Rumänien Fotos – Reisen

Wenn viele Menschen an Rumänien denken fallen meist die Begriffe „Dracula“, „Ceaușescu“, „Securitate“, „Ostblock“ oder „Bettelmafia“. Dass das Land im Herzen des Balkan bedeutende Kulturschätze und eine atemberaubende, urtümliche Natur besitzt, wissen viele Menschen nicht.

Rumänien als Reiseland

Rumänien
Rumänien als Reiseland in Fotos

Zwischen der Pannonischen Tiefebene und dem Schwarzen Meer erstreckt sich das Land, in dessen Zentrum die gewaltigen Höhen der Karpaten liegen. Die Donau, in Süddeutschland entsprungen, die sich ihren Weg über Österreich, die Slowakei, Ungarn und Serbien gebahnt hat, findet in Rumänien endlich ihren Weg ins Schwarze Meer. Kein Wunder also, dass die Donau eine Hauptverkehrsader der Karpatenrepublik darstellt.

Geprägt von den Karpaten, der Donau und dem Schwarzen Meer, gibt es in Rumänien große kulturelle Unterschiede, aber auch die Natur unterscheidet sich in den Regionen Rumäniens erheblich. In den Karpaten, welche die drei historischen Landesteile Siebenbürgen, Walachei und Moldau voneinander trennen, findet sich eines der größten europäischen Waldgebiete.

In den Buchenwälder der Karpaten leben bis heute wilde Braunbären und Wölfe. Die Gipfel der Karpaten aber sind meist unbewaldet und werden zum Teil von einer wachsenden Wintersportindustrie genutzt. Im Sommer hingegen wirkt diese Region wie eine Mondlandschaft mit skurrilen Steinformationen, umgeben von Gras und kleineren Sträuchern.

Das von der Karpaten nach Osten hin abgeschirmte Siebenbürgen, oder auch Transsylvanien, wie ein anderer Name lautet, wird gerne mit Dracula verknüpft. Der historische „Dracula“ Vlad III. Drăculea wurde in Schäßburg geboren und wurde dann Fürst der Walachei. In der Stadt Bran kann man heute eine gut erhaltene mittelalterliche Burg besuchen, die gerne mit dem Fürsten in Verbindung gebracht wird.

Die Städte Hermannstadt und Kronstadt verzaubern ebenfalls Besucher mit vielen gut erhaltenen Gebäuden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, in der diese Region ein wichtiges Zentrum für den europäischen Handel war.

Eine architektonische Besonderheit Siebenbürgens stellen die „Kirchenburgen“ dar. Diese waren Bauten, die die Bewohner und ihre Kirche vor den einfallenden Tartaren schützen sollten. Heute sind diese Bauten wunderschönes Zeugnis siebenbürgischer Architektur. Wie man an den überwiegend deutschen Städtenamen Siebenbürgens erahnen kann, lebten hier lange Zeit viel Deutsche.


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Im Mittelalter siedelten sich die Siebenbürgersachsen hier an und betrieben Handel und bauten Wein an. Viele eigene Traditionen konnten sie bis in die Neuzeit bewahren. Nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges mussten viel Deutsche ihre Heimat dort verlassen und kamen nach Deutschland. Ihre Spuren sind bis heute in den Gebäuden und den Städtenamen Siebenbürgens (die mittlerweile auch rumänische Namen tragen) erhalten geblieben.

Rumänien kennt außer den Deutschen noch zahlreiche weitere Minderheiten, wie zum Beispiel die Roma und Sinti, welche hier in großer Zahl zu finden sind. Die größte Minderheit ist jedoch die der Ungarn, welche in Teilen Siebenbürgens sogar größer ist als die eigentliche Mehrheit der Rumänen.

So kommt es, dass sich die Ungarn von den Rumänen besetzt fühlen und in der Vergangenheit er distanzierte Beziehungen zu den Rumänen hatten. Die Rumänen aber stellen die Mehrheit der Bevölkerung Rumäniens. Sie sprechen eine romanische Sprache, die eng mit dem lateinischen verwandt ist. Sie fühlen sich eng mit Frankreich verbunden, weshalb Bildungssprache der Rumänen Französisch ist.

Dass Frankreich eine Vorbildfunktion für Rumänien, das Mitglied der „Organisation internationale de la Francophonie“ ist, erfüllt, sieht man auch in Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens. Bukarest wird oft als „kleines Paris“ bezeichnet, weil sich die rumänisch-dominierte Architektur Budapests stets an Paris orientierte. Aber auch österreichische und osmanische Einflüsse sind im Stadtbild zu finden.

Zeugnisse des Ostblockes und der Ceaușescu-Diktatur sind ebenfalls im Stadtbild zu entdecken. Rumänien ist ein relativ junges Land, das erst 1861 gegründet wurde. Das 20. Jahrhundert sollte aber neben den Weltkriegen viel Unheil über das Land bringen. Es geriet in mehrere Diktaturen und wurde Mitglied des Warschauer Paktes. In diesem erfüllte es aber ein Sonderstellung und genoss eine relative Freiheit gegenüber den Bestimmungen Moskaus. 1989 trennte sich das Land in einer gewaltsamen Revolution von seinem Diktator Ceaușescu.

Fotos von Rumänien

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