiele.

Bis hierhin und nicht weiter

Manch devoter Partner verspürt einen besonderen Reiz darin, wenn er physischen Schmerzen ausgesetzt wird.

Dominanz bei BDSM
Dominanz bei BDSM

Zur Erzeugung dieser Schmerzen kann man sich vielerlei Werkzeuge bedienen – seien es nun Gerten, Peitschen oder sogar Knüppel oder Schlagstöcke. Manche mögen es sehr viel härter als andere.

Aber auch psychischer Schmerz ist keine Seltenheit in den Schlafzimmern von Paaren mit einer Tendenz zu Machtspielen. Durch Worte oder abgeschwächte Formen real existierender psychischer Foltermethoden lassen sich tiefe seelische Wunden verursachen … natürlich sind sie nicht von Dauer und dienen nur der Luststeigerung im Moment des Aktes.

Man sollte nämlich auf der Hut sein, es nicht zu übertreiben. Vor jedem Akt sollte man mit dem Partner ein sog. „Safe-Wort“ ausmachen. Wird dieses Safe-Wort gerufen, müssen sämtliche Handlungen sofort und ohne Widerrede eingestellt werden. Dadurch hat man auch als devoter Part eine gewissen Sicherheit.

Es ist ein sehr individuelles Thema, bei dem jeder seine eigenen Grenzen testen muss. Es gibt kein allgemein gültiges Rezept dafür, wie viel Schmerz erfahrene oder ausgeübt werden sollte, um maximale sexuelle Auslastung zu empfinden. Aber es bleibt dabei: Alles in Maßen.

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