Obst & Gemüse – Grünkohl

Der Grünkohl wird auch als Braunkohl bzw. Krauskohl bezeichnet. Er gehört zu den Kreuzblütlergewächsen. Als Wintergemüse wird er vor allem während der kalten Jahreszeit verwendet. Dabei gelangt er frisch, als Tiefkühlprodukt oder als Glaskonserve in den Handel.

Der Anbau von Grünkohl

Grünkohl
Grünkohl als Wintergemüse

Grünkohl ist eine schnell wachsende Kohlart. In Europa kann sie einjährig als zweijährige Pflanze gezogen werden. Die Aussaat beginnt normalerweise im Mai auf einem Vorzugbeet. Sie kann jedoch auch erst im Juni stattfinden. Nach 4 bis 6 Wochen müssen die jungen Pflanzen pikiert werden und gelangen an ihren endgültigen Standort.

Dieser darf gerne schon von Salat als Vorkultur genutzt wurden sein. Immerhin hat der Salat meist den Platz komplett geräumt, wenn der Grünkohl kommt. Sollte dem nicht so sein, verträgt sich das Gemüse dennoch miteinander.

Beim Pflanzen selber wird der Krauskohl gleich mit einem Abstand von 40 bis 50 cm in der Reihe auseinandergesetzt. Zwischen den Reihen sollten ebenso 50 cm liegen. Anschließend muss der Kohl regelmäßig gegossen und der Boden gehackt werden.

Im September empfiehlt es sich, einmal zu düngen. Des Weiteren sollte auf Krankheiten und Schädlinge geachtet werden.

Grünkohl wird nämlich oft von der weißen Fliege heimgesucht. Die weiße Fliege legt ihre Eier an der Blattunterseite ab. Die Larven dringen in das Blatt vor. Dabei hinterlassen sie klebrige Absonderungen, welche auf die unteren Blätter tropfen. Hierdurch kann es vermehrt zu Schwarzpilzen kommen. Außerdem vergilben die betroffenen Pflanzen und sterben allmählich ab.


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Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte nicht zu viel Stickstoff gegeben werden. Hinzukommend können junge Pflanzen vorab mit Vlies abgedeckt werden. Ist der Schädling erst einmal da, kann auch ein Gemisch aus Wasser und Rapsöl oder Wasser und Schmierseife hilfreich sein.

Grünkohl ernten und lagern

Die Erntezeit vom Grünkohl beginnt im Oktober. Hierbei werden die äußeren Blätter jeder Gemüsepflanze abgeschnitten oder abgebrochen. Die innere Substanz bleibt stehen, da die Pflanzen weiter wachsen. Erst wenn es zu kalt wird, lässt das Wachstum nach. Dennoch kann der Grünkohl auch noch im Winter beerntet werden.

Schließlich ist das Gemüse frosthart und sein Aroma nimmt durch die Kälte sogar noch zu. Nach der Ernte kann der Kohl einige Tage im Kühlschrank oder bei kühler Raumtemperatur (z. B.: im Keller) gelagert werden. Ebenso ist es möglich, ihn einzufrieren. Hierzu sollte er allerdings vorgegart sein, damit er wegen seines Volumens nicht zu viel Platz wegnimmt.

Was beinhaltet der Grünkohl? Wozu wird er verwendet?

Grünkohl ist eines der wertvollsten Wintergemüse. Er verfügt über die Vitamine: A, B1, B2, B3, B6, B9, C, E und K1. Außerdem enthält er Eisen, Calcium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Kalium sowie Zink. Nicht zu vergessen sind auch die Eiweiße.

Zu beachten gilt es, dass diese Kohlsorte einen erhöhten Nitratgehalt besitzt. Damit das Nitrat nicht in das ungesunde Nitrit umgewandelt wird, sollte der Grünkohl nicht längere Zeit im warmen oder lauwarmen Zustand verbringen.

Eher ist es ratsam, ihn schnell hinunterzukühlen. Spätestens in diesem Zusammenhang wird klar, dass der Grünkohl vor allem in der Küche seine Verwendung bekommt. Dort kann er geschmort mit Schmalz und Zwiebeln eine Beilage zu Räucherwurst, Bauchfleisch oder Kasseler sein. Genauso kann er verschieden zubereitet Nudeln oder Spätzle ergänzen.

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