Zitate & Sprüche Theodor Fontane

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Zitate, Sprüche und Weisheiten von Theodor Fontane

Theodor Fontane – geboren am 30. Dezember 1819 in Neuruppin, verstorben am 20. September 1898 in Berlin – war ein deutscher Schriftsteller und gilt als bedeutendster deutschsprachiger Vertreter des Realismus. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Der Stechlin“, „Effi Briest“, „Irrungen, Wirrungen“ und „Unterm Birnbaum“.

Theodor Fontane
Zitate von Theodor Fontane

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  • Aber freilich die Bildung, die so viel kann, kann nicht alles, nicht das Letzte und das Höchste, und das fehlt uns.
  • Abschiedsworte müssen kurz sein wie Liebeserklärungen.
  • Aller Größe Keim, er heißt Enthaltsamkeit.
  • Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben.
  • Alles im Leben hat seinen Preis; auch die Dinge, von denen man sich einbildet, man kriegt sie geschenkt.
  • Am allerwenigsten muss man an den Charakteren herumbasteln wollen; es führt zu gar nichts, außer zu Verstimmung und Ärgernis.
  • Am Mute hängt der Erfolg.
  • Anstaunen ist auch eine Kunst. Es gehört etwas dazu, Großes als groß zu begreifen.
  • Ästhetische Vorschriften existieren für mich nicht. Was auf mich wirkt, wirkt.
  • Auflehnungen, die mehr sind als ein Putsch, mehr als ein frech vom Zaun gebrochenes Spiel, tragen die Gewähr des Sieges in sich, wenn nicht heute, so morgen.
  • Autodidakten übertreiben immer.
  • Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück.
  • Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser.
  • Das Entscheidende bleibt doch immer der Charakter, nicht der eitle, wohl aber der gute und ehrliche Glaube an uns selbst.
  • Das Glück, kein Reiter wird’s erjagen, es ist nicht dort und ist nicht hier. Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.
  • Das Haus, die Heimat, die Beschränkung, die sind das Glück und sind die Welt.
  • Das Leben gleicht einer Reise, Silvester einem Meilenstein.
  • Das Leben, Gott sei Dank, ist kein Tummelplatz großer Gefühle, sondern eine Alltagswohnstube, drin das so genannte Glück davon abhängt, ob man friert oder warm sitzt, ob der Ofen raucht oder guten Zug hat.

Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache.

  • Das Urteil eines feinfühlenden Laien ist immer wertvoll, das Urteil eines geschulten Ästheten meist absolut wertlos.
  • Das, was wir ein böses Gewissen nennen, ist immer ein gutes Gewissen. Es ist das Gute, was sich in uns erhebt und uns bei uns selber verklagt.
  • Der Bücher- und Literaturwurm, und wenn er noch so gut und noch so gescheit ist, ist doch immer nur eine Freude für sich selbst, für sich und eine Hand voll Menschen. Die Welt geht darüber weg und lacht dem Leben und der Schönheit zu.
  • Der ist in tiefster Seele treu, wer die Heimat liebt wie du.
  • Der Mut, den wir einzig und allein brauchen können, ist das Resultat der Liebe, der Pflicht, des Rechtsgefühls, der Begeisterung und der Ehre. Er ist nicht angeboren, sondern er wird, erwächst.
  • Der Zauber steckt immer im Detail.
  • Die Dinge beobachten gilt mir beinah mehr als sie besitzen, und so hat man schließlich seinen Glück- und Freudeertrag wie anscheinend Bevorzugtere.
  • Die Liebe lebt von liebenswürdigen Kleinigkeiten.
  • Die Not lehrt beten, sagt das Sprichwort, aber sie lehrt auch denken, und wer immer satt ist, der betet nicht viel und denkt nicht viel.
  • Die Talente sind oft gar nicht so ungleich, im Fleiß und im Charakter liegen die Unterschiede.
  • Die Tränen lassen nichts gewinnen, wer schaffen will, muss fröhlich sein.
  • Drei Viertel meiner ganzen literarischen Tätigkeit ist überhaupt Korrigieren und Feilen gewesen.
  • Ein bescheidenes Glück – die beste Form des Glückes.
  • Ein Gruß aus frischer Knabenkehle, ja mehr noch eines Kindes Lallen, kann leuchtender in deine Seele alsaller Weisen fallen.
  • Ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.
  • Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt, in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können.
  • Ein Stamm, der bestimmt ist, gradlinig aufzuwachsen, überwindet alle Irrungen nach rechts oder links und schießt, sich selbst überlassen, wieder nach oben.
  • Ein volles Behagen ist selten und kommt meist extra und wie von ungefähr; wo man drauf wartet, bleibt es fast immer aus.
  • Eine Frau, die nicht rätselhaft ist, ist keine.
  • Einekann die andere ausschließen. Wo die Bewährung der einen durch die Verletzung der anderen erkauft werden muß, da wird freilich immer ein bitterer Beigeschmack bleiben; aber gerade der, der diesen Beigeschmack am bittersten empfindet, wird aus den reinsten Beweggründen heraus gehandelt haben.
  • Erst unter Kuß und Spiel und Scherzen erkennst du ganz, was Leben heißt. O, lerne denken mit dem Herzen und lerne fühlen mit dem Geist!
  • Es gibt kein unbedingtes und ungetrübtes Glück, das länger als fünf Minuten dauert.
  • Es ist der Sinn der Ideale, daß sie nicht verwirklicht werden können.
  • Es ist doch furchtbar, gebildet zu sein. Wenn man nicht über eine gewisse Stufe hinauskommt, so ist es doch wirklich fast besser, man fängt gar nicht erst an zu klettern und zu steigen.
  • Es ist nicht schwer, in diesem Lande den Propheten zu spielen, aber es bereitet wenig Vergnügen.
  • Es kann die Ehre dieser Welt dir keine Ehre geben. Was dich in Wahrheit hebt und hält, muß in dir selber leben.
  • Es tut jeder gut, sich auf seine eigenen Beine zu stellen, diese Beine mögen sein, wie sie wollen.
  • Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf.
  • Geistreiche Menschen sind meistens arm an Gemüt.
  • Geizhälse: die Plage ihrer Zeitgenossen, aber das Entzücken ihrer Erben.
  • Gott, was ist Glück! Eine Grießsuppe, eine Schlafstelle und keine körperlichen Schmerzen – das ist schon viel.
  • Große Zeit ist es immer nur, wenn’s beinah schief geht, wenn man jeden Augenblick fürchten muß: Jetzt ist alles vorbei.
  • Halte dich still, halte dich stumm, nur nicht forschen: Warum? Warum? Nur nicht bittre Fragen tauschen, Antwort ist doch nur wie Meeresrauschen.
  • Haltet die Bösen immer voneinander getrennt. Die Sicherheit der Welt hängt davon ab.
  • Heldentum ist Ausnahmezustand und meist Produkt einer Zwangslage.
  • Herze, willst du ganz genesen, sei selber wahr, sei selber rein! Was wir in Welt und Menschen lesen, ist nur der eigne Widerschein.
  • Ich muß frische Luft haben, vielleicht erstes Zeichen von Hydropsie. Kann eigentlich Fremdwörter nicht leiden. Aber mitunter sind sie doch ein Segen. Wenn ich so zwischen Hydropsie und Wassersucht die Wahl habe, bin ich immer für Hydropsie. Wassersucht hat etwas so kolossal Anschauliches.
  • Ignorieren ist noch keine Toleranz.
  • In der Aufstellung unserer Grundsätze sind wir strenger als in ihrer Befolgung.
  • In der Bresche stehen und aushalten, bis man fällt, das ist das Beste.
  • Kummer, sei lahm! Sorge, sei blind! Es lebe das Geburtstagskind!
  • Leicht zu leben ohne Leichtsinn, heiter zu sein ohne Ausgelassenheit, Mut haben ohne Übermut; das ist die Kunst des Lebens.
  • Leichtes Leben verdirbt die Sitten, aber die Tugendkomödie verdirbt den ganzen Menschen.
  • Luft und Licht heilen, und Ruhe heilt, aber den besten Balsam spendet doch ein gütiges Herz.
  • Man kann seine an- und eingeborne Natur nicht ganz austreiben, aber man kann mit redlichem gutem Willen doch, Gott sei Dank, manches zustande bringen.

Man sieht nur das, was man weiß.

  • Manche Hähne glauben, daß die Sonne ihretwegen aufgeht.
  • Nachgiebigkeit gegen Unverschämtheit führt doch immer zuletzt zum Bruch, und es ist besser und anständiger, gleich zu brechen.
  • Nichts ist vorher zu berechnen, alles ist Glück, Bestimmung oder, anständiger ausgedrückt, Gottes Wille. Und dabei gibt es nichts Großes oder Kleines.
  • Nur die scharfe Zeichnung, die schon die Karikatur streift, macht eine Wirkung.
  • Nur in der Arbeit wohnt der Frieden, Und nur in der Mühe wohnt die Ruh!
  • Theodor Fontane
  • Über Plagiate sollte man sich nicht ärgern. Sie sind wahrscheinlich die aufrichtigsten aller Komplimente.
  • Übrigens darf ich bei allem Respekt vor meinem berühmten Hotel sagen, unberühmte sind meistens interessanter.
  • Und je freier man atmet, je mehr lebt man.
  • Uns gehört nur die Stunde. Und eine Stunde, wenn sie glücklich ist, ist viel.
  • Unsere Prinzipien dauern gerade so lange, bis sie mit unseren Leidenschaften oder Eitelkeiten in Konflikt kommen, und ziehen dann jedesmal den kürzeren.
  • Von vierzig bis fünfzig ist die beste Lebenszeit.
  • Wenn man älter wird, so lernt man eben einsehen, daß man von einem Menschen nicht alles verlangen kann und daß man zufrieden sein muß, wenn ein Weinstock Trauben trägt. In jüngeren Jahren verlangt man auch noch Erd- und Himbeeren dazu.
  • Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.
  • Wenn unsere märkischen Leute sich verheiraten, so reden sie nicht von Leidenschaft und Liebe, sie sagen nur: .,Ich muß doch meine Ordnung haben.“
  • Wer ängstlich abwägt, sagt gar nichts. Nur die scharfe Zeichnung, die schon die Karikatur streift, macht eine Wirkung.
  • Wer glücklich ist, sollte nicht noch glücklicher sein wollen.
  • Wer immer sparen will, der ist verloren, auch moralisch.
  • Wer mit 19 kein Revolutionär ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch ein Revolutionär ist, hat keinen
  • Wer rechnet, ist immer in Gefahr, sich zu verrechnen. Die dumme Kuh trifft immer das richtige Gras.
  • Wer reisen will, der muß zunächst Liebe zu Land und Leuten mitbringen, mindestens keine Voreingenommenheit. Er muß den guten Willen haben, das Gute zu finden, anstatt es durch kritische Vergleiche totzumachen.
  • Wer schaffen will, muß fröhlich sein.
  • Wer sich furchtsam zeigt, kriegt leicht einen Hieb; wer Mut hat, dem geht man aus dem Weg.
  • Wir hören gerne das Lob dessen, was uns verlorenging. Sonderbar, indem es uns das Gefühl des Verlustes steigert, tröstet es uns.
  • Wir kennen uns nie ganz, und über Nacht sind wir andre geworden, schlechter oder besser.
  • Wo Verstand befiehlt, ist der Gehorsam leicht.
  • Wo viel Geld ist, geht immer ein Gespenst um.
  • Wohl Keime wecken mag der Regen, der in die Scholle niederbricht, doch golden Korn und Erntesegen reift nur heran im Sonnenlicht.
  • Zuletzt ist jede Stelle gut, wenn man sie gut und treu ausfüllt.
  • Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist der Mut.

Gerne fügen wir weitere schöne Zitate, Sprüche und Weisheiten von Theodor Fontane zu unserer Sammlung hinzu.

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