Reptilien als Haustier – „Mama, bekomme ich eine Schildkröte?“

Es scheint so, als wäre es ein absoluter Trend und der klassische Hund oder die Hauskatze total out. Jetzt ziehen in deutschen Haushalten immer mehr Reptilien ein und auch unsere Kinder wünschen sich nun eine Schildkröte, einen Gecko oder eine Vogelspinne.

Worüber wir nur belustigt den Kopf schütteln, ist für viele tatsächlich eine Option und eine Alternative zum klassischen Haustier. Ja, man hat immerhin ein sehr besonderes Haustier in seiner Wohnung. Doch ist ein Reptil wirklich geeignet für einen Haushalt mit Kindern oder überhaupt?

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Reptilien als Haustiere
Sind Reptilien als Haustiere für Kinder geeignet?

Es ist schon erstaunlich aber Schildkröten oder diverse Echsenarten faszinieren uns, und das wahrscheinlich aus dem Grund, weil sie uns an längst vergessene Zeiten erinnern.

Außerdem sind sie in ihrer Art komplett anders, verhalten sich ganz gegensätzlich zu den uns bekannten Haustieren und sind zudem beeindruckend im Aussehen. Ja, Reptilien sind erstaunliche Tiere. Aber als Haustier geeignet? Und für Kinder?

Sollten wir uns ein Reptil zulegen?

Ehe Sie sich über die Anschaffung eines Reptils, beispielsweise eines Chamäleons oder eines Geckos Gedanken machen, sollten Sie sich einige Dinge bewusst machen.

Erstens, ein Reptil ist in seiner Natur relativ inaktiv und für uns umgangssprachlich ziemlich langweilig. Wer sich also am Aussehen der Reptilien nicht dauerhaft erfreuen kann, der wird auf lange Zeit nicht wirklich glücklich damit.

Reptilien bewegen sich eigentlich nur dann, wenn es etwas zu fressen gibt. In den Fastenmonaten also so gut wie gar nicht. Einige Echsenarten bewegen sich nicht einmal einen Meter pro Tag und wenn, dann nur wenn wir es nicht sehen. Vor allem Kinder dürften sich am chillenden Gecko schnell satt gesehen haben.

Mit einem Reptil kann man nicht kuscheln, Gassi gehen oder es herum tragen. Auch werden sich Reptilien niemals zum Menschen hingezogen fühlen. Sie werden keine Zeit und Energie aufbringen brauchen um diesem Tricks beizubringen, es wird es nie lernen.

Auch hat ein Reptil nie das Bedürfnis nach Nähe oder möchte zwingend von Ihnen gestreichelt werden. Es sucht Ihre Aufmerksamkeit nicht. Im Gegenteil: Holen Sie es aus dem Terrarium, so wird es gestresst sein und womöglich nie lernen, dass Sie ihm eigentlich gar nichts tun.

Was kosten Reptilien?

Reptilien sind teuer, und das nicht nur in der Anschaffungsphase. Auch laufende Stromkosten für etwaige Heizlampen müssen einkalkuliert werden. Außerdem kosten gute Terrarien schon einmal 200-300 Euro, das Zubehör ebenfalls und das Futter kann monatlich mit 50 Euro zu Buche schlagen.

Wer sich also nicht wirklich für Reptilien begeistern kann und diese nur phasenweise interessant findet, der sollte sich kein Reptil anschaffen.

Außerdem gehören Reptilien aller Art nicht in die Hände von Kindern. Zwar wird sich eine Schildkröte nicht beschweren, wenn klein Hugo sie vom Wohnzimmer in den Garten trägt, in Begeisterung wird Sie aber auch nicht verfallen.

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