Obst & Gemüse – Blumenkohl

Blumenkohl ist auch bekannt als Käsekohl, Karfiol, Blütenkohl, Traubenkohl, Italienischer Kohl sowie Minarett-Kohl. Er gehört zur Familie der Kreuzblütler. Da der Blumenkohl recht bekömmlich ist, wird er gerne als Gemüse verzehrt. Seine hauptsächliche Erntezeit ist vom frühen Sommer bis zum November. Der Anbau kann in den heimischen Gärten erfolgen. Jedoch ist diese Gemüsepflanze in ihrer Kultur sehr anspruchsvoll.

Der Anbau von Blumenkohl

Blumenkohl
Wie sieht Blumenkohl aus –
Blumenkohl als Schonkost

Der Anbau von Blumenkohl kann auf Feldern oder in Gärten stattfinden. Wichtig ist ein guter humusreicher Erdboden sowie eine warme Lage in direkter Sonne. Genauso sollten die unterschiedlichsten Anbauzeiträume und deren entsprechende Sorten berücksichtigt werden. Denn wer im Juni mit der Ernte beginnen möchte, muss schon Ende Januar bis Anfang Februar die ersten Pflanzen im beheizten Gewächshaus aussäen.

Die Samen müssen dabei etwa 2 mm mit Erde bedeckt werden. Nach einigen Tagen sprießen die ersten Pflanzen hinaus. Sobald sich die ersten Blätter gebildet haben, erfolgt das Pikieren. Hierbei werden die Pflanzen in einen Abstand von 5 cm auseinandergesetzt.

Nach weiteren 6 Wochen können die Jungpflanzen hinausgesetzt werden. Ist dabei nicht genügend Platz für alle Pflanzen, werden nur die besten und größten hierfür ausgewählt. Beim Hinauspflanzen selber sollten die Blumenkohl-Pflänzchen in einen Abstand von rund 50×50 cm auseinander eingepflanzt werden.

Ebenso empfiehlt es sich, den Blumenkohl anfangs unter Vlies oder einer Lochfolie wachsen zu lassen. Sobald die Witterung immer besser wird, kann dies abgenommen werden. Außerdem darf nun das Düngen folgen. Da Blumenkohl ein Starkzehrer ist, eignet sich hierzu Stallmist oder Kompost. Auch Stickstoff kann drei bis viermal als Kopfdünger verabreicht werden. Allerdings sollte eine Woche vor der Ernte kein Düngen mehr erfolgen. Anderweitig könnte die Nitratanreicherung von dem Gemüse steigen.

Des Weiteren ist beim Anbau von Blumenkohl lockerer Erdboden wichtig. So ist ein regelmäßiges Hacken fast unumgänglich. Hierbei kann auch gleich sämtliches Unkraut entfernt werden. Ähnlich wichtig sieht es mit dem Gießen aus, damit das Gemüse keiner Wachstumsstockung unterlegen ist.

Durch direkte Sonneneinstrahlung (welche die Pflanzen aufgrund der Wärme benötigen), ergibt sich jedoch nicht nur die Trockenheit als Problem. Auch die getragenen Früchte neigen wegen der Sonne zu einem Vergilben. Um dies zu vermeiden, hilft es, die Blumen mit einem Blatt abzudecken.

Während nun der Blumenkohl so weiter wächst, muss immer wieder auf Krankheiten und Schädlinge achtgegeben werden. Ein häufiger Schädling ist der Kohlweißling, ein Schmetterling. Er legt seine Eier an der Unterseite der Blätter ab. Sobald die Raupen geschlüpft sind, laben sie sich an den Blättern. Um dies zu vermeiden, können die Eier zuvor einfach mit der Hand zerdrückt oder abgestreift werden.

Für Schmetterlingsliebhaber empfiehlt sich zu dem die rechtzeitige Anbringung eines Vogelschutznetzes. Dank ihm wird verhindert, dass es überhaupt zu einer Eierablage kommt.

Ein anderer Schädling ist die Kohlfliege. Sie kommt vor allem im Monat Juli vor. Genau wie der Kohlweißling legt sie ihre Eier an der Pflanze ab. Allerdings nimmt sie dafür nicht die Blätter, sondern bevorzugt den Wurzelhals. Nach dem Schlüpfen fressen ihre Maden dann an der Wurzel.


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Folglich kann der Blumenkohl so stark angegriffen werden, dass die Pflanze abstirbt. Damit die Eier nicht an den Wurzelhals gelegt werden, gibt es auch bei der Kohlfliege einige Möglichkeiten. Zum Beispiel kann Gesteinsmehl an den Hals der Pflanzenwurzel gestreut werden. Außerdem ist es möglich einen Kragen aus Pappe oder Kunststoff um die Hälse zu legen. Damit gelangen die Eier darauf und trocknen aus.

Wer von diesen Möglichkeiten nicht überzeugt ist, kann ebenso zu einem Netz (Gemüseschutznetz) greifen. Auf alle Fälle gilt es, befallene Pflanzen baldigst auszugraben und zu entsorgen. Die beiden genannten sind jedoch nicht die einzigen Schädlinge beim Anbau von Blumenkohl. Ebenso negative Auswirkung hat die Kohlhernie.

Die Kohlhernie ist eine Pflanzenkrankheit durch einen Einzeller.Sie führt zur Verdickung und Verformung der Pflanzenwurzel. Die Folge ist eine verringerte Aufnahmemöglichkeit an Wasser und Welke.


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Unter Umständen können die Gemüsepflanzen sogar eingehen. Spätestens nun sollte der betroffene Blumenkohl entsorgt werden, jedoch nicht auf den Kompost landen. Außerdem ist es angebracht, 7 oder mehr Jahre auf den Anbau von Blumenkohl oder anderen Kohlarten an den jeweiligen Ort zu verzichten. Denn die Pilzsporen in den Pflanzenresten als auch im Boden können jahrelang überleben.

Gelbe oder bräunliche Flecken des Blütenstandes sind hingegen weniger bedenklich. Ihre Ursache ist meist Sonneneinstrahlung. Ebenso können es Druckstellen oder eine unsachgemäße Lagerung im Anschluss der Ernte sein. Allerdings lässt bei solchem Blumenkohl die Qualität nach.

Die Ernte und die Lagerung von Blumenkohl

Geht bei dem Anbau vom Blumenkohl jedoch alles gut, kann er (abhängig von Sorte und Pflanzzeit) von März bis November geerntet werden. Bei weißen, gelben und violetten Sorten, sollte der Blütenstand bei der Ernte noch geschlossen sein. Sobald sich der Blütenstand gebildet hat, muss er aufgrund dessen des öfteren kontrolliert werden. Denn wenn sich die Blätter lockern, ist der Blumenkohl bereits überreif.

Nach der Ernte kann der Blumenkohl als Gemüse serviert werden. Auch eine vorübergehende Lagerung im Kühlschrank ist für einige Tage möglich. Für ein längeres Aufbewahren können die einzelnen Blumenkohlröschen genauso gut eingefroren werden.

Verwendung und Inhaltsstoffe

Der Blumenkohl findet seine Verwendung vor allem in der Küche. Das Gemüse ist leicht zu verdauen. So kann es gut in Krankenhäusern und Pflegeheimen als Schonkost angeboten werden. Darüber hinaus sind in ihm viele Vitamine z.B.: Vitamin C enthalten. Ebenso beinhaltet Blumenkohl Mineralstoffe und Senfölglykoside. Damit beugt er Infektionen und Entzündungen vor.

Weiterhin wirkt das Gemüse entwässernd und ist eine Vorbeuge für Darmkrebs. Damit sich die positiven Eigenschaften nicht verlieren, ist die richtige Zubereitung der Küche wichtig. Natürlich gibt es verschiedene Rezepte. Bei allen Verwendungen sollte jedoch beachtet werden, den Blumenkohl zuvor gründlich mit Wasser zu reinigen. Somit werden mögliche Insekten entfernt.

Damit auch die Kleinsten von ihnen nicht am Gemüse bleiben, sollte dieses vorab ruhig klein geschnitten werden. Anschließend kann der Blumenkohl je nach Rezept zu Blumenkohlgemüse, Blumenkohlcremesuppe, Blumenkohlschnitzel, Blumenkohlsalat und einigen Anderen zu bereitet werden.

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