Fehler bei der Orchideen Pflege

Manchmal macht man ja automatisch vieles Richtig bei der Pflanzenpflege – warm, Wasser und Licht – das funktioniert bei Pflanzen immer irgendwie. Aber Orchideen bevorzugen doch einige andere Dinge, so dass es bei der Orchideenpflege oft zu Fehlern kommen kann.

Die häufigsten Fehler bei der Orchideen-Pflege im Überblick

1. Zu viel gießen

Orchideen Tipps zur Pflege
Fehler bei der Pflege von Orchideen

Der Wasserbedarf ist zwar von einer zur anderen Orchidee unterschiedlich, aber die häufigste Ursache, dass das Halten und Pflegen von Orchideen scheitert, ist die Zugabe von zu viel Wasser. In den meisten Fällen reicht es, die Pflanze zweimal in der Woche zu gießen und Staunässe zu vermeiden.

2. Standord mit viel Licht

Auch der ideale Standort ist von Orchidee zu Orchidee unterschiedlich, weswegen wir für die bekanntesten Orchideenarten entsprechende Pflegehinweise hier im Orchideen Lexikon veröffentlichen. Grundsätzlich gilt: Orchideen benötigen viel Licht – zum Beispiel an Fensterbänken Richtung Westen und Osten – die pralle Sonne sollte allerdings vermieden werden.

3. Keine Zugluft – Achtung Heizung

Unabhängig vom richtigen Standort, vertragen Orchideen keine Zugluft, egal ob diese vom offenen Fenster oder durch direkte Heizungsluft hervorgerufen wird.

4. Weniger düngen ist mehr

Orchideen benötigen nur wenig Dünger und blühen dann auch mehr. Unabhängig davon, ist der heimische Standard-Blumendünger – wenn überhaupt – nur in extrem verdünnter Form geeignet. Greifen Sie stattdessen lieber auf speziellen Orchideen-Dünger zurück und berücksichtigen Sie die Dosierungshinweise.

5. Das richtige Wasser zum Gießen

Nicht nur die Menge des Gießwassers ist wichtig, siehe Punkt 1, sondern auch der Kalkgehalt des Wassers und die Temperatur. Zuviel Kalk im Wasser hemmt das Orchideen-Wachstum, wodurch im Idealfall mit Regenwasser gegossen werden sollte. Zusätzlich achten Sie darauf, dass beim Regenwasser die Temperatur des Gießwasser (wenn es von draussen kommt…)  der Zimmertemperatur angeglichen ist.

6. Umtopfen von Orchideen

Orchideen sollten nicht öfter als im 2-Jahres-Rhythmus umgetopft werden. Der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen Ihrer Orchideen ist das Frühjahr, wenn die neuen Triebe Ihrer Königin der Pflanzen schon einige Zentimeter lang sind. Nach dem Umtopfen benötigt die Pflanze einige Tage Ruhe ohne Gießen.

7. Schneiden der Orchidee

Währen der Ruhephase verlieren einige Orchideen ihre Blätter von ganz alleine, die aber selber abfallen und nicht abgeschnitten werden müssen. Falls Sie der Ansicht sind, dass Pflanzenteile abgeschnitten werden müssen, benutzen Sie unbedingt ein Messer und keine Schere, um Quetschungen an der Schnittstelle zu vermeiden.

8. Richtige und falsche Erde für Orchideen

Neben dem richtigen Zeitpunkt zum Umtopfen – siehe Punkt 6 – ist auch die falsche Erde oft für das Absterben von Orchideen verantwortlich. Da Ochideen in ihrer natürlichen Umgebung überwiegend auf Bäumen wachsen, sind ihre Wurzeln nicht auf unsere übliche Blumenerde vorbereitet. Verwenden Sie unbedingt Orchideen-Substrat.

9. Der richtige Behälter

Wie schon beim Punkt „richtige und falsche Erde“ erwähnt, wachsen Orchideen in ihrer Heimat auf Bäumen. Orchideen verwenden ihre Wurzeln, anders als heimische Pflanzen, für die Photosynthese, die nicht möglich ist, wenn alle Wurzeln hinter einem lichtundurchlässigen Tontopf verschwinden. Verwenden Sie einen durchsichtigen Behälter für die Wurzeln und falls bei Ihrer in einem dunklen Topf gepflanzen Orchidee die Wurzeln oben aus dem Topf wachsen, dann ist das gut und wichtig.

Was bedeutet kalt warm temperiert

Für die im Orchideen Lexikon genannten Temperatur-Regionen gelten folgende Regeln:

  • Kalt: Winter max. 15 °C min. 8 °C – Sommer max. 18 °C min. 12 °C
  • Temperiert: Winter max. 20 °C min. 14 °C – Sommer max. 21 °C min. 17 °C
  • Warm: Winter max. 25 °C min. 20 °C – Sommer max. 28 °C min. 20 °C