Obst & Gemüse – Ackerbohne

Die Ackerbohne ist eine Pflanzenart der Schmetterlingsblütler, welche wiederum zur Familie von den Hülsenfrüchtlern gehört. Im Gegensatz zur Gartenbohne (Gattung: Phaseolus) gehört die Ackerbohne der Gattung der Wicken an.

Außerdem ist die Nutzpflanze auch unter den Namen Saubohne, Schweinsbohne, Dicke Bohne, Große Bohne, Favabohne, Viehbohne, Pferdebohne, Faberbohne und Puffbohne bekannt.

Der Anbau der Ackerbohne

Ackerbohne / Dicke Bohne
Ackerbohne / Dicke Bohne

Mit dem Anbau der Ackerbohne kann frühzeitig begonnen werden. Denn die Ackerbohne ist äußerst frostresistent. Für die Aussaat genügt ihr eine Bodentemperatur von 2 bis 3 Grad bei frostlosem Boden.

Diese Bedingung ist meist schon im Februar gegeben. Darum müssen sie nicht vorgezüchtet werden. Ein vorheriges Ziehen wäre wegen der langen Pfahlwurzel darüber hinaus nicht sinnvoll.

Außerdem benötigen dicke Bohnen feuchte Böden und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zudem erzielen Ackerbohnen einen besseren Ertrag, wenn sie in vereinzelten Reihen gesät werden.

Der Abstand von Kern zu Kern kann dabei ruhig 10 bis 15 cm betragen. Die Saattiefe liegt bei 4 bis 6 cm. Als Nachbarn auf dem Beet können Frühkartoffeln, frühe Möhren oder Spinat infrage kommen.

Ackerbohnen sollten des Weiteren nur leicht mit Kompost gedüngt werden. Auf staubigen Erdboden ist eine gute Wässerung ratsam. Sobald jeder Ackerbohne etwas nach oben gewachsen ist, kann jeweils eine Stütze angebracht werden. Die Stützen schützen die jungen Pflanzen vor dem Umfallen.

Auch ein regelmäßiges Anhäufeln erhöht ihre Standfestigkeit. Bilden sich nach und nach die ersten Bohnen, müssen die Gemüsepflanzen erst einmal entspitzt werden. Dies bezweckt, dass mehr Energie für die Reifung der Kerne zur Verfügung steht. Hinzukommend verringert es die Gefahr von Blattläusen.


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Blattläuse, die schwarze Bohnenlaus, sind nämlich die größten Schädlinge der Ackerbohne. Sie verzehren am liebsten die Blätter junger Pflanzen. Ihnen kann vorgebeugt werden, in dem die Bohnen frühzeitig gezogen werden.

Haben die Schädlinge die Gemüsepflanzen schon befallen, sind Brennnesseljauche oder neemhaltige Mittel eine Lösung. Krank werden, kann eine Ackerbohne jedoch auch durch Schnecken. Hiergegen hilft das rechtzeitige Verbreiten von Schneckenkorn.

Wer die Chemie nicht bevorzugt, kann auch einen Schneckenzaun um die Bohnen herum aufstellen.

Die Ackerbohne ernten und lagern

Da die Ackerbohne bereits im Februar gezogen wird, kann die Ernte meist schon von Ende Mai bis Anfang August erfolgen. Geerntet werden die Hülsen. Anschließend werden die Samen herausgelöst oder samt Hülsen für einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt. Sie können auch eingekocht oder blanchiert werden. Die leeren Bohnenhülsen dürfen danach auf dem Kompost landen.

Sobald eine Ackerbohne komplett abgeerntet ist, wird ihr Kraut vom Beet entfernt. Die Wurzeln bleiben dabei im Boden. Sie verfügen über stickstoffproduzierende Knöllchenbakterien. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um Starkzehrer z. B.: Kohl als Nachfolgekultur anzupflanzen.

Was beinhaltet die Ackerbohne? Wozu wird sie verwendet?

In manchen Gärten wird die Ackerbohne als Futtermittel für Tiere angebaut. Hier werden die Samen und Hüllen verwendet. Doch auch für die menschliche Nahrung ist sie geeignet.

– Außer, wenn jemand von dem Enzymmangel Favismus betroffen ist. In diesem Fall ist Vorsicht geboten, da die Ackerbohne für solche Menschen giftig ist.-

Die Ackerbohne besitzt nämlich viel pflanzliches Eiweiß. Auch enthält sie Ballaststoffe sowie Vitamin: A, B1, B2 und C. Nicht zu vergessen sind auch ihr Eisen- und Kalziumgehalt. Für den Verzehr durch den Menschen werden die Bohnenhüllen nur bei jung geernteten Bohnen verwendet.

Viel mehr bekommen die Bohnensamen Gebrauch. Sie werden frisch oder getrocknet in der Küche zu verschiedenen Gerichten weiterverarbeitet.

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