Obst & Gemüse – Aubergine

Der Ursprung der Aubergine liegt wohl in einigen Gebieten Indiens und Chinas. Dort wird sie seit mehr als 4000 Jahren angebaut. Ihren Nutzen findet sie in diesen Ländern als Nahrung sowie Exportware. Schließlich wurden die Aubergine jahrelang tonnenweise von anderen Gebieten importiert. Bis heute hat sich dies nicht geändert.

Anbau und Herkunft der Aubergine

Aubergine als Gemüse
Auberginen

Mittlerweile werden nun auch Auberginen in Europa gezüchtet. Immer mehr Gärtner und Hobbygärtner widmen sich dem Anbau von diesem Gemüse. Damit die Zucht auch erfolgreich ist, braucht es etwas Glück und Geschick. Beachtet werden sollte, dass bereits im Frühjahr mit dem Ziehen der Jungpflanzen, begonnen werden sollte. Am Besten ist der Monat Februar hierfür geeignet.

Die Saatkörner der Aubergine werden nun für einige Stunden in Kamillentee oder Wasser gelegt. Nachdem sie gründlich eingeweicht sind, kommen sie rund 1 cm tief in Aussaat-Erde, welche fest angedrückt wird. Für die nächsten Wochen sollte der Behälter mit der Erde und den Saatkörnern an einen etwa 25° C warmen Platz stehen. Genauso ist ein regelmäßiges Gießen erforderlich.

Nach ungefähr 14 Tagen streifen die Keimlinge dann die Samenhülsen ab und kommen aus der Erde hinaus. Nach weiteren zwei oder drei Wochen sollten sich die ersten richtigen Blätter gebildet haben. Nun ist es Zeit die Jungpflanzen zu pikieren, sie also auseinander zu setzen. In den entsprechenden Töpfen bleibt das Gezüchtete für die nächsten zwei bis drei Monate.

Aubergine: Wann können die Pflanzen ins Freie gesetzt werden?

Erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai), können die Pflanzen der Aubergine in den Garten umgepflanzt werden. Wem es zu viel Aufwand bereitet, sich die Pflanzen selber zu ziehen, kann sich nun auch welche in der Gärtnerei oder im Baumarkt besorgen.

Beim Pflanzen in den Garten sollte jedoch auf alle Fälle darauf acht gegeben werden, dass der Standort für die Aubergine geschützt ist. Genauso möchte die Aubergine beim Anbau einen humusreichen Boden. Nicht weniger wichtig sind auch die „Nachbarn“ im Beet bzw. in den Beeten rund herum.

Damit eine Aubergine gut wachsen (und später auch tragen) kann, sollte sie nicht mit anderen Nachtschattengewächsen zusammen gepflanzt werden. Somit sind Tomaten und Paprika ungeeignete Nachbarn. Anderes Gemüse wie z. B. Salat oder Kohlrabi stellt jedoch kein Problem dar. Hinzukommend sollte genügend Platz vorhanden sein. 50 cm Abstand in der Reihe und 80 cm zwischen ihnen sind angebracht.

Bei kleinen Sorten können die Zwischenräume auch etwas geringer ausfallen. Ebenso brauchen sie im Verhältnis zu normalgroßen Sorten, keine Stütze. Bei Pflanzen einer normalgroßen Art ist diese jedoch unerlässlich, da die Gemüsepflanzen angebunden werden müssen.

Als Stütze hingegen kann ein einfacher Holzstock dienen, der gleich mit in die Erde gesteckt wird. Nun können die Auberginen wachsen. Irgendwann bilden sich die ersten Früchte. Für einen besseren Ernteertrag sollten diese vorzeitig ausgebrochen werden. Somit steht nämlich den Blättern der Aubergine mehr Kraft zur Verfügung, damit die Gemüsepflanze noch kräftiger werden kann.

Auch später sollte es beim Anbau hin und wieder zum Ausbrechen kommen. Dies ist immer dann, wenn mehr als zehn Stück der Aubergine im Begriff sind zu gedeihen. Natürlich wird die Anzahl der zu erntenden Früchte, damit geringer. Dafür werden in der Regel die anderen Früchte ein wenig größer.

Schädlinge und Krankheiten der Aubergine

Jedes Gemüse, so auch die Aubergine, kann bei ihrem Anbau von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Bei Aufzucht im Gewächshaus sind dies meist Spinnmilben. Ihnen kann mit Raubmilben entgegengewirkt werden.

Ein anderer Schädling für die Aubergine ist die weiße Fliege. Auch hier können Nützlinge helfen. Genauso kann ein Gemisch aus Wasser und Rapsöl (mischen 10:1) und etwas Spülmittel angefertigt werden. Sobald hiermit die Gemüsepflanzen eingesprüht sind, verschwinden bald die Schädlinge.


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Etwas schwieriger wird es beim Kartoffelkäfer. Gegen ihn kann nicht einfach die Pflanze eingesprüht werden und fertig. Viel mehr muss er per Hand vom Feld abgelesen werden.

Neben den Schädlingen können Aubergin-Pflanzen aber auch anderweitig krank werden. Oft tritt nämlich der Grauschimmel auf. Sobald die Blätter befallen sind, sollten sie gleich ausgebrochen werden. Sie dürfen außerdem nicht auf den Kompost landen. Anderweitig können sich die Schimmelsporen auf den Kompost übertragen und die neue Erde verunreinigen. Damit die Wahrscheinlichkeit des Schimmels verringert wird, kann zu dem auf eine hohe Düngung mit Stickstoff vermieden werden.

Aubergine ernten

Wer beim Anbau sämtliche Hinweise berücksichtigt, kann später das Gemüse ernten. Um genau zu sein, ist eine Aubergine dann reif, wenn sie einen gewissen Weichegrad erhalten hat. Auch sollte die Schale leicht nachgiebig sein, sobald sie etwas gedrückt wird. Bezüglich des Fruchtfleisches ist dies zum richtigen Erntezeitpunkt nicht mehr grünlich.

Die Kerne hingegen erscheinen weiß oder gering gefärbt. Eine Braunfärbung deutet auf eine Überreife der Aubergine hin. Genauso ist es, wenn das Fruchtfleisch wattig und weich ist. Überreifer Ernteertrag ist nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Das Gleiche gilt bei Unreife, wegen des erhöhten Solaningehalts. Jedoch können zu früh geerntet Auberginen noch geringfügig nachreifen. Dazu müssen sie warm und zugedeckt gelagert werden. Eine reife Aubergine hingegen ist im Kühlschrank gut aufgehoben. Dort hält sie sich bis zu einer Woche.


Grundlagen der mediterranen Küche


Verwendung der Aubergine

Die Aubergine findet seit jeher ihre Verwendung in der Küche. Früher wurde sie vor der Zubereitung in Scheiben geschnitten und mit etwas Salz versehen. Nach ungefähr einer halben Stunde hatte dieses sämtliche Bitterstoffe auf dem Gemüse herausgezogen und es wurde wieder abgewaschen.

Bei den heutigen Sorten sind diese Bitterstoffe jedoch größtenteils weggezüchtet. Somit ist der genannte Prozess nun nicht mehr nötig. Viel mehr kann die Aubergine gleich laut Rezept verwendet werden. Auch hier hat sich einiges getan.

Gab es vor einiger Zeit nur wenige Rezeptvorschläge, existieren heute die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Die meisten Rezepte mit der Aubergine gehen auf die mediterrane, türkische oder orientalische Küche zurück.

So ist etwa „İmam bayıldı“ ein beliebtes Gericht in der Türkei. Hier wird die Aubergine mit Tomaten und Zwiebeln gefüllt und geschmort.

Moussaka dagegen stammt aus Griechenland. Es werden hierfür Scheiben der Aubergine und der Kartoffel angebraten. Zur gleichen Zeit wird Lamm- oder Rinderhackfleisch scharf mit zerkleinerter Zwiebel gebraten. Danach kommen frische Tomaten bzw. Tomatensoße hinzu. Anschließend werden das Gemüse und die Hackfleisch-Soße immer abwechselnd in eine Auflaufform geschichtet. Dabei wird mit den Auberginen und Kartoffeln begonnen. Den oberen Abschluss bildet eine Mischung aus Ei, Milch und geriebener Käse. Der zubereitete Auflauf muss nun eine halbe Stunde abgedeckt und folgend 15 Minuten unabgedeckt im Ofen bei etwa 180° backen.

Weitere Möglichkeiten der Verwendung der Aubergine bietet außerdem der Orient. Hier wird meist Paste oder Püree hergestellt. Beides eignet sich gut als Vorspeise im Sommer. Schließlich kann der Püree kalt zu Salat und Weißbrot verzehrt werden.

Für die Herstellung, sind die Auberginen als Erstes zu garen. Dies geschieht anfangs als ganzes Stück im Backofen. Die Dauer beträgt 30 Minuten. Damit während dessen keine Aubergine platzt, können vorab mit Gabel oder Messer einige Löcher eingestochen werden. Nachdem alles aus dem Ofen herausgenommen ist, muss das Gemüse abkühlen. Im nächsten Schritt wird die Schale abgezogen.

Nun erfolgt das Kleinschneiden des Fruchtfleisches, welches mit gepressten Knoblauch, Pfeffer, Salz, Olivenöl sowie Zitronensaft vermischt und gleich darauf mit einer Gabel zerdrückt wird. Schon ist der Auberginenpüree beendet.
Nicht viel aufwendiger sind desweiteren Rezepte wie: Ratatouille (aus dem Mittelmeerraum), Melanzane alla Parmigiana (Italien) und Melanzane ripiene (Italien). Genauso gibt es verschiedene Grill-Varianten.

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