Obst & Gemüse – Rhabarber

Der Rhabarber ist auch bekannt als Gewöhnlicher Rhabarber, Gemüse-Rhabarber oder Krauser Rhabarber. Er ist eine mehrjährige Pflanzenstaude der Knöterichgewächse. Verwendet werden Blattstiele, welche in Europa von März bis Juni geerntet werden.

Der Anbau vom Rhabarber

Rhabarber Stängel und Blätter
Wie sieht Rhabarber aus?

Der Anbau von dem Gemüse Rhabarber ist eigentlich sehr einfach. Jungpflanzen können im Handel erworben werden. Wer einen Gartenfreund kennt, der selber Rhabarber im Garten hat, kann sich im Herbst auch ein Stück zum Pflanzen geben lassen.

Bei der Ausgangspflanze sollten die Blätter schon gelblich sein. Von ihr wird ein Stück abgestochen. Der Kopf mit mehreren Austriebstellen sollte jedoch erhalten bleiben. Außerdem muss das Stück der neuen Pflanze wieder eingepflanzt werden, bevor die Wurzel austrocknet.

Der Anbauplatz braucht nicht in der vollen Sonne zu liegen. Auch Halbschatten sind für die Gemüsepflanze kein Problem. Des Weiteren eignet sich fast jeder Boden, auch sandiger Erdboden, für den Anbau.

Wichtig ist, dass zuvor ein gründliches Umgraben und Düngen mit Stallmist oder Kompost stattgefunden hat. Beim Pflanzen wird der Rhabarber nur so tief gesetzt, wie er zuvor schon stand. Unmittelbar danach sollte ein kräftiges Gießen folgen.

Hinzukommend muss auf einen Abstand von 1 x 1 Meter geachtet werden, wenn es mehrere dieser Gemüsepflanzen gibt. Meist sind jedoch 1 bis 2 Rhabarberstauden pro Haushalt ausreichend.

Während der Rhabarber wächst, muss er bei Trockenheit ab und zu gegossen werden. Nach der Erntezeit ist es ratsam, ihn wiederholt zu düngen. Entwickeln sich Blütenstände, sollten sie ausgebrochen werden.

Da Rhabarberpflanzen ziemlich krankheitsresistent ist, werden sie nur selten von Krankheit befallen. Auch Schädlinge sind bei dem Gemüse nicht oft vorzufinden.

Rhabarber ernten und lagern

Erntebar ist Rhabarber erst im 2. Jahr im geringen Maße. Die richtige Zeit beginnt erst im 3. Jahr. Hier können ab März kräftige Stiele herausgedreht werden. Ein Abschneiden gilt es dabei, zu vermeiden. Sonst können sich Faulstellen bilden.


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Des weiteren muss mindestens ein Drittel der Pflanze stehen bleiben. Nur so kann sie sich erholen, bevor erneut geerntet werden kann. Spätestens am 24. Juni muss die Ernte beendet werden. Denn nun nimmt der Gehalt von der Oxalsäure zu. Diese verursacht nicht nur einen noch saureren Geschmack, sondern können auch giftig wirken.

Außerdem sollte die Gemüsepflanze jetzt noch einmal gedüngt werden, damit sie sich für das kommende Jahr ungestört erholen kann. Sobald sie alle ihre übrigen Blätter eingezogen hat, muss sie außerdem für den Winter gerüstet werden. Dies bedeutet, dass die Pflanzstelle mit Torf oder Herbstlaub gemulcht wird. Hiermit wird ein zu starkes Durchfrieren verhindert. Der Kälteschutz darf abgenommen werden, sobald die Temperaturen wieder ansteigen.

Der geerntete Rhabarber wiederum kann nach der Ernte einige Tage im Kühlschrank gelagert werden. Dabei gelangt er am besten in ein feuchtes Tuch. Außerdem ist das Gemüse im gestückelten Zustand zum Einfrieren geeignet. Zudem kann aus den Stangen gut Kompott, Marmelade oder Saft hergestellt werden.

Was beinhaltet der Rhabarber? Wozu wird er verwendet?

Rhabarber hat einen Gehalt an Oxalsäure, welcher mit zunehmender Erntezeit mehr wird. Dieser greift das Zahnfleisch für einen Moment an, weshalb sich die Zähne nach dem Verzehr stumpf anfühlen können. Das Gefühl vergeht allerdings von alleine wieder. Gegebenenfalls kann die Zeit durch die Einwirkung von Milchprodukten verkürzt werden. Außerdem begünstigt die Oxalsäure die Bildung von Nierensteinen und verringert die Kalziumaufnahme im Körper.

Dennoch hat Rhabarber auch etwas Gesundes an sich. Das Gemüse ist reichlich ausgestattet mit Vitamin C, Kalium und Eisen. Weniger sind Magnesium, Vitamin A, Vitamin B1 und Vitamin B2 enthalten. Alles in allem wirkt ein nicht täglicher Verzehr sehr erfrischend, appetitanregend und blutreinigend.

Neben der Volksmedizin werden die Stängel -die Blätter sind ungenießbar- vor allem in der Küche verwendet. Es wird Rhabarbersaft, Rhabarberkompott, Rhabarberkonfitüre oder Rhabarberkuchen daraus gemacht.

Wichtig ist dabei allgemein, dass die Rhabarberstangen nicht in Metalltöpfen (außer Edelstahl) gelagert oder gekocht wird. Die Säure löst nämlich die Oberfläche. Das Gleiche trifft auch auf Alufolie zu.

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