Hunde Rassen – Der Pudel

Sicher haben auch Sie schon die Redewendung gehört: „Die elegante Dame trägt Pudel“. Trotzdem ist der Pudel, auf die heutige Zeit bezogen, kein Modehund. Er war es nämlich schon vor Jahrhunderten. Die Beschaffenheit der langen Haare, die schwer zu pflegen waren verhinderte seine Verbreitung.

Das Fell musste in Schnürchen geflochten werden, ein Aufwand, den sich nur begüterte Leute leisten konnten. Die spätere Rokokofrisur war auch nicht ganz einfach. Erst in den zwanziger Jahren kam der große Start des Pudels mit der Entwicklung der einfachen Karakulschur.

Eignet sich ein Pudel als Haustier?

Hunderassen - Pudel
Eignet sich ein Pudel als Haustier?

Ob man Hundefreund ist oder nicht – einen Pudel muss man einfach ins Herz schließen. Er sieht mit seinem Krönchen auf dem Kopf nicht nur gut aus, sondern gehört zu den intelligentesten Hunden. Sein Einfühlungsvermögen und seine Verständigkeit sind so groß, dass Pudelbesitzer immer wieder behaupten, sie könnten mit ihm reden wie mit einem Menschen.

Wirklich scheint es so, als begreife er jedes Wort. Wer es versteht, sein zweifellos starkes Temperament zu bändigen, kann ihn als folgsamen, anspruchslosen Freund ohne Bedenken mit in die Wohnung nehmen.

Hinzu kommt, dass der Pudel in drei Größenklassen vertreten ist: als Groß- oder Königspudel mit einer Körperhöhe von etwa 50 Zentimeter, als Kleinpudel mit 40 Zentimeter und als Zwergpudel, dessen Körperhöhe nur 30 Zentimeter beträgt. Zu den bekannten Farben Braun, Schwarz und Weiß kommen, wenn auch noch selten, neuerdings Silbergrau und Aprikosenfarben. Die Rute wird aufrecht getragen und auf die Hälfte kupiert.


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Der Pudel als Haustier

Wer einen Pudel ins Haus holt und glaubt, sich so nebenbei nach Lust und Laune mit ihm beschäftigen zu können, der irrt sehr. Der Pudel lässt sich nicht beiseiteschieben. Er will immerzu Mittelpunkt sein. Jede Minute des Tages beteiligt er sich am Familienleben, in seiner Verspieltheit schleppt er jeden fortgeworfenen Papierschnitzel wieder herbei.

Hat er den Eindruck, nicht genügend beachtet zu werden, ist seine Erfindungsgabe schier unbegrenzt, und es fallen ihm immer neue Tricks ein, sich in den Vordergrund zu schieben. Das gelingt dann auch bald; denn wer könnte ihm widerstehen.

Der Pudel und die Erziehung

Erziehung, sonst bei Hunden großgeschrieben, erscheint beim Pudel fast überflüssig. Er beobachtet scharf und scheint von selbst zu wissen, was von ihm erwartet wird. Dabei entgeht ihm aber auch keine Schwäche des Menschen, und geschickt zieht er seinen Nutzen daraus.

Im Wasser fühlt er sich pudel wohl. Dass trotz der Karakulschur das Fell noch einige Ansprüche an Kamm und Bürste stellt, ist eigentlich klar. Am besten fährt man mit einem weitzinkigen Kamm, dem eine kräftige Bürste folgt. Einmal täglich kämmen und bürsten und alle vier Wochen scheren ist schon nötig, wenn das dichte, krause Haar gepflegt aussehen soll.

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