Haushalt – Eisschrank und Gefriertruhe richtig abtauen

Der Winter ist die Zeit für eine Arbeit, für die der Sommer nun einmal gar nicht taugt: das Abtauen des Eisschrankes oder der Gefriertruhe. Doch, wie macht man es richtig?

Eisschrank oder Gefriertruhe richtig abtauen

Kühlschrank und Gefriertruhe entfrosten
Den Kühlschrank richtig auftauen

Hat sich durch das ständige Öffnen und Schließen der Tür oder des Truhendeckels im Sommer so richtig viel Eis angesammelt, wird es irgendwann einmal Zeit, das überflüssige Eis zu entfernen.

Außerdem ist das die Gelegenheit, endlich einmal wieder Licht in das Dunkel des Gefrierbestandes zu bringen. Wer kennt nicht die Gefriergüter, die im Eisschrank von einer Ecke in die andere gepackt werden, und an die sich kein Mensch in der Familie heranwagt.

Vielleicht ist das Eingefrorene zu wenig für die Familie, oder es ist zuviel für einen Einzelnen? Vielleicht war es zu schade zum wegwerfen, aber der eigene Geschmack ist es auch nicht?

Viele Gründe, die Winterzeit zu nutzen, um im Eisschrank endlich wieder Ordnung zu schaffen. Doch wie fängt man’s richtig an?

Gefrierschrank ausschalten und ausräumen

Bevor Sie mit der Arbeit anfangen, schalten Sie als erstes den Eisschrank oder die Gefriertruhe aus. Dadurch verhindern Sie, dass der Kompressor anspringt, wenn die Türen länger als erlaubt geöffnet bleiben.

Und dann geht es ans Ausräumen. Doch wohin mit dem Gefriergut? Steht der Eisschrank in der Wohnung und hat man einen Balkon ist es relativ einfach. An einem schönen kalten Tag, am besten mit Minus-Temperaturen, können die Schubladen oder Körbe mit dem Gefriergut einfach auf den Balkon gestellt werden.

Ein kalter Keller tut es mitunter auch, zumal es bei vielen Kellern noch Treppenaufgänge nach draußen gibt. Diese Treppenaufgänge können auch wunderbar zum Sortieren des Gefriergutes genutzt werden.

Wer keinen Balkon oder Keller hat, packt das Gefriergut in einen oder zwei Waschkörbe, die mit Zeitungspapier ausgepolstert wurden oder in mehrere große Pappkartons. Wichtig ist, dass bei der Lagerung im halbwegs warmen Raum das Gefriergut von oben abgedeckt wird, damit es nicht antaut. Mehrere Lagen Zeitungspapier, Pappe oder auch Decken leisten da gute Dienste.

Gefrierschrank abtauen

Beim Abtauen des Gefrierschrankes ist es kaum zu vermeiden, dass Wasser aus dem Schrank auf den Boden tropft. Deswegen werden zuerst ein paar neue saubere Aufnehmer (Handtücher tun es auch) ganz dicht vor den Schrank gelegt. Um ganz sicher zu gehen, dass nichts ausläuft, wird auch noch ein Handtuch oder Aufnehmer ausgebreitet im untersten Fach des Gefrierschrankes deponiert.

Das Abtauen des Schrankes selbst geschieht am besten, indem mehrere Plastikschüsseln (keine Metalltöpfe oder –schüsseln) mit kochendem Wasser in den Schrank gestellt werden und der Schrank dann für circa 10 bis 15 Minuten geschlossen bleibt. Der heiße Wasserdampf löst den Eispanzer in kurzer Zeit ab und die Eisstücke fallen dann ab und können entweder rausgesammelt oder rausgeschoben werden. Passen Sie aber auf: Festsitzende Eisstücke nicht mit Gewalt abschaben oder rausbrechen. Die Rohre in den Schränken dürfen nicht zerbrochen werden, sonst ist der ganze Schrank unbrauchbar. Ziehen Sie bei dieser Arbeit am besten Gummihandschuhe an, damit Sie keine blauen Finger bekommen.


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Sollte der Eispanzer zu fest sitzen, muss noch einmal das warme Wasser in den Plastikschüsseln gegen neues kochendes Wasser ausgetauscht werden. Kontrollieren Sie dabei auch den Aufnehmer im Gefrierschrank und die davor liegenden Aufnehmer. Nasse Aufnehmer müssen ausgewrungen und wieder neu hingelegt werden.

Hat sich das Eis dann komplett gelöst, wird der Eisschrank oder die Truhe noch einmal feucht ausgewaschen und dann trocken gerieben. Hier bitte darauf achten, dass gerade die Seitenteile der Türen besonders trocken sind, damit sie nicht anfrieren und beim nächsten Öffnen ausreißen.

Wenn Sie mit dem Abtauen fertig sind, können Sie das Gerät wieder einschalten, damit es wieder anfängt zu kühlen. Mitunter ist es sogar ratsam, für die ersten paar Stunden (Wecker stellen) mit den Gefriertemperaturen noch tiefer zu gehen, damit evtl. leicht angetautes Gefriergut schnell wieder hart wird.

Gefriergut sortieren

Bevor das Gefriergut wieder eingeräumt wird, sollte es sortiert werden. Wie diese Sortierung aussieht, hängt zum einen von der Größe des Eisschrankes oder der Truhe ab, zum anderen aber auch davon, was Sie eingefroren haben.

Grundsätzlich: Einfrieren kostet Strom. Deshalb auch nur das wieder einräumen, was auch noch tatsächlich gegessen werden soll. Der alte Spinat, der seit ein paar Jahren im Gefrierer liegt, und der auch nicht mehr so richtig gut aussieht, der wird auch im nächsten Jahr nicht gegessen und braucht von daher auch gar nicht mehr eingeräumt werden.

Unterscheiden Sie noch zwischen Fertiggerichten und noch rohem Gefriergut. Fertiggerichte, egal ob gekaufte Tiefkühlpizza oder die selbst eingefrorene Erbsensuppe gehören in das Fach „Fertiggerichte“. Hier kann man immer hineingreifen, wenn es mal wieder schnell gehen muss. Gefrorenes rohes Fleisch, egal ob Mett, Suppenhuhn, Tiefkühlschnitzel oder Fisch werden auch zusammen aufbewahrt. Für Gemüse wie Bohnen, Erbsen, Spargel etc. und auch für Kräuter sollte es ein Fach geben.

Seien Sie kreativ und überlegen Sie sich eine Sortierung, die einfach ist, und die Sie auch das gesuchte Gefriergut tatsächlich wiederfinden lässt.

Bevor Sie Ihr Gefriergut in die Körbe legen, sollten Sie diese noch kurz auswaschen und austrocknen. Und jetzt müssen Sie nur noch eines: Tür oder Deckel auf und die Körbe wieder in den Schrank und die Truhe setzen. Jetzt haben Sie wieder Ruhe, bis zum nächsten Winter.