Obst & Gemüse – Kürbis

Der Kürbis gehört zur Pflanzengattung der Kürbisgewächse und zählt botanisch zu den Beerenfrüchten. Er unterteilt sich in etwa 800 verschiedene Sorten, wobei die größten Kürbisse bis zu mehrere Zentner Gewicht erhalten können. Erntereif sind sie ab dem Spätsommer und bis in die Winterzeit. Zu diesem Zeitpunkt können sie auch im Handel erworben werden.

Der Anbau vom Kürbis

Der Kürbis als Herbstgemüse
Kürbis und Kürbissuppe

Die Heimat von dem Kürbis liegt ursprünglich in Amerika. Kultivierte Sorten können allerdings auch im europäischen Garten gezüchtet werden. Wichtig ist, dass die Pflanzen einen sonnigen Standort mit gut gewärmtem Boden bekommen.

Von einem Auspflanzen oder Aussäen vor Mitte Mai ist darum abzuraten, da zu diesem Zeitpunkt noch Bodenfröste auftreten können. Außerdem sollte das Beet gut gedüngt sein und genügend Platz bieten.

Schließlich empfiehlt sich ein Pflanzabstand zwischen den Pflanzen von mindestens 1 Meter. In der nächsten Zeit sollte der Kürbis zudem regelmäßig gut gegossen werden. Währenddessen wachsen die Pflanzen heran. Sie bilden meterlange Triebe, welche auf den Boden entlang kriechen. Hieran wiederum wachsen kräftige grüne Blätter.

Bald darauf sind die ersten gelben Blüten sichtbar. Die männlichen Blüten sitzen dabei an einen dünnen langen Stiel. Die Weiblichen sind dagegen schon im unteren Bereich sichtbar. Aus ihnen entwickeln sich im späteren Verlauf die Früchte. Von der Bestäubung bis hin zur Ernte können weitere 50 bis 150 Tage vergehen. Während des gesamten Prozesses kann der Kürbis auch von Krankheiten und Schädlingen aufgesucht werden.

Der größte Schädling ist die Schnecken. Schnecken fressen die Blätter ab, woraufhin die Pflanzen eingehen. Vermieden werden können sie durch Schneckenzäune, Schneckenkragen oder Schneckenkorn (nur in den ersten 2 bis 3 Wochen nach der Pflanzung verwenden).

Außerdem kann der Kürbis verschiedene Pilzerkrankungen bekommen. Dies ist etwa der Echte Mehltau. Bei ihm bilden sich weiß-graue Flecken auf der Blattoberseite. Kurz darauf werden die Blätter braun, sterben ab. Die Ursache für den Echten Mehltau liegt in der Trockenheit. Folglich ist er vermeidbar, wenn der Kürbis regelmäßig gewässert wird. Anders ist es bei dem Falschen Mehltau, der sich mit weiß-grauen Flecken auf den Blättern und einem weiß-grauen Belag unter ihnen bemerkbar macht. Denn diese Krankheit wird durch feuchtes Wetter hervorgerufen. Befallene Kürbis-Pflanzen müssen etwa im Restmüll (nicht auf dem Kompost) vernichtet werden.


Werbung


Kürbismuffins selber backen


Des Weiteren kann der Kürbis am Mosaikvirus erkranken. Dabei bilden sich gelbe, mosaikartige Flecken auf den Blättern. Die Pflanzen sterben daraufhin ab. Sobald der Mosaikvirus im Gang ist, müssen die jeweiligen Pflanzen beseitigt werden. Um den Virus überhaupt zu verhindern, kann jedoch mit einer stickstoffarmen Düngung vorgebeugt werden. Gleichermaßen hilft das Verstreuen von Gesteinsmehl, genauso wie auch Neem vorbeugen kann. Sind einmal die Pilzsporen im Boden, empfiehlt sich auf dem gleichen Beet eine Anbaupause von 3 Jahren für Kürbisgewächse aller Art.

Kürbis ernten und lagen

Die Erntezeit für den Kürbis liegt im späten Sommer bis in den Winter. Die ideale Reife hat das Gemüse, sobald der Stiel verholzt ist. Bei Unsicherheit kann dies überprüft werden, indem versucht wird, den Stiel mit einem Messer etwas durchzuschneiden. Ist das problemlos möglich, dann ist der Kürbis noch nicht gut. Erst wenn es nicht mehr oder nur noch unter großer Anstrengung funktioniert, ist die Frucht erntereif.

Außerdem sollte ein Kürbis hohl klingen, wenn an ihn geklopft wird. Nach der Ernte darf das Erntegut noch 2 bis 3 Tage in der Sonne liegen. Anschließend kommt der Kürbis in einen trocknen Raum mit einer Raumtemperatur von 12 bis 18°C, wo er gelagert wird. Des Weiteren kann er zerschnitten und eingefroren bzw. eingekocht werden.

Was beinhaltet der Kürbis? Wozu wird er verwendet?

Kürbis ist ein kalorienarmes Gemüse und darum gut bei Diäten geeignet. Außerdem beinhaltet er einen großen Teil an Vitamin A sowie weitere Vitamine und Mineralstoffe. Zudem kann er über die Bitterstoffe Curcurbitacine verfügen. Diese Giftstoffe können die Magen- und Darmschleimhaut angreifen und werden selbst beim Kochen nicht abgetötet. Aufgrund dessen sollten Kürbisgerichte mit einem bitteren Geschmack nicht weiter verzehrt werden.

Reine Kürbisse (keine Kreuzung mit anderen Kürbispflanzen und keine selbst gezogenen Samen), die in dem richtigen Reifegrad geerntet wurden, weisen diese ungesunden Stoffe jedoch meist nicht auf.

Deshalb werden sie in der Küche gerne weiterverarbeitet zu Suppen, Rohkost, warmes Gemüse, Marmelade oder in Kuchen. Hinzukommend sind Kürbiskerne eine beliebte Knabberei. Auch wird aus ihnen Kürbiskernöl hergestellt oder sie ergänzen verschiedene Gemüsesalate.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.