Obst & Gemüse – Erbsen

Die Erbse ist eine Pflanzenart der Hülsenfrüchtler und gehört der Unterfamilie Schmetterlingsblütler an. Erbsen sind wichtige Nutzpflanzen und werden als Tierfutter oder Gemüse verwendet.

Der Anbau der Erbsen

Erbsen als heimisches Gemüse
Erbsen und Erbsenschoten

Das wichtigste Anbauland der Erbse ist Kanada. Hier werden rund ein Drittel von der Welternte gewonnen. Auch in Deutschland werden jedoch viele Tausend Hektar Land für die Erbsenzucht verwendet. Natürlich findet der Anbau nicht nur in der gewerblichen Landwirtschaft statt.

Hobbygärtner widmen sich genauso dem Anbauen von Erbsen. Diesbezüglich ist erwähnenswert, dass die Erbse eine gute Vorkultur ist. Schließlich ist sie mit der Bohne verwandt und daher eine Stickstoff bringende Pflanze.

Allerdings sollte die Erbse nicht vor oder nach anderem Gemüse der Hülsenfrüchtlerfamilie, Nachtschattengewächse und Zwiebelgewächse auf dem gleichen Beet angebaut werden. Viel mehr ist eine Mischkultur geeignet.

Die Samen werden dann im März oder April in die Erde gesteckt. Leichte Fröste von bis zu -5°C vertragen die Samen ohne Probleme. Eine Aussaat nach April bringt hingegen eine verringerte Ernte. Außerdem sollte der Abstand in der Reihe 3 bis 5 cm betragen. Die Tiefe wird mit 5 bis 10 cm empfohlen. 30 bis 40 cm sind wiederum zwischen den Reihen ratsam.

Sobald die Erbsensamen gesteckt sind, sind sie weiterhin gelegentlich zu gießen. Nach einiger Zeit erscheinen die ersten Jungpflanzen. Sie sollten etwas angehäufelt werden. Sorten, die etwas höher wachsen, muss mit Maschendraht oder Reisern eine Rankhilfe gegeben werden. Natürlich ist auch nun noch ein regelmäßiges Gießen von Nöten.

Ebenso kann ein Düngen mit etwas Kompost und Stickstoff hilfreich sein. Allerdings muss es nicht unbedingt vollzogen werden. Mitte Juni kommt es dann meist zur Ernte. Sind alle Erbsen abgeerntet, werden die Stängel und Blätter entfernt. Die Wurzeln bleiben im Erdboden. Sie sind eine Stickstoffquelle für die Nachkultur. Dies können besonders gut Wintersalate, Rosenkohl oder Steckrüben sein.

Damit es überhaupt zu der Ernte kommt, darf die Erbse jedoch von keinen Krankheiten oder Schädlingen vorab zerstört werden. Ein Schädling stellt nämlich schon sehr früh eine Gefahr dar. Gemeint ist die Taube. Tauben ernähren sich nämlich gerne von der Saat der Erbse. Damit sie diese nicht aus der Erde picken können, sollte ein Vogelnetz über das Beet gespannt werden. Es muss jedoch wieder entfernt werden, bevor sich die Pflanzen darinnen verranken.

Der nächste Schädling ist der Erbsenwickler. Er fliegt in der Zeit von Ende Mai bis Mitte Juni. Seine Eier legt er an der unteren Blattseite ab. Nachdem sich eine rund 10 cm lange und grüngelbe Raupe gebildet hat, dringt sie in die Hülsen der Gemüsepflanze ein. Dort verspeist sie die Kerne. Besonders bei trockenem und warmem Wetter ist der Befall groß.


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Mit einer wind-offenen Lage, dem Abdecken mit einem Gemüseschutznetz und einer Mischkultur mit Ringelblumen oder Möhren kann dem Erbsenwickler entgegengewirkt werden. Neben den Genannten kann eine Erbse außerdem Pilzerkrankungen ausgesetzt sein. Solche sind etwa Erbsenmehltau und Erbsenwelcke. Der Mehltau tritt vor allem auf, wenn das Wetter trocken und warm ist. So ist die Erbse besonders im Frühsommer gefährdet, von ihm befallen zu werden. Dann bildet sich auf den Blättern ein mehlartiger Belag. Folglich werden die Blätter grau-braun. Sie welken. Die Hülsen bekommen währenddessen eine bräunliche Sprenkelung. Befallene Pflanzen oder Pflanzenteile müssen entsorgt werden. Sie dürfen nicht auf den Kompost gelangen.

Ähnlich ist es mit der Erbsenwelke. Auch sie ist eine Pilzerkrankung an der Erbse. Allerdings wird sie durch feucht-warmes Wetter befördert. Erkrankte Pflanzen werden gelb-braun und welken. Im weiteren Verlauf wird der untere Bereich der Erbse braun bis schwarz. Spätestens jetzt müssen alle betroffenen Pflanzen samt Wurzel entfernt werden. Wie auch bei dem Erbsenmehltau darf die Entsorgung nicht auf den Kompost stattfinden. Viel mehr sollte die Biotonne oder der Restmüll gewählt werden. Außerdem wird empfohlen, auf dem gleichen Beet für die nächsten 5 bis 7 Jahre kein weiteres Gemüse der Kreuzblütlerfamilie anzubauen. Denn die Pilzsporen können sich jahrelang im Boden halten.

Erbsen ernten und lagern

Erbsen können im Juni geerntet werden. Die Ernte und die Lagerung sehen bei den verschiedenen Erbsensorten unterschiedlich aus. Zuckererbsen und Markerbsen werden des Öfteren durchgepflückt. Sie können 2 bis 3 Tage lang im Kühlschrank aufbewahrt werden. Genauso ist es möglich, sie einzugefrieren. Schalerbsen hingegen bleiben lange an den Pflanzen. Wenn die Hülsen komplett trocken sind, werden sie gepflückt. Es folgt nun ein Ausdreschen bzw. ein Auspalen von Hand. In den nächsten Tagen werden sie an der Luft nachgetrocknet. Sobald jede Erbse trocken ist, gelangt alles in einen luftigen Beutel. Dort kann das Gemüse über Jahre hinweg gelagert werden.

Was beinhaltet die Erbse? Wozu wird sie verwendet?

Die Erbse ist ein ballaststoffreiches Gemüse. Sie enthält 20 bis 25 % Eiweiß, 60 % Kohlenhydrate und gerade einmal 1 bis 3 % Fett. Weitere Inhaltstoffe sind unter anderem Vitamin B1, Vitamin B2, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Calcium, Zink, Kupfer, Mangan, Eisen viele essentielle Aminosäuren. Damit ist eine Erbse für Mensch und Tier sehr gesund.

So werden Erbsen als Futtermittel für Tiere eingesetzt. Auch Menschen verzehren die Erbse als ganze Hülse (bei der Zuckererbse). Dies geschieht etwa als Rohkost oder in Salaten. Ebenso können Zuckererbsen kurz gedünstet und mit anderem Gemüse serviert werden.

Markerbsen hingegen sind vor allem bei Kindern beliebt. Sie können direkt aus der Hülle gegessen werden. Gleichfalls schmecken sie am Salat oder an gekochten Gerichten. Wer lieber eine deftige Suppe mag, kann aus Schalerbsen auch eine Erbsensuppe machen. Das Gleiche gilt für das Erbsenpüree.

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