Obst & Gemüse – Schwarzwurzel

Die Schwarzwurzel wird auch Garten-Schwarzwurzel oder Winterspargel genannt. Sie ist eine bis zu 30 cm lange dunkelbraune Wurzel mit einer Dicke von etwa 3 cm. Das Gemüse gehört zu den Korbblütlergewächsen. Es ist mit der Haferwurzel verwandt und wird vor allem im Winter geerntet.

Der Anbau der Schwarzwurzel

Schwarzwurzel
Schwarzwurzel mit Bechamelsauce

Wer die Schwarzwurzel im eigenen Garten ernten möchte, sollte ab April mit der Aussaat beginnen. Ein zu spätes Säen bringt nämlich einen geringeren Ertrag mit sich. Wird ein noch früherer Zeitpunkt gewählt, können die jungen Pflanzen hingegen Frost wegbekommen.

Eine Alternative ist die Herbstaussaat. Hier wird die Schwarzwurzel im Herbst gesät und bleibt 1 1/4 Jahre auf dem Feld. Unabhängig von dem Aussaattermin, liebt dieses Wintergemüse einen humusreichen, steinarmen und tiefgründigen Erdboden. Lehm- und Sandböden sind eher ungeeignet.

Außerdem ist Abstand, von 20 bis 25 cm zwischen den Reihen und einer Saattiefe von 2 cm zu empfehlen. Nachdem sich die ersten Pflanzen sehen lassen, sollten sie auf 10 cm in der Reihe verzogen werden. Ebenso fällt in nächster Zeit das Hacken und eine Entfernen sämtlicher Unkräuter an. Zudem sind das Gießen und eine leichte Düngergabe nicht zu vergessen.

Als Dünger empfiehlt sich organischer Fertigdünger oder Kompost. Stallmist sowie zu viel Stickstoff ist dagegen unratsam. Natürlich muss auch ein Auge auf Schädlinge und Krankheiten gegeben werden. Weil die Schwarzwurzel ein robustes Wintergemüse ist, wird sie davon nur selten befallen.


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Dennoch kann bei Trockenheit ein Befall vom Echten Mehltau auftreten. Dieser Krankheit kann mit einem feuchten Erdboden entgegengewirkt werden. Hinzukommend können im Winter Wühlmäuse viel Schaden anrichten. Hiergegen helfen das Ernten schon Herbst oder allgemeine Wühlmaus-Bekämpfungsmethoden, wie das Fördern natürlicher Feinde.

Die Schwarzwurzel ernten und lagern

Schwarzwurzeln können ab Oktober bzw. November geerntet werden. Bei offenen Boden ist es möglich, sie den ganzen Winter über vom Beet zu holen. Im Frühjahr gehen die Gemüsepflanzen dann in die Blüte. Nun lässt die Qualität nach. Die Wurzel ist aber trotzdem noch essbar.

Um eine Schwarzwurzel zu ernten, ist ein Spaten nötig. Mit ihm wird jede an der Seite freigelegt. Würde man versuchen den Winterspargel einfach hinauszuziehen, könnte er brechen. Nach der Ernte sollte er baldmöglichst verwendet werden.

In feuchtes Zeitungspapier eingeschlagen, halten die Wurzeln sich auch einige Tage im Kühlschrank. Anderweitig können sie zubereitet und eingefroren oder eingekocht werden. Das Einkochen ist dabei allerdings weniger schonend, wie das Einfrieren. Wer seinen gesamten Bestand -etwa wegen Wühlmäusen- schon Herbst ernten musste, kann die Schwarzwurzel des Weiteren in feuchten Sand einschlagen und im kühlen Keller lagern.

Was beinhaltet die Schwarzwurzel? Wozu wird sie verwendet?

Die Schwarzwurzel besitzt viele Vitamine und Mineralstoffe. Ebenso beinhaltet sie Inulin, weswegen sie bei empfindlichen Menschen oft zu Verdauungsproblemen führen kann. Ein weiterer Inhaltsstoff ist Polysaccharid. Dieser ist gut für Diabetiker geeignet.

Genauso gehört der weiß-gelbe und kautschukhaltige Milchsaft zum Gemüse. Er färbt die Haut braun. Aufgrund dessen sollten bei der Verwendung in der Küche Handschuhe getragen werden. Alternativ ist es möglich, die Schwarzwurzel unter fließendem Wasser zu schälen. Danach kann sie zu gekochtem Gemüse, Salat oder Suppe weiterverarbeitet werden.

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