Finnische Sauna

Dass die Sauna ihren Ursprung in Finnland hat, ist den meisten Menschen bekannt. Dennoch kennen nur die wenigsten davon die Unterschiede zwischen einer original finnischen Sauna und den hier verbreiteten Varianten. Warum die finnische Sauna so besonders und gesund für uns ist, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Skandinavische Saunakultur: Da zeichnet die original finnische Sauna aus

Finnische Sauna für's ganze Jahr
Finnische Sauna – Die Sauna für jedermann

Hierzulande sind duftende Aufgüsse in der Sauna gang und gäbe: Ätherische Öle machen einen Saunagang für viele Menschen erst zu einem richtig angenehmen Erlebnis.

Dennoch kommen diese in der original finnischen Sauna gar nicht vor. In dem skandinavischen Land schätzen sowohl junge als auch ältere Menschen die klassische Sauna aus Blockholz. Sie dient in erster Linie der körperlichen und geistigen Reinigung.

Der Saunagang hat in Finnland dabei schon beinahe etwas Rituelles: Ruhe, Entspannung und das bewusste Genießen der Hitze stehen dabei im Fokus – laute Gespräche sind in der Saunakabine absolut tabu.

Auch alkoholische Aufgüsse, wie sie in Deutschland oft mit Bier durchgeführt werden, gibt es in Finnland nicht. Dennoch gönnen sich viele Finnen nach dem Saunagang gerne ein kaltes Cidre.

In Finnland gilt eine Einladung in die Sauna als etwas sehr Ehrwürdiges und wird sogar unter Geschäftspartnern ausgesprochen. Daher sollten ausländische Besucher sich darüber im Klaren sein, dass eine allzu schnelle Absage oft wie mangelnde Wertschätzung aufgenommen wird.

In Finnland ist man beim Saunagang grundsätzlich unbekleidet. Sehr wichtige geschäftliche Entscheidungen werden daher eher bei einem formellen Meeting getroffen. Vielmehr dient der gemeinsame Saunagang dazu, das Eis zu brechen und eine persönliche Verbindung zwischen Menschen herzustellen.

Es ist in Finnland nicht unüblich, dass Firmen mit einer eigenen Sauna ausgestattet sind, in die sich die Mitarbeiter zwischendurch zurückziehen.

Pur und klassisch: Entspannen in einer finnischen Sauna

Hierzulande hat die Saunakultur beachtliche Ausmaße angenommen: Stimmungsvolle Musik, Farbwechselspiele und aromatische Düfte sorgen für viel Abwechslung beim Saunagang.

All dies ist in Finnland jedoch eher verpönt. Die finnische Sauna ist üblicherweise simpel, schnörkellos und oft noch nicht einmal gut beleuchtet. Musik ist tabu und auch Düfte sind die absolute Ausnahme.

Was jedoch viele Finnen schätzen, ist das intensive Aroma frischen Birkenholzes. Die Saunakabine besteht innen vollständig aus Holz, welches die Feuchtigkeit aufnehmen und anschließend wieder abgeben kann.

Der wichtigste Bestandteil der finnischen Sauna ist der Kiuas – dies ist der Saunaofen, welcher mit größeren Steinen bedeckt ist und den Raum bis auf maximal 105 °C aufheizt. Im Durchschnitt beträgt die Luftfeuchtigkeit in der Kabine zwischen 2 und 5 %. Erfolgt ein frischer Aufguss, erhöht sie sich für einige Minuten.

Wer jetzt schon die Vorzüge einer eigenen finnischen Sauna schätzen gelernt hat, kann sich im versierten Fachhandel http://www.finnland-sauna.de/sauna-modelle/ über passende Sauna-Modelle informieren. Aber wenn ich mir so eine Sauna „in’s Haus“ hole, ist saunieren denn wirklich so gesund?

Wie gesund ist der Besuch in einer finnischen Sauna?

Etwas, das in Finnlands Saunakultur einzigartig ist, ist die Verwendung von Birkenzweigen, die zu Sträußen zusammengebunden werden. Sie werden aber nicht etwa auf den Ofen gelegt, sondern zum Durchbluten der Haut genutzt.

Man schlägt damit sanft auf Beine und Arme, um die Blutzirkulation zu erhöhen, gleichzeitig verbreitet sich auf diese Weise das intensive Birkenaroma in der Kabine. Während in den Sommermonaten zumeist frische Birkenzweige mit Blättern zum Einsatz kommen, verwendet man im Winter eher getrocknetes Blattwerk.

Die Sträuße können in Finnland sogar im Fachhandel fertig gebunden erworben werden. Wichtig ist, die Birkenzweige vor der Nutzung in heißem Wasser einzulegen, damit sie etwas aufweichen und die Haut nicht verletzen. Das Birkenwasser sollte nicht einfach weggeschüttet werden: Es dient hinterher als aromatischer Aufguss für den Ofen.

Das Schwitzen bei den hohen Temperaturen bringt nicht nur das Herz-Kreislaufsystem in Schwung, sondern auch einen entschlackenden und entgiftenden Effekt mit sich. Schadstoffe werden einfacher über die Haut ausgeschieden, auch Talgreste und abgestorbene Hautschuppen können sich lösen. Nach dem Saunagang gönnt man dem Körper eine Ruhepause und duscht sich anschließend gründlich ab.

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