Zitate & Sprüche von Novalis

Zitate, Sprüche und Weisheiten von Novalis

Novalis, geboren am 2.5.1772 und verstorben am 25.3.1801, geboren unter dem Namen Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, war ein deutscher Schriftsteller der Frühromantik .

Zitate von Novalis
Zitate von Novalis – Georg Philipp Friedrich von Hardenberg

Stöbern Sie in unserer Sammlung der schönsten Zitate, Sprüche und Weisheiten von Novalis:

  • Alle Romane, wo wahre Liebe vorkommt, sind Märchen – magische Begebenheiten.
  • Alle Wissenschaften sollen Mathematik werden. Die bisherige Mathematik ist nur die erste und leichteste Äußerung oder Offenbarung des wahrhaft wissenschaftlichen Geistes.
  • Aller innerer Sinn ist Sinn für Sinn.
  • Alles Mystische ist personell und mithin eine Elementarvariation des Weltalls.
  • Alles Schöne ist ein selbsterleuchtetes, vollendetes Individuum.
  • Alles zu beleben ist der Zweck des Lebens.
  • An die Geschichte verweise ich euch. Forscht in ihrem belehrenden Zusammenhang nach ähnlichen Zeitpunkten und lernt den Zauberstab der Analogie gebrauchen.
  • Arm wird der Bergmann geboren, und arm gehet er wieder dahin.
  • Auch der Zufall ist nicht unergründlich. Er hat seine Regelmäßigkeit.
  • Auf alles, was der Mensch vernimmt, muss er seine ungeteilte Aufmerksamkeit oder sein Ich richten.
  • Auf grünen Bergen wird geboren der Gott, der uns den Himmel bringt.
  • Auf Vergleichen, Gleichen läßt sich wohl alles Erkennen, Wissen zurückführen.
  • Aus Bequemlichkeit suchen wir nach Gesetzen.
  • Aus Kraftmangel scheint alle Unzufriedenheit und mancher andre Fehler zu entstehn.
  • Beten ist in der Religion, was Denken in der Philosophie ist.
  • Bildung des Geistes ist Mitbildung des Weltgeistes – und also Religion.
  • Bosheit ist nichts als eine Gemütskrankheit.
  • Das Bild ist ein ewiges Urbild, ein Teil der unbekannten heiligen Welt.
  • Das Denken ist nur ein Traum des Fühlens, ein erstorbenes Fühlen, ein blassgraues, schwaches Leben.
  • Das höchste Leben ist Mathematik.
  • Das Ich ist nichts anderes als Wollen und Vorstellen.
  • Das ist ein eigner Reiz der Republik, daß sich alles in ihr viel freier äußert. Tugenden und Laster, Sitten und Unarten, Geist und Dummheit, Talent und Ungeschicklichkeit treten viel stärker hervor, und so gleicht eine Republik dem tropischen Klima.
  • Das Kind ist eine sichtbar gewordene Liebe.
  • Das Leben eines gebildeten Menschen sollte mit Musik und Nicht-Musik schlechthin so abwechseln wie mit Schlaf und Wachen.
  • Das Leben soll kein uns gegebener, sondern ein von uns gemachter Roman sein.
  • Das Theater ist die tätige Reflexion des Menschen über sich selbst.
  • Der Entschluß zu philosophieren ist eine Aufforderung an das wirkliche Ich, daß es sich besinnen, erwachen und Geist sein solle.
  • Der frische Blick des Kindes ist überschwänglicher als die Ahnung des entschiedendsten Sehers.
  • Der Geist führt einen ewigen Selbstbeweis.
  • Der Grund aller Verkehrtheit in Gesinnungen und Meinungen ist Verwechslung des Zwecks mit dem Mittel.
  • Der Künstler steht auf dem Menschen wie die Statue auf dem Piedestal.
  • Der Liebe geht’s wie der Philosophie – sie ist und soll allen alles und jedes sein. Liebe ist also das Ich – das Ideal jeder Bestrebung.
  • Der Maler malt eigentlich mit dem Auge: Seine Kunst ist die Kunst, regelmäßig und schön zu sehen.
  • Der Mann darf das Sinnliche in vernünftiger Form, die Frau das Vernünftige in sinnlicher Form begehren. Das Beiwesen des Mannes ist das Hauptwesen der Frau.
  • Der Mann ist lyrisch, die Frau episch, die Ehe dramatisch.
  • Der Mensch ist eine Sonne. Seine Sinne sind seine Planeten.
  • Der Poet versteht die Natur besser als der wissenschaftliche Kopf.
  • Der Raum geht in die Zeit, wie der Körper in die Seele über.
  • Der Tod ist eine Selbstbesiegung, die, wie alle Selbstüberwindung, eine neue leichtere Existenz verschafft.
  • Der wahre Brief ist seiner Natur nach poetisch.
  • Der wahre Leser muss der erweiterte Autor sein.
  • Der Weg zur Ruhe geht durch das Gebiet der allumfassenden Tätigkeit.
  • Der Wein schlich zwischen den Schüsseln und Blumen umher, schüttelte seine goldenen Flügel und stellte bunte Tapeten zwischen die Welt und die Gäste.
  • Der Witz ist eine geistige Elektrizität. Dazu sind feste Körper nötig.
  • Die empfindsamen Romane gehören ins medizinische Fach zu den Krankheitsgeschichten.
  • Die Frauen sind ein liebliches Geheimnis: Nur verhüllt, nicht verschlossen.
  • Die höchste Aufgabe der Bildung ist, sich seines transzendentalen Selbst zu bemächtigen, das Ich seines Ichs zugleich zu sein.
  • Die individuelle Seele soll mit der Weltseele übereinstimmen.
  • Die Jungfrau ist ein ewiges, weibliches Kind. Ein Mädchen, das nicht mehr wahrhaftes Kind ist, ist nicht mehr Jungfrau.
  • Die Liebe hat von jeher Romane gespielt, oder die Kunst zu lieben ist immer romantisch gewesen.
  • Die Liebe ist das Amen des Universums.
  • Die Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte, das Amen des Universums.
  • Die Moralität des Weibes ist im Gefühl wie die des Mannes in der Vernunft begründet.
  • Die Philosophie ist eigentlich Heimweh, Trieb, überall zu Hause zu sein.
  • Die Synthese von Seele und Leib heißt Person. Die Person verhält sich zum Geist wie der Körper zur Seele. Sie zerfällt auch einst und geht in veredelter Gestalt wieder hervor.
  • Du weißt, geliebte Königin, Wie ich so ganz dein eigen bin. Hab‘ ich nicht schon seit langen Jahren Im Stillen deine Huld erfahren? Als ich kaum meiner noch bewusst, Sog ich schon Milch aus deiner sel’gen Brust.
  • Durch Betrogenwerden lernt man Betrügen, und wie bald ändert sich da nicht das Blatt, und der Meister wird Schüler seines Schülers.
  • Durch das Eigentum wird der Besitz veredelt, wie durch die Ehe der körperliche Genuß.
  • Durch Gebet erlangt man alles. Gebet ist eine universale Arznei.
  • Ein Charakter ist ein volkommen gebildeter Wille.
  • Ein Kind ist eine sichtbar gewordene Liebe.
  • Eine gemeinschaftlich genossne Jugend ist ein unzerreißliches Band.
  • Eine gewisse Einsamkeit scheint dem Gedeihen der höheren Sinne notwendig zu sein, und daher muss ein zu ausgebreiteter Umgang der Menschen miteinander manchen heiligen Keim ersticken.
  • Es gibt keine Religion, die nicht Christentum wäre.
  • Für das Lebendige ist kein Ersatz.
  • Ganz begreifen werden wir uns nie, aber wir werden und können uns weit mehr als begreifen.
  • Geduld ist zweierlei: Ruhige Ertragung des Mangels und ruhige Ertragung des Übermaßes.
  • Gelehrsamkeit entspricht dem Gedächtnis, Fähigkeit und Geschicklichkeit entsprechen dem Geist.
  • Genie ist das Vermögen, von eingebildeten Gegenständen wie von wirklichen zu handeln.
  • Glück ist Talent für die Historie, oder das Schicksal.
  • Hypothesen sind Netze; nur der wird fangen, der auswirft.
  • Idealist sein heißt Kraft haben für andere.
  • Idealist sein heißt, Kraft haben für andere.
  • In heiteren Seelen gibt es keinen Witz. Witz zeigt ein gestörtes Gleichgewicht an. Er ist die Folge der Störung und zugleich das Mittel der Herstellung.
  • Innigste Gemeinschaft aller Kenntnisse, scientifische Republik, ist der hohe Zweck der Gelehrten.
  • Je größer die Liebe, desto weiter und mannigfacher diese Welt.
  • Je länger der Mensch Kind bleibt, desto älter wird er.
  • Je mehr man lernt, nicht mehr in Augenblicken, sondern in Jahren zu leben, desto edler wird man.
  • Jede Neigung zu verschließen, hart und kalt zu sein wie Stein, schöne Augen nicht zu grüßen, fleißig und allein zu sein, keiner Bitte nachzugeben: Heißt das wohl ein Jugendleben?
  • Jede Stufe der Bildung fängt mit der Kindheit an. Daher ist der am meisten gebildete, irdische Mensch dem Kinde so ähnlich.
  • Jeder geliebte Gegenstand ist der Mittelpunkt eines Paradieses.
  • Jeder ist entsprossen aus einem uralten Königsstamm. Aber wie wenige tragen noch das Gepräge dieser Abkunft?
  • Jeder Staatsbürger ist ein Staatsbeamter.
  • Jedes Geschäft muss künstlerisch behandelt werden, wenn es sicher und dauernd und durchaus zweckmäßig gelingen soll.
  • Jedes Wort ist ein Wort der Beschwörung. Welcher Geist ruft, ein solcher erscheint.
  • Kinder sind Hoffnungen
  • Kraft ist die Materie der Stoffe. Seele ist die Kraft der Kräfte. Geist ist die Seele der Seelen. Gott ist der Geist der Geister.
  • Leidenschaftliche Wärme – leidenschaftliche Kälte.
  • Liebe ist der Grund der Möglichkeit der Magie.
  • Man ist allein mit allem, was man liebt.
  • Man muss sich mit Sprechen begnügen, wenn man nicht singen kann.
  • Man soll seine Steuern dem Staat zahlen, wie man seiner Geliebten einen Blumenstrauß schenkt.
  • Man sollte stolz auf den Schmerz sein. Jeder Schmerz ist eine Erinnerung unseres hohen Ranges.
  • Mathematik ist Religion. Die Mathematiker sind die einzig Glücklichen. Wer ein mathematisches Buch nicht mit Andacht ergreift und es wie Gottes Wort liest, der versteht es nicht.
  • Mensch werden ist eine Kunst.
  • Mit der Verheiratung ändert sich das System. Der Verheiratete verlangt Ordnung, Sicherheit, und Ruhe – er wünscht, als Familie, in einer Familie zu leben – in einem regelmäßigen Hauswesen – er sucht eine ächte Monarchie.
  • Mit Fleiß, mit Mut und festem Willen läßt jeder Wunsch sich endlich stillen.
  • Nachdenken enthält eine unerschöpfliche Quelle von Trost und Beruhigung.
  • Neigungen zu haben und sie zu beherrschen, ist rühmlicher, als Neigungen zu meiden.
  • Nur durch Bedürfnisse bin ich eingeschränkt – oder einschränkbar.
  • Nur ein Künstler kann den Sinn des Lebens erraten.
  • Reine Mathematik ist Religion.
  • Ruh‘ ist Göttern nur gegeben, ihnen ziemt der Überfluß. Doch für uns ist Handeln Leben.
  • Schicksal und sich schicken scheinen mir nicht ohne Bedeutung nahe verwandt. Wie wir uns schicken, so ist unser Schicksal.
  • Schlafen ist Verdauen der Sinneseindrücke. Träume sind Exkremente.
  • Spielen ist Experimentieren mit dem Zufall.
  • Sprechen und Hören ist Befruchten und Empfangen.
  • Tadle nichts Menschliches! Alles ist gut, nur nicht überall, nur nicht immer, nur nicht für alle.
  • Teufel und Gott sind die Extreme, aus denen der Mensch entsteht. Teufel ist die vernichtende, Gott die schaffende Kraft.
  • Toleranz und Freundschaft ist oft alles, und bei weitem das Wichtigste, was wir einander geben können.
  • Überhaupt können die Dichter nicht genug von den Musikern und Malern lernen.
  • Unser ganzes Leben ist Gottesdienst.
  • Unser Leben ist kein Traum – aber es soll und wird vielleicht einer werden.
  • Unter den Schriftstellern von Profession gibt es auffallend wenig liberale Menschen.
  • Verdanken die Menschen dem Adel nichts? Sind sie reif genug, den Adel zu entbehren?
  • Wahre Mitteilung findet nur unter Gleichgesinnten, Gleichdenkenden statt.
  • Wahrhafte Anarchie ist das Zeugungselement der Religion. Aus der Vernichtung alles Positiven hebt sie ihr glorreiches Haupt als neue Weltstifterin empor.
  • Wahrhaftig, das muss ein göttlicher Mann gewesen sein, der den Menschen zuerst die edle Kunst des Bergbaus gelehrt und in dem Schöße der Felsen dieses ernste Sinnbild des menschlichen Lebens verborgen hat.
  • Was ist eigentlich alt? Was ist jung? Jung, wo die Zukunft vorwaltet. Alt, wo die Vergangenheit die Übermacht hat.
  • Weisheit ist Harmonie.
  • Wenn die Theorie auf die Erfahrung warten sollte, käme sie nie zustande.
  • Wenn man einen Riesen sieht, so untersuche man erst den Stand der Sonne und gebe acht, ob es nicht der Schatten eines Pygmäen ist.
  • Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren Sind Schlüssel aller Kreaturen, Wenn die so singen, oder küssen Mehr als die Tiefgelehrten wissen Wenn sich die Welt ins freie Leben, Und in die Welt wird zurückbegeben, Wenn dann sich wieder Licht und Schatten Zu echter Klarheit wieder gatten Und man in Märchen und Gedichten Erkennt die wahren Weltgeschichten, Dann fliegt vor Einem geheimen Wort Das ganze verkehrte Wesen fort.
  • Wer die Wahrheit verrät, verrät sich selbst. Es ist hier nicht die Rede vom Lügen, sondern vom Handeln gegen Überzeugung.
  • Wir sind auf einer Mission: Zur Bildung der Erde sind wir berufen.
  • Wir sind dem Aufwachen nah, wenn wir träumen, dass wir träumen.
  • Wissenschaft ist nur eine Hälfte, Glauben ist die andere.
  • Wo ewige, unabänderliche Gesetze walten, da ist Altertum, Vergangenheit.
  • Wo Kinder sind, da ist ein goldenes Zeitalter.
  • Wo Phantasie und Urteilskraft sich berühren, entsteht Witz, wo sich Vernunft und Willkür paaren, Humor.
  • Wovon man spricht, das hat man nicht.
  • Zur Welt suchen wir den Entwurf – dieser Entwurf sind wir selbst.

Gerne fügen wir unserer Sammlung weitere schöne Zitate, Sprüche und Weisheiten von Novalis hinzu.

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