Zitate & Sprüche Kurt Tucholsky

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Zitate, Sprüche und Weisheiten von Kurt Tucholsky

Kurt Tucholsky – geboren am 9. Januar 1890 in Berlin und verstorben am 21. Dezember 1935 in Göteborg – war ein deutscher Schriftsteller, der auch unter dem Pseudonym „Kaspar Hauser“  publizierte. Kurt Tucholsky zählt zu den bedeutendsten Autoren der Weimarer Republik.

Kurt Tucholsky
Zitate, Sprüche und Weisheiten von Kurt Tucholsky

Stöbern Sie in unserer Sammlung der schönsten Zitate, Sprüche und Weisheiten von Kurt Tucholsky:

  • Aber wenn wir nicht mehr wollen: dann gibt es nie wieder Krieg!
  • Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.
  • Alte haben gewöhnlich vergessen, dass sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, dass sie alt sind, und Junge begreifen nie, dass sie alt werden können.
  • Das Ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet, ohne anderen zu nützen.
  • Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig.
  • Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur.
  • Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn’s ihm gut geht und eine, wenn’s ihm schlecht geht. Die letzte heißt Religion.
  • Der Mensch hat, neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören.
  • Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist.
  • Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.

Der Weise, der einmal begriffen hat, fragt nicht mehr. Warum? Er betrachtet nur noch das Wie.

  • Deutschland ist eine anatomische Merkwürdigkeit: Es schreibt mit der Linken und tut mit der Rechten.
  • Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb.
  • Die Deutschen haben zwar nicht das Pulver erfunden, wohl aber die Philosophie des Pulvers.
  • Die Gleichgültigkeit so vieler Menschen beruht auf ihrem Mangel an Phantasie.
  • Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.
  • Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das den Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber nichts dafür zu tun.
  • Die meisten Leute feiern Weihnachten, weil die meisten Leute Weihnachten feiern.
  • Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers.
  • Du brauchst nur zu lieben und alles ist Freude.
  • Ein Leser hats gut: er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.
  • Ein skeptischer Katholik ist mir lieber als ein gläubiger Atheist.
  • Eine dauernde Bindung zu einer Frau ist nur möglich, wenn man im Theater über dasselbe lacht. Wenn man gemeinsam schweigen kann. Wenn man gemeinsam trauert. Sonst geht es schief.
  • Einer hackt Holz und dreiunddreißig stehen herum. Die bilden die Zentrale.
  • Entwirf deinen Reiseplan im großen – und laß im einzelnen dich von der bunten Stunde treiben. Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an!
  • Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.
  • Erfahrungen vererben sich nicht – jeder muss sie allein machen.
  • Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben.
  • Es geht nirgends merkwürdiger zu als auf der Welt.
  • Es gibt Leute, die wollen lieber einen Stehplatz in der ersten Klasse als einen Sitzplatz in der dritten.
  • Es gibt nur eine Sorte Pazifismus: Den, der den Krieg mit allen Mitteln bekämpft. Ich sage: Mit allen, wobei also die ungesetzlichen eingeschlossen sind… Da lesen wir in der demokratischen Presse etwas von der Gefährdung des Wehrgedankens. Aber wir wollen ihn so gefährden, daß ihm die Luft ausgeht.
  • Es gibt vielerlei Lärme. Aber es gibt nur eine Stille.
  • Fang nie mit dem Anfang an, sondern immer drei Meilen vor dem Anfang!
  • Frauen: die Holzwolle in der Glaskiste des Lebens.
  • Gott erhalte uns die Freundschaft. Man möchte beinah glauben, man sei nicht allein.
  • Hauptsätze. Hauptsätze. Hauptsätze. Klare Disposition im Kopf – möglichst wenig auf dem Papier. Tatsachen oder Appell an das Gefühl. Schleuder oder Harfe. Ein Redner sei kein Lexikon. Das haben die Leute zu Hause. Der Ton einer einzelnen Sprechstimme ermüdet. Sprich nie länger als vierzig Minuten. Suche keine Effekte zu erzielen, die nicht in deinem Wesen liegen. Ein Podium ist eine unbarmherzige Sache – da steht der Mensch nackter als im Sonnenbad.

Laßt uns das Leben genießen, solange wir es nicht begreifen.

  • Liebe ist, wenn sie dir die Krümel aus dem Bett macht.
  • Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen.
  • Mensch: ein Lebewesen, das klopft, schlechte Musik macht und seinen Hund bellen lässt. Manchmal gibt er auch Ruhe, aber dann ist er tot.
  • Missionare müssen indianisch lernen – mit lateinisch bekehrt man keine Indianer.
  • Nähme man den Zeitungen den Fettdruck – um wieviel stiller wäre es auf dieser Welt!
  • Nur der Unbegabte stiehlt, der Kluge macht Geldgeschäfte.
  • Toleranz ist der Verdacht, dass der andere Recht hat.
  • Und wenn alles vorüber ist, wenn sich das alles totgelaufen hat, der Hordenwahnsinn, die Wonne, in Massen aufzutreten, in Massen zu brüllen und in Gruppen Fahnen zu schwenken, wenn diese Zeitkrankheit vergangen ist die niedrigen Eigenschaften des Men schen zu guten umlügt; wenn die Leute zwar nicht klüger, aber müde geworden sind; wenn alle Kämpfe um den Faschismus ausgekämpft und wenn die letzten freiheitlichen Emigranten dahingeschieden sind: Dann wird es eines Tages wieder sehr modern…
  • Wenn der Mensch fühlt, dass er nicht mehr hinten hoch kann, wird er fromm und weise; er verzichtet auf die sauren Trauben der Welt. Dieses nennt man innere Einkehr.
  • Wenn man einen Menschen richtig beurteilen will, so frage man sich immer: Möchtest du den zum Vorgesetzten haben?
  • Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut.
  • Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.
  • Wer die Enge seiner Heimat begreifen will, der reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.
  • Wer in einem blühenden Frauenkörper das Skelett zu sehen vermag, ist ein Philosoph.

Gerne fügen wir unserer Sammlung weitere schöne Zitate, Sprüche und Weisheiten von Kurt Tucholsky hinzu.

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