Alles über Fasching – wann, wie und warum feiern wir Karneval?

Die einen lieben die Zeit von Fasching oder Karneval, andere können damit einfach gar nichts anfangen und finden die Verkleidungen und feierwütigen Menschen auf den Straßen einfach nur peinlich.

Alle anderen lassen sich davon aber nicht aufhalten und genießen die Faschingszeit mit allem was dazu gehört. Und auch wenn viele Fasching eher zu einem Fest für Kinder machen, so gibt es dennoch viel Wissenswertes rund um Fasching wie wir es kennen.

Karneval und Fasching in Deutschland
Karneval und Fasching feiern

Wissen Sie denn zum Beispiel warum wir hierzulande überhaupt Fasching feiern? Woher kommt der Brauch, wann sind die nächsten Feiertage und wer schneidet wann und wem die Krawatte noch mal ab?

Für alle Faschingsmuffel hier noch mal zum Mitschreiben:

Auch wenn Sie in dieser Zeit eher an Weihnachten denken, so beginnt am Freitag den 11 November bereits die Faschingssaision. Allerdings wird kaum einer zu dieser Zeit an Fasching denken, immerhin steht nach nur wenigen Wochen Weihnachten vor der Tür. Vergessen wir das also.

Der Weiberfasching beginnt am unsinnigen Donnerstag, bzw. am lumpigen Donnerstag den 23 Februar 2017. Am 24. Februar 2017 folgt dann der rußige Freitag, Faschingssamstag und Faschingssonntag folgen und dann genießen wir den Rosenmontag am 27. Februar 2017. Mit dem Faschingsdienstag am 28. Februar endet dann der ganze Wahnsinn.

Wer feiert jetzt eigentlich was und wo ist der Unterschied zwischen Karneval und Fasching?

Ganz einfach, Karneval wird von den Rheinländern gefeiert, Fasching gehört den Bayern. Allerdings unterscheiden sich diese auch im Ablauf. Der unsinnige Donnerstag ist bei den Bayern bekannt und wird dort gerne auch Weiberfasching genannt. Der Donnerstag vor Aschermittwoch war der letzte Schlachttag vor der Fastenzeit, so dass hier noch einmal richtig zugeschlagen wurde. In Fragen veranstaltet man Umzüge und Straßenfastnachten, Kindergärten und Schulen haben geschlossen und der Rathausschlüssel wird den Narren übergeben. An Weiberfasching übernehmen dann die Frauen und schneiden dem Bürgermeister die Krawatte ab.

Mit Ruß und schwarzer Farbe soll man sich am rußigen Freitag blamieren, wobei dieser Brauch aus dem schwäbischen-alemannischen kommt und hier eigentlich kaum direkt vollzogen wird. Am rußigen Freitag wird zum letzten Mal Schmalzgebäck gebacken, danach wird der Ruß aus den Öfen geholt und den Leuten auf die Nase geschmiert.

Der Samstag gehört den Faschingskrampfen und den Schmalznudeln. Kulinarische Köstlichkeiten sind dann nämlich in der Fastenzeit verboten. Der Faschingssonntag wird in Bayern mit vielen Faschingsumzügen zelebriert. Jetzt wird richtig Stimmung gemacht, wobei in Würzburg eher der Rosenmontag der Festtag ist.

Der Rosenmontag ist übrigens auch als Blauer Montag bekannt, denn man machte nach der heftigen Feierrei am Faschingssonntag traditionell „blau“ und ging nicht zur Arbeit. Der Faschingsdienstag schließt den Fasching dann ab und wird auch Kehraus genannt. In Bayern wird damit der Fasching hinausgekehrt, bei öffentlichen Tanzveranstaltungen darf eine Stunde nicht getanzt werden, da der nächste Tag mit dem Aschermittwoch weiter geht.

Warum feiern die Menschen Fasching und was hat es mit den Verkleidungen auf sich?

Seit vielen Jahrhunderten sind rund um Fasching vor allem in Bayern und Franken, aber auch Köln, Mainz und Düsseldorf die Narren unterwegs. Die Wurzeln gehen dabei in die Antike zurück, wo man damals böse Geister vertreiben und den Göttern huldigen wollte.

Übrigens: Nach der 40-tägigen Fastenzeit feiern die Christen dann Ostern, dieses Jahr am Ostersonntag den 16. April.

Und: Fasching kommt aus dem althochdeutschen und dem Wort „Vaschang“, was Fastenschank bedeutet und auf gut Deutsch soviel heißt wie der letzte Ausschank alkoholischer Getränke vor der Fastenzeit. Daher also der viele Alkohol!

Gibt es Feiertage zu Fasching?

Leider gibt es in Bayern keine gesetzlichen Feiertage, der nächste findet erst wieder am Karfreitag den 14. April und dem Ostermontag den 17. April statt. Und dennoch zählt das Ende des Faschings zu den stillen Tagen in Bayern. An diesen Tagen sind öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen verboten.

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