Zitate & Sprüche Wilhelm Busch

Geschätzte Lesedauer 7 Minute(n)

Zitate und Sprüche von Wilhelm Busch

Heinrich Christian Wilhelm Busch, geboren am 15.4.1832 in Wiedensahl, verstorben am 9.1.1908 in Mechtshausen, ist einer der einflussreichsten humoristischsten Zeichner und Dichter Deutschlands.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen Max und Moritz, Die fromme Helene oder Plisch und Plum. Aus diesen Geschichten wurden Textpassagen wie „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“ zu festen Redewendungen der deutschen Sprache.

Zitate von Wilhelm Busch
Zitate, Sprüche und Weisheiten von Wilhelm Busch

Stöbern Sie in unserer Sammlung von Zitaten, Sprüchen und Weisheiten von Wilhelm Busch:

  • Alte Dummheiten treten uns früher oder später doch immer wieder auf die Hacken.
  • Beim Duett sind stets zu sehn zwei Mäuler, welche offen stehn.
  • Darf der Gebildete nicht mehr unbefangen übers Wetter reden?
  • Das Gute – dieser Satz steht fest – ist stets das Böse, was man läßt.
  • Dauerhaftem schlechtem Wetter mußt du mit Geduld begegnen. Mach‘ es wie die Schöppenstetter: Regnet es, so laß es regnen!
  • Den Lasterhaften tadelt oft, wer ihn beneidet.
  • Denen, die der Ruhe pflegen, kommen manche ungelegen.
  • Der Beste muß mitunter lügen. Zuweilen tut er’s mit Vergnügen.
  • Der Philosoph hat wie der Hausbesitzer immer Reparaturen.
  • Der Weise äußert sich vorsichtig, der Narr mit Bestimmtheit über das kommende Wetter.
  • Die erste Pflicht der Musensöhne ist, daß man sich ans Bier gewöhne.
  • Die Frage ist oft eine Mutter der Lüge.
  • Die Freude flieht auf allen Wegen; der Ärger kommt uns gern entgegen.
  • Die Welt ist groß, weil der Kopf so klein.
  • Die Welt ist wie Brei. Zieht man den Löffel heraus, und wär’s der größte, gleich klappt die Geschichte wieder zusammen, als ob gar nichts passiert wäre.
  • Die Welt, obgleich sie wunderlich, ist gut genug für dich und mich.
  • Doch schmerzlich denkt manch alter Knaster, der von vergangenen Zeiten träumt, an die Gelegenheit zum Laster, die er versäumt

Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie.

  • Dummheit, die man bei andern sieht, wirkt meist erhebend auf’s Gemüt.
  • Eifersucht ist Liebesneid.
  • Ein Buch, wenn es so zugeklappt daliegt, ist ein gebundenes, schlafendes, harmloses Tierchen, welches keinem was zuleide tut. Wer es nicht aufweckt, den gähnt es nicht an. Wer ihm die Nase nicht gerade zwischen die Kiefern steckt, den beißt es auch nicht.
  • Ein gutes Tier ist das Klavier, still, friedlich und bescheiden. Und muß dabei doch vielerlei erdulden und erleiden.
  • Ein Haar in der Suppe mißfällt uns sehr, selbst wenn es vom Haupt der Geliebten wär.
  • Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge.
  • Enthaltsamkeit ist das Vergnügen an Sachen, welche wir nicht kriegen.
  • Erquicklich ist die Mittagsruh, Nur kommt man oftmals nicht dazu.
  • Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör.
  • Es sitzt ein Vogel auf dem Leim, er flattert sehr und kann nicht heim. Ein schwarzer Kater schleicht herzu, die Krallen scharf, die Augen gluh. Am Baum hinauf und immer höher kommt er dem armen Vogel näher. Der Vogel denkt: Weil das so ist und weil mich doch der Kater frißt, so will ich keine Zeit verlieren, will noch ein wenig quinkelieren und lustig pfeifen wie zuvor. Der Vogel, scheint mir, hat Humor.
  • Fortuna lächelt, doch sie mag nur ungern voll beglücken. Schenkt sie uns einen Sommertag, so schenkt sie uns auch Mücken.
  • Frei ist der Anfang, und frei ist das Ende; was dazwischen liegt, ist notwendig.
  • Früher, da ich unerfahren und bescheidner war als heute. hatten meine höchste Achtung andre Leute. Später traf ich auf der Weide außer mir noch mehre Kälber, und nun schätz ich sozusagen erst mich selber.
  • Gedanken sind nicht stets parat. Man schreibt auch, wenn man keine hat.
  • Gehorchen wird jeder mit Genuß den Frauen, den hochgeschätzten; hingegen machen uns meist Verdruß die sonstigen Vorgesetzten.
  • Gewinn anderer wird fast wie Verlust empfunden.
  • Gewisse Dinge greift man so vergeblich mit Worten an wie Geister mit Waffen.
  • Glaube beruht auf Ursachen, nicht auf Gründen.
  • Glaubenssachen sind Liebessachen. Es gibt keine Gründe dafür oder dagegen.
  • Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch die Vernachlässigung kleiner Dinge.
  • Gott zieht an einer Hand, der Teufel an beiden Beinen.
  • Gute Tiere, spricht der Weise, mußt du züchten, mußt du kaufen, doch die Ratten und die Mäuse, kommen ganz von selbst gelaufen.
  • Gute Unterhaltung besteht nicht darin, daß man etwas Gescheites sagt, sondern daß man etwas Dummes anhören kann.
  • Hartnäckig weiter fließt die Zeit, die Zukunft wird Vergangenheit.
  • Hoch ist der Liebe süßer Traum, Erhaben über Zeit und Raum.
  • Ich bin Pessimist für die Gegenwart, aber Optimist für die Zukunft.
  • Ich habe nicht immer das Gefühl, als sei es gerade meine Pflicht und Schuldigkeit, dem Herrgott seine verpfuschte Welt wieder einzurenken.
  • Ich nahm die Wahrheit mal aufs Korn und auch die Lügenfinten. Die Lüge macht sich gut von vorn, die Wahrheit mehr von hinten!
  • In Ängsten findet manches statt, Was sonst nicht stattgefunden hat.
  • In der schönen Osterzeit Wenn die frommen Bäckersleut’ Viele süße Zuckersachen Backen und zurechtemachen Wünschten Max und Moritz auch Sich so etwas zum Gebrauch.
  • In des Dichters Herzen Brennen oft mehrere Kerzen.
  • Ist Leidenschaft das Wesen der Welt, so werden Schläge wohl mehr wirken als Worte.
  • Ja, selig ist der fromme Christ, wenn er nur gut bei Kasse ist.
  • Je älter man wird, je hastiger tritt sie einem auf die Hacken, die Zeit, die sogenannte.
  • Kaum hat mal einer ein Bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das.
  • Klatschen heißt: Anderer Leute Sünden beichten.
  • Laß ihn im Galoppe tollen, reite ruhig deinen Trab! Ein zu ungestümes Wollen wirft von selbst den Reiter ab.
  • Leben heißt ein Tyrann sein.
  • Lieben Sie das Ideale oder das Reale? Man lebt und hofft.
  • Mancher ertrinkt lieber, als daß er um Hilfe ruft.
  • Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden.
  • Musik ist angenehm zu hören, Doch ewig braucht sie nicht zu währen.
  • Musik wird oft nicht schön gefunden. weil sie stets mit Geräusch verbunden.
  • Mut und Wille ergeben manchmal Mutwillen.
  • Nichts, was war, wacht auf, wie es einstmals gewesen ist.
  • Niemand holt sein Wort wieder ein.
  • Nur was wir glauben, wissen wir gewiß.
  • O, hüte Dich vor allem Bösen! Es macht Pläsier, wenn man es ist, es macht Verdruß, wenn man’s gewesen.
  • Platonische Liebe kommt mir vor wie ein ewiges Zielen und Niemals-Losdrücken.
  • Prosit Neujahr! Ob gut, ob schlecht, wird später klar, doch bringt’s nur Gesundheit und fröhlichen Mut und Geld genug, dann ist’s schon gut.
  • Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben.
  • Sage nie: Dann soll’s geschehen! Öffne dir ein Hinterpförtchen durch „Vielleicht“, das nette Wörtchen, oder sag: „Ich will mal sehen! „
  • Scheint dir auch mal das Leben rauh, sei still und zage nicht, die Zeit, die alte Bügelfrau, macht alles wieder schlicht.
  • Schwäche ist mißtrauisch.
  • Sie hat nichts und du desgleichen, dennoch wollt ihr, wie ich sehe, zu dem Bund der heil’gen Ehe Euch bereits die Hände reichen. Kinder, seid ihr denn bei Sinnen? Überlegt euch das Kapitel! Ohne die gehör’gen Mittel soll man keinen Krieg beginnen.
  • Sie stritten sich beim Wein herum, was das nun wieder wäre: Das mit dem Darwin wär gar zu dumm und wider die menschliche Ehre. Sie tranken manchen Humpen aus, sie stolperten aus den Türen, sie grunzten vernehmlich und kamen nach Haus gekrochen auf allen vieren.
  • So geht es mit Tabak und Rum: Erst bist du froh, dann fällst du um.
  • Stets findet Überraschung statt / Da, wo man`s nicht erwartet hat.
  • Toleranz ist gut, aber nicht gegenüber Intoleranten.
  • Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein.
  • Und die Liebe per Distanz, kurz gesagt, missfällt mir ganz.

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.

  • Vor allem der Politikus gönnt sich der Rede Vollgenuss
  • Warum gleich lumpig einhergehen und es jedermann merken lassen, daß dir Bilanzen ein Defizit aufweisen?
  • Was hilft es dir, damit zu prahlen, daß du ein freies Menschenkind? Mußt du nicht pünktlich Steuern zahlen, obwohl sie dir zuwider sind?
  • Was man besonders gerne tut, Ist selten ganz besonders gut.
  • Welche Kraft kann einflußreicher, anspornender sein als die mütterliche Liebe, die sanfteste und zugleich unerschrockenste Kraft in der ganzen Naturordnung?
  • Wenigstens Selbstironie sollte der Sünder haben – also jedermann.
  • Wenn einer, der mit Mühe kaum, Gekrochen ist auf einen Baum, Schon meint, daß er ein Vogel wär, So irrt sich der.
  • Wer andern gar zu wenig traut, hat Angst an allen Ecken; wer gar zu viel auf andre baut, erwacht mit Schrecken. Es trennt sie nur ein leichter Zaun, die beiden Sorgengründer: Zuwenig und zuviel Vertraun sind Nachbarskinder.
  • Wer anders glaubt, ist schlecht, wer anders denkt, ist dumm.
  • Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut.
  • Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten.
  • Wer möchte diesen Erdenball noch fernerhin betreten, wenn wir Bewohner überall die Wahrheit sagen täten? Ihr hießet uns, wir hießen euch Spitzbuben und Halunken, wir sagten uns fatales Zeug, noch eh wir uns betrunken, und überall im weiten Land ein langbewährtes Mittel entsproßte aus der Menschenhand der treue Knotenkittel. Da lob‘ ich mir die Höflichkeit, das zierliche Betrügen: Du weißt Bescheid, ich weiß Bescheid, und allen macht’s Vergnügen.
  • Wer nicht auf gute Gründe hört, dem werde einfach zugekehrt die Seite, welche wir benützen, um drauf zu liegen und zu sitzen.
  • Wie klein ist das, was einer ist, wenn man´s mit seinem Dünkel mißt.
  • Wirklich, er war unentbehrlich! Überall, wo was geschah zu dem Wohle der Gemeinde, er war tätig, er war da. Schützenfest, Kasinobälle, Pferderennen, Preisgericht, Liedertafel, Spitzenprobe, ohne ihn, da ging es nicht. Ohne ihn war nichts zu machen, keine Stunde hatt‘ er frei. Gestern, als sie ihn begruben, war er richtig auch dabei.
  • Wo man am meisten drauf erpicht, gerade das bekommt man nicht.
  • Zuviel und zuwenig Vertrauen sind Nachbarskinder.

Gerne fügen wir unserer Sammlung weitere Zitate, Sprüche und Weisheiten von Wilhelm Busch bei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.