Herkulesstaude / Riesen Bärenklau – Giftige Pflanzen Natur

Die Herkulesstaude ist ebenfalls unter dem Namen Riesenbärenklau oder auch Bärenkralle bekannt. Der Riesenbärenklau stammt aus der Pflanzenfamilie der Doldenblüter und kommt ursprünglich aus dem Kaukasus. Das erste Mal tauchte die Pflanze 1985 bei uns in Europa auf.

Herkulesstaude – Riesen Bärenklau / Bärenkralle

Die Herkulesstaude kann eine Größe von bis zu drei Metern erreichen. Der vorhandene Stängel ist dunkel gefleckt und hat feine Haare die sich an der gesamten Pflanze befinden.

Herkulesstaude mit Blüten
Herkulesstaude / Riesenbärenklau

Der Durchmesser des Stiels liegt bei zwei bis zehn Zentimetern, je nach Gesamtgröße der Pflanze. Die grünen Blätter des Risesnbärenklaus haben grundsätzlich eine Länge von einem Meter. Die relativ großen Blüten haben meist einen Durchmesser voon 30-50 Zentimetern.

Eine Herkulesstaude kann bis zu 80.000 Einzelblüten enthalten. Die Blütezeit ist von Juni bis Ende Juli. Die weißen Blüten haben einen Durchmesser von maximal 2 Zentimeter und wachsen nach oben hin breiter auseinander.

Da die behaarten weißen Blätter den Tierfüßen von Bären sehr ähnlich sehen, hat die Pflanze aus diesem Grund den Namen Bärenklaue erhalten. Nachdem sich die Samenschalen der Früchte gebildet haben, stirbt die Pflanze ab.

Wenn die Pflanze nicht reift, kann diese problemlos mehrere Jahre überleben. Die Samen der Herkulesstaude sind über Jahre höchst keimfähig.

Die Herkulesstaude wächst nicht auf sauren Boden. Ansonsten ist sie sehr anspruchslos und benötigt lediglich wenig Sonne um jahrelang zu überleben.

Achtung – Hautreizungen & Verbrennungen durch die Herkulesstaude

Auf dem Riesenbärenklau sind sogenannte Furocumarine enthalten, die nach Hautkontakt entsprechende Hautreaktionen hervorrufen. Bereits ein kurzer Kontakt mit den Blättern kann ausreichen um die Haut erheblich zu röten.


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In schlimmeren Fällen können sich sogar Blasen auf der Haut bilden. Diese sind sehr schmerzhaft und entzünden sich leicht und können Verbrennungen des ersten und zweiten Grades hervorrufen.

Neben den Hautreizungen, und den nässenden Blasen können ebenfalls Fieber, Kreislaufprobleme und Schweißausbrüche die Folge sein. Diese Reaktionen können über Wochen dauern.

Wenn man mit der Pflanze in Kontakt getreten ist, sollte man die entsprechenden Hautflächen gründlich mit Wasser uns Seife abwaschen. Sind Hautreizungen aufgetreten, sollte der Hautarzt umgehend aufgesucht werden, damit eine entsprechende Behandlung angewandt werden kann.

Der kleine Bruder – Wiesenbärenklau

Wiesenbärenklau - Heracleum sphondylium
Wiesenbärenklau

Im Gegensatz zum Riesenbärenklau ist der Wiesenbärenklau in Europa heimisch. Vorrangig findet man den Wiesenbärenklau an Ufern und Gräben und wächst bevorzugt auf feuchtem, lockeren Boden.

Optisch sehen sich beide Pflanzen sehr ähnlich, der Wiesenbärenklau ist halt nur wesentlich kleiner als der Riesenbärenklau.

Wenn die Pflanze jung ist, besteht keine Gefahr sich an ihr zu vergiften. Oftmals werden die Blätter gerne als Viehfutter genutzt.

Jedoch sollten Tiere nicht zu viel davon bekommen, da auch hier sonst Hautreizungen entstehen können. Je nach Größe der jungen Pflanze kann der Stiel roh gegessen, oder zu einem Kompott verkocht werden.