Obst & Gemüse – Chilischote

Die Chilischote gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ihre spezielle Gattung nennt sich Capsicum. Zu ihr zählt ebenso die Paprika, welche gleichfalls aus dem tropischen Mittelamerika stammt. Dort wächst Chili als Büsche, welche mehrere Jahre tragen.

Die Chilischote

Chilischote zum Würzen
Achtung jetzt wird es scharf – Die Chilischote

Mittlerweile wird die Chilischote auch in Mitteleuropa angebaut. Die wärme- und sonnenbedürftigen Chili-Büsche können hier jedoch nur einjährig verwendet werden. Dafür gibt es dennoch eine große Sortenauswahl. Denn Chili kann grün, gelb, orange, rot, lila, schokobraun, schwarz und weiß sein. Genauso sind lange oder lampionartige Formen möglich und die Größen können verschieden ausfallen.

Der Anbau der Chilischote

Mit etwas Kenntnis können Chilischoten in jedem Garten angebaut werden. Damit die Ernte auch rechtzeitig stattfinden kann, muss Chili jedoch schon im Februar ausgesät werden. Dies kann in einer Schale auf dem Fensterbrett oder im geheizten Gewächshaus geschehen.

Schließlich liegt die optimale Temperatur zum Keimen bei 25°C. Einige Zeit nach dem Aussäen lässt sich dann das erste Grün sehen. Sobald sich die ersten richtigen Blätter vom Chili (nach den Keimblättern), gebildet haben, können die Pflanzen pikiert werden. Die Töpfe sollten dabei einen Durchmesser von ungefähr 10 cm haben. Anderweitig muss das Gezogene eventuell etwas später nochmals umgetopft werden.

Chili benötigt auch nun noch eine ausreichend warme Temperatur sowie einen guten Lichteinfall. Um die Lichtverhältnisse zu verbessern, können Leuchtstoffröhrchen eine Hilfe sein. Hierfür sind diese mit wenigen Zentimetern Abstand unter Jungpflanzen anzubringen. Eingeschaltet werden, sollten sie nur tagsüber.

Nachts braucht Chili nämlich eine Ruhepause. Genauso wichtig ist es, die Chili-Pflanzen weder zu nass noch zu trocken zu halten. Ein sparsames Feuchten ist ausreichend. Wird so wie beschrieben verfahren, gabelt sich im Mai der Haupttrieb und es bildet sich die erste Blüte -die Königsblüte.

Diese sollte ausgebrochen werden, damit die Blütenbildung weiter angeregt und der Ernteertrag erhöht wird. Mitte Mai (wenn es keine Frostnächte mehr gibt), ist es möglich, Chili nach draußen oder richtig in das Gewächshaus zu pflanzen. Bei dem Anbau bringen Vlies- oder Folientunnel eine schnelle Wachstumsförderung. Chilischoten können jedoch ebenso in große Kübel gesetzt werden, welche zukünftig im Garten ihren Platz finden.

Der Pflanz- bzw. Standplatz darf richtig warm und sonnig sein. Jedes Jahr sollte er wechseln und nicht in der Nähe von weiteren Nachtschattengewächsen (Tomaten, Kartoffeln) liegen. Viel mehr ist eine Mischkultur wie Basilikum als Nachbar angebracht. Chili benötigt außerdem ausreichend Platz und einen kalihaltigen Boden. Bezüglich des Platzbedarfs rät sich aus dem Grund, bei einer Kübelbepflanzung, Gefäße von 5 Liter Fassungsvolumen zu benutzen. Auf dem Beet hingegen ist ein Abstand von 40 bis 50 cm zwischen den Pflanzen notwendig.

Wegen des Erdbodens ist Kompost als bester Grunddünger geeignet. Eine Handvoll Kompost, sollte ruhig auch der Kübelerde beigefügt werden. Im Laufe der Zeit kann es zu weiterem Düngen mit Stickstoff, Tomatendünger sowie der kalihaltigen Holzasche (aus Verbrennung von unbehandeltem Holz) kommen.


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Wer dies alles richtig macht, muss nun noch auf die Krankheiten und Schädlinge aufpassen. Bei Chili gibt es einen einzigen hauptsächlichen Schädling. Das sind die Blattläuse. Ihnen kann mit einer ordentlichen Stickstoffdüngung vorgesorgt werden. Befallen sie dennoch die Pflanzen, können sie nur durch Abseifen (mit Schmierseife), Abspritzen oder neemhaltige Mittel beseitigt werden.


Lexikon heimischer Gewürze


In freier Natur sucht vielleicht der Marienkäfer die Chilischoten heim. Er ist ein Nützling, da er sich von den Blattläusen ernährt. Auch kann beim Anbau auf dem Feld Brennnesseljauche oder Brennnesselauszug gesprüht werden. Andere (chemische) Möglichkeiten kommen nicht infrage, da die Chilischoten ansonsten später nicht mehr verzehrbar wären.

Im Herbst müssen die Chili-Pflanzen von Beet und Gewächshaus ausgegraben und entsorgt werden. Kübelpflanzen können vor dem Frost ins Haus z. B. in den Wintergarten kommen. So können dort noch einige Früchte reifen. Außerdem kann versucht werden, Chili drinnen überwintern zu lassen. Hierzu ist es nötig, sie stark herunterzuschneiden. Ihr Überwinterungsplatz sollte hell sein und etwa 15°C betragen. Sobald das Frühjahr beginnt, muss die Temperatur erhöht und zu düngen begonnen werden.

Die Chilischote ernten und lagern

Chilischoten werden von Mitte Juli bis Ende Oktober geerntet. Bei ihrer Reife sind die Früchte erst grün, dann gelb und zum Schluss rot. Mittlerweile gibt es allerdings auch noch andersfarbige Sorten. Das Aroma des letzten Reifegrades ist dabei immer am höchsten. Ist absehbar, dass es wegen der Witterung zu keinem weiteren Reifen kommt, kann Chili aber auch im grünen Zustand gegessen werden.

Selbstverständlich müssen Chilischoten nicht innerhalb kürzester Zeit aufgebraucht sein. Auch ein Einfrieren oder Trocknen ist möglich. Beim Trocknen ist jede Frucht aufzuschneiden und bei mindestens 30 Grad zu trocken. Später kann Chili weiterverwendet werden.

Was beinhaltet die Chilischote? Wozu wird sie verwendet?

Chili bzw. die Chilischote wird besonders von vielen Menschen wegen ihrer Schärfe gemocht. Andere hingegen vermeiden sie genau deswegen. Dabei ist Chili eine sehr gesunde Frucht. Sie enthält Eiweiß, Eisen, Kalzium, Phosphor, Natrium, Zink, Magnesium, Ballaststoffe und Kohlenhydrate.

Chili besitzt wenig Fett und kaum Zucker. Dafür ist sie reich an Kalium sowie den Vitaminen: A, B1, B2, B3, B6, B9, und C. Auch Vitamin E und Vitamin K sind gering in Chili enthalten.

Zudem gibt es für die Chilischote unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten. Die Schoten können zum einen roh verzehrt werden. Dies kann zerschnitten im Salat, aufs Brot oder gefüllt mit Hackfleisch bzw. Käse sein. „Anfänger“ sollten dabei, nur milde Sorten (bis zu Schärfegrad 3 von 10) zurückgreifen.

Es ist möglich, mit roher oder getrockneter Chili zu kochen. Chili kann nämlich Eintöpfen, Gulasch, Bohnengerichten und Gemüsepfannen beigefügt werden. Bei all dem ist jedoch nicht zu viel von der Schote zu verwenden. Denn schon durch eine einzige Chilischote kann das Essen ungenießbar werden.

Außerdem muss bei der Zubereitung besondere Acht gegeben werden. Grund dafür ist das Capsaicin, welches die Schärfe hervorruft. Es darf auf keinem Fall in die Augen oder andere Schleimhäute gelangen.

Somit sollten während der Verarbeitung der Chilischoten (von allen, die im raum sind) Handschuhe und eine Schutzbrille getragen werden. Wird Chili gemahlen, ist außerdem ein Atemschutz unabdingbar.

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