Obst & Gemüse – Bohne

Bohne ist die Bezeichnung für die runden, länglichen bzw. nierenförmigen Samen sowie deren Hülsen mit den eingeschlossenen Samen. Ebenfalls wird die Samen bildende Pflanze aus der Hülsenfrüchtler-Familie als Bohne bezeichnet. Von den Bohnen selber existieren die unterschiedlichsten Arten und Gattungen. Sie haben verschiedene Herkünfte, Verwendungszwecke und Eigenschaften. So sind auch viele Bohnen nur nach dem Garen verzehrbar. Denn durch die Hitze werden die ungesunden Lektine einer Bohne vernichtet.

Der Anbau der Bohnen

Grüße Bohnen als Gemüse
Wie sehen Bohnen aus?

Bohnen sind Pflanzen, welche die Wärme lieben. Aus diesem Grund werden sie vor allem in Asien und Afrika gezüchtet. Der Anbau ist jedoch auch in Europa, sogar im eigenen Garten, möglich.

Für das Wachstum benötigt die Bohne auf alle Fälle einen humusreichen und lockeren Boden. Dieser muss nicht sehr reich an Stickstoff sein. Schließlich nimmt die Pflanze mit Hilfe von Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln den Stickstoff aus der Luft auf.

Des Weiteren empfiehlt sich ein windgeschützter und sonniger Standort. Sobald dieser feststeht, kann ab Mitte Mai der Samen ausgesät werden. Bohnen benötigen für ihre Keimung genügend Sauerstoff. Darum sollten sie höchsten bis zu 3 cm mit Erde bedeckt werden. Als Bodentemperatur sind 10°C angebracht. Gerne darf es für die Bohnen auch wärmer sein.

Beim Aussäen selber können Buschbohnen in Horsten zu mehreren Pflanzen sowie in einer Reihe angelegt werden. Bei Stangenbohnen hingegen gelangen bis zu 9 Samen um eine Stange. An dieser wachsen die Bohnen dann hoch.

Damit der Anbau von den Bohnen weitere Fortschritte macht, sollten die Pflanzen außerdem regelmäßig, vorsichtig gehackt werden. Sämtliches Unkraut wird dabei entfernt. Genauso ist es ratsam, jede Bohne anzuhäufeln. Damit erhöht sich die Standfestigkeit. Außerdem muss die Bohne immer wieder auf Schädlinge und Krankheiten kontrolliert werden.

Schädlinge sind für Bohnen insbesondere Schnecken. Diese verzehren gleich kurz nach der Keimung die jungen Pflanzen. Besonders bei feuchtem Wetter können sie darum dem Gärtner bzw. Hobby-Gärtner eine echte Plage sein.

Als Hilfe kann für eine oder zwei Wochen auf das sogenannte Schneckenkorn zurückgegriffen werden. Es ist im Baumarkt erhältlich und muss lediglich um die Bohnen (oder anderes Gemüse) herum gestreut werden. Wer lieber ein – für die Tiere unschädliches- Mittel verwenden möchte, kann außerdem Sägespäne und Kalk verwenden. Dies beides wird zusammen ebenso um die Bohnen verteilt, allerdings in einer breiten Schicht. Da Schnecken raue Oberschichten meiden, greifen sie die Gemüsepflanzen weniger bis nicht mehr an.

Übrigens sind auch Kaffee und Kaffeesatz als Schutz geeignet. Zu guter Letzt können auch noch Schneckenzäune aufgestellt werden. Solche gibt es im Fachhandel zu kaufen.
Ebenso können Bohnenfliegen einer Bohne schaden.

Auch Bohnenfliegen sehen es auf die frischen, zarten Pflanzen ab. Sie vernichten ihre Keimblätter besonders bei feuchtem und kaltem Wetter. Ein von der Bohnenfliege befallener Standort sollte höchstens nach 3 Jahren erneut für die Zucht von Bohnen verwendet werden. Denn die Puppen der Fliege können im Boden überwintern, und im nächsten Jahr einen erneuten Befall auslösen.


Werbung

Nicht weniger schädlich sind außerdem die Blattläuse. Haben sie einmal das Saatgut der Bohne infiziert, kann das Bohnenmosaikvirus daraus folgen. Zu erkennen ist er an den mosaikartigen Flecken der Blätter, welche vergilben und absterben.

Anders machten sich der Bohnenrost und die Brennfleckenkrankheit bemerkbar. Bei Letzteren bekommen Blätter, Hülsen und Stiele dunkle Flecken mit einem schwarzen Rand. Ebenso ist ein Abfallen der Blätter möglich. Jede betroffene Bohne muss nun vernichtet werden. Zudem ist es angebracht, für einige Jahre an diesem Standort keine Bohnenzüchtung wieder vorzunehmen. Bei dem Bohnenrost wiederum handelt es sich um eine Pilzerkrankung der Bohne. Zuerst sind weiße Pusteln auf der unteren Blattseite zu erkennen. Bald darauf werden die dunklen Pilzsporen sichtbar, welche auf die Hülsen übergreifen können. Unabhängig, in welchem Fortschritt sich der Bohnenrost befindet, gilt es die entsprechenden Bohnen zu entsorgen. Wie auch bei der Brennfleckenkrankheit sollte auf dem Beet für einige Zeit kein weiter Anbau von Bohnen zustande kommen.


Rohes Gemüse kann giftig sein!


Bohnen ernten und lagern

Wer beim Anbau einer Bohne alles richtig gemacht, kann von Juli bis Oktober die Bohnen ernten. Wann genau die Bohnen reif sind, hängt von der Aussaatzeit ab. Ab Mitte Mai darf die Zucht auf dem Feld begonnen werden. Um eine möglichst lange Zeit von der Bohne zu profitieren, können die Bohnen in Sätzen (als Letztes im August) gelegt werden.

Allgemein sollte mit der Ernte jedoch dann begonnen werden, bevor die Form der einzelnen Kerne durch die Hülle sichtbar ist. Zu dieser Zeit sind die Bohnen zart und fadenlos. Für die Ernte an sich wird nichts weiter gebraucht als ein Messer oder eine Schere sowie ein Gefäß, um die Bohnen vorübergehend zu lagern.

Nach der Ernte ist es möglich, das Gemüse einzugefrieren oder einzukochen. Als Alternative kann auch ein Trocknen dienen. Hierzu muss eine Bohne allerdings lange und bei gutem Wetter an der Pflanze bleiben. Drinnen wird alles an einen trockenen Ort ausgebreitet und weitere zwei Wochen lang getrocknet.

Sind die Trockenbohnen so weit fertig, gelangen sie in den Gefrierschrank oder in die Gefriertruhe. Nach einigen Tagen können sie aufgetaut und im Glas oder in einer Dose aufbewahrt werden. Trockenbohnen sind jahrelang haltbar.

Was beinhaltet die Bohne? Wie wird sie verwendet?

Die Bohne wird vor allem in der Küche verwendet. Aus ihr können Bohnengemüse, Bohnensuppe und Bohnensalat hergestellt werden. Genauso kann eine Bohne als essbare Dekoration auf dem Teller dienen.

Wichtig ist bei allem, dass die Bohne zuvor gekocht wird

Denn im rohen Zustand enthalten Bohnen den giftigen Stoff Glycosid Phasin. Nach mindestens 15 Minuten erhitzen, ist dieser jedoch aufgelöst.

Nun bleiben nur noch die gesunden Inhaltsstoffe der Bohne wie Kohlenhydrate, Eiweiße, Kalium, Clacium, Magnesium, Phosphor und Eisen übrig. Genauso beinhalten Bohnen in sämtlichen gekochten Formaten Vitamin A, C und E.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.