Zitate & Sprüche Bettina von Arnim

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Zitate und Sprüche von Bettina von Arnim

Bettina von Arnim – geboren am 4 April 1785 in Frankfurt am Main, verstorben am 20. Januar 1859 in Berlin – war eine bedeutende deutsche Schrifstellerin der Romantik.

Bettina von Arnim
Zitate von Bettina von Arnim

Ihre Bedeutung für die deutsche Literatur wird dadurch bestätigt, dass die Bundesrepublik Deutschland Bettina von Arnim im Profil auf der Banknote zu 5 Mark abbildete.

Zu ihren bedeutendsten Werken zählen „Goethe’s Briefwechsel mit einem Kinde“, „Clemens Brentano’s Frühlingskranz, aus Jugendbriefen ihm geflochten“, „Ilius Pamphilius und die Ambrosia“, „Dieses Buch gehört dem König“ sowie dessen dessen Fortsetzung „Gespräche mit Dämonen“.

Stöbern Sie in unserer Sammlung von Zitaten, Sprüche und Weisheiten von Bettina von Arnim:

  • Aber frei will ich sein und ganz mein, und was ich gebe, das soll mich nicht binden.
  • Ach, was nützt Erfahrung? Sie verführt nur dazu, daß die Leute mit Eigensinn an dem einmal Festgestellten hängen und durchaus sich nicht zugestehen, daß die Vernunft das Bessere oder das Wahre erfinde.
  • Ahnungen sind Regungen, die Flügel des Geistes höher zu heben.
  • Alle Disharmonie ist Unwahrheit.
  • Alle Schönheit ist eine Erkenntnis Deiner eignen Schönheit.
  • Aller Geist geht aus Selbstbeherrschung hervor.
  • Alles geschieht in der Welt der Poesie wegen, die Geschichte ist der allgemeinste Ausdruck dafür, das Schicksal führt das große Schauspiel auf.

Alles ist Geheimnis, die ganze Natur, ihr Zauber, die Liebe, ihre Beseligung, wie ihre Schmerzen.

  • Alles mag man fürchten, nur nicht, was man bekämpft.
  • Alles Sinnliche ist unverstanden, durch sein Verstehen wird es geistig.
  • Auch der sinnliche Schlaf soll so genossen werden, daß er ein geistiger Balsam ist.
  • Bist du allein mit dir, so bist du mit dem Genius.
  • Blumen sind die Liebesgedanken der Natur.
  • Da stehen wir an den unübersteiglichen Bergen, und doch: Da oben nur lernt man die Wollust des Atmens verstehen.
  • Das ganze Wirken der Natur ist nur ein Trieb, der Wahrheit nachzugehen.
  • Das Gemüt hat ohne Vertrauen ein hartes Los.
  • Das Leben will keine Zeit verlieren.
  • Das Sinnliche ist Symbol des Geistigen, ist Spiegel einer noch nicht in die geistige Erfahrung getretnen Wahrheit.
  • Das Unverhoffte, das Gefahrvolle, das Tollkühnste selbst kannst du wagen, das Mittelmäßige allein macht rettungslos elend.
  • Denken ist die Wege Gottes beschreiten – durch Denken gelangt man zu Gott.
  • Denken ist ein unmittelbares Nachahmen der Wahrheit.
  • Denken ist Liebkosen der göttlichen Weisheit.
  • Denn eine einzge Treue ist aller Liebe wert, und eine einzge Reue zerbricht das Richterschwert.
  • Der Geist braucht nicht zu denken und kann doch mächtig sein, bloß durch die Reinheit des Willens.
  • Der Geist ist Auge, je schärfer er sieht, je deutlicher wird die Ahnung.
  • Der Geist ist ein Zauberer, er kann alles!
  • Der Geist ist Kind hier auf Erden, drum hat die Liebe die süße, selige, kindliche Natur als Sprache für den Geist geschaffen.
  • Der Geist taucht unter in der Jugend als in einem Meer.
  • Der Genius allein kann die verletzte Unschuld herstellen.
  • Der Mensch ist nicht, er wird erst. Der Mensch ist noch nicht geboren, er keimt erst. Der Mensch ist noch im Mutterleib, und sein Denken ist schlafendes Saugen der unreifen Frucht.
  • Der reine Geist bildet sich einen reinen Leib im Wort, das ist die Schönheit der Poesie.

Der Schlüssel zum höheren Leben ist die Liebe.

  • Die echte Liebe empfindet den Geist auch im Leib, in der sinnlichen Schönheit.
  • Die Erkenntnis des Bösen ist ein Abwenden aus der Umarmung der idealischen Liebe.
  • Die ganze Natur ist nur Symbol des Geistes
  • Die Kunst ist auch Magie, sie beschwört auch den Geist in eine erhöhte sichtbare Erscheinung, und der Geist geht auch über die Schmerzensbrücke bis innerhalb des magischen Kreises.
  • Die Kunst ist der Spiegel der innersten Seele.
  • Die Liebe ist das geistige Auge, sie erkennt das Himmlische.
  • Die Liebe ist ein inniges Ineinandersein; ich bin nicht von dir getrennt, wenn es wahr ist, daß ich liebe.
  • Die Liebe ist eine Metamorphose der Gottheit.
  • Die Liebe trägt alles zum himmlischen Reich.
  • Die Menschenseele ist ein kleiner fliegender Samenstaub, der einen guten Boden sucht, um auch Charakter zu werden.
  • Die Natur ist die Sprache der Liebe, die Liebe spricht zur Kindheit durch die Natur.
  • Die Philosophie ist Symbol der Leidenschaft zwischen Gott und dem Menschen.
  • Die Schönheit ist Lebensnahrung der Seele.
  • Die Seele atmet durch den Geist, der Geist atmet durch die Inspiration, und die ist das Atmen der Gottheit.
  • Die Sehnsucht hat allemal recht, aber der Mensch verkennt sie oft.
  • Die Sünde spiegelt sich nicht im Auge des Geliebten.
  • Die Wahrheit hat keinen Leib, aber das sinnliche Leben ist die Spur ihres Wegs.

Die Wehmut ist der Spiegel des Glücks.

  • Diese treffliche Einsamkeit macht mich glücklich.
  • Du kannst den Geist nicht erzeugen. Du kannst ihn nur empfangen.
  • Du liebst in dem Geliebten nur den eignen Genius.
  • Ein jeder muß ein inneres Heiligtum haben, dem er schwört, und sich als Opfer in ihm unsterblich machen – denn Unsterblichkeit muß das Ziel sein.
  • Ein Stoßgebet in Not erhöht des Mannes Mut und stillt das Blut.
  • Ein Verstand, der die Füße in einem Sack von Vorurteilen stecken hat, der kann nicht nach dem Ziel laufen.
  • Eine Ehefrau ist die Hecke zwischen den kostbaren Blüten des männlichen Geistes und der Hitze und dem Staub der gemeinen alltäglichen Plackerei.
  • Einem Herzen voll Liebe ist nicht mehr zu helfen.
  • Erkenntnis, Offenbarung ist Samen eines höheren Lebens, das irdische Leben ist der Boden, in dem er eingestreut ist, im Sterben bricht die ganze Saat ans Licht.
  • Es gibt keine Weisheit, keine Erkenntnis des Wahren, die mehr will, als die Liebe zu ihr.
  • Es ist schöner zu knien, als sich herabzubeugen.
  • Finde dich, sei dir selber treu, lerne dich verstehen, folge deiner Stimme, nur so kannst du das Höchste erreichen.
  • Freundschaft ist aber gewiß eine der höchsten Seelenkräfte verzehrende Schmarotzerpflanze.
  • Für immer sucht vergebens, wer in seinem Herzen sucht.
  • Gebildete Menschen sind die witzloseste Erscheinung unter der Sonne.
  • Gedanken sind geistige Vögel
  • Gedanken sind in der geistigen Welt, was Empfindung in der sinnlichen Welt ist.
  • Geheimnis ist Instinkt der Phantasie
  • Geist im Geist ist unendlich, aber Geist in den Sinnen, im Gefühl ist Unendliches im Endlichen erfaßt.
  • Geist ist nicht allein Fassungsgabe, sondern auch Gefühl und Instinkt des Höheren, aus dem er seine Erscheinung, den Gedanken entwickelt.
  • Geist kann nur durch Offenbarung berührt werden oder vielmehr: alles wird zur Offenbarung an ihm.
  • Geistige Erfahrung ist gebornes Leben.
  • Genie ist der vorgreifende, wollustahnende, durstende Instinkt
  • Gerechtigkeit gegen alle bedeutet die wahre Liebe zu dem Einen.
  • Gott hat alles gemacht, und alles aus Weisheit und alle Weisheit für die Liebe, und doch sagen sie, ein Liebender sei toll!
  • Gott hat mich con amore geschaffen, wie sollte ich da im Mindesten mich gegen dieses con amore auflehnen. Gefällt es ihm, so gefall ich mir noch besser.
  • Halte alle Menschen, die du im Guten erfassen kannst, für ein von Gott anvertrautes Pfand in deinem Herzen. O lasse sie dir nicht mehr wegurteilen.
  • Ich bin ein Pfeil, so stolz flieg ich vom Bogen und so demütig fall ich zu deinen Füßen nieder.
  • Ich glaube, daß alle Ahnungen Spiegelungen der Wahrheit sind.
  • Ich selbst zu bleiben, das ist meines Lebens Gewinn.
  • Ich will geliebt sein oder ich will begriffen sein. Das ist eins.
  • In der Dunkelheit der Nacht so allein, da wird das Tiefste, was man will, recht deutlich!
  • Je leidenschaftlicher der Genius im Menschen, je mehr wird ihm Seligkeit Bedürfnis
  • Jede Kunst steht eigenmächtig da, den Tod zu verdrängen, den Menschen in den Himmel zu führen.
  • Jede Wahrheit buhlt um die Gunst des Menschengeistes.
  • Jeder echte Mensch bedarf der Schönheit als der einzigen Nahrung des Geistes.
  • Jeder echte Mensch ist Künstler, er sucht die Schönheit und sucht sie wiederzugeben, soweit er sie zu fassen vermag.
  • Jeder Lebenstrieb ist Schönheitstrieb.
  • Jeder Mensch hat ein Gewissen; es mahnt ihn, er soll nichts fürchten und soll nichts versäumen, was das Herz von ihm fordert.
  • Jeder strebt nach Jugend, weil das Bedürfnis des Geistes Entwicklung in der Liebe ist.
  • Jugend ist inniges, unzertrennliches Empfinden des eigenen Selbst.

Kein Werk ist zu niedrig, das aus Liebe getan wird.

  • Leben ist Schmerz
  • Liebe ist Erkenntnis, und die ist Besitz.
  • Man kann in der Liebe nicht untreu sein – außer ihr.
  • Man mag nur da guten Rat annehmen, wo er der eigenen Meinung nicht widerspricht.
  • Manche verbergen sich vor der Wahrheit wie vor einem Gläubiger, den man nicht bezahlen kann.
  • Menschenliebe ist nicht so vom Zaun zu brechen, auch sie erfordert Anstrengung.
  • Musik ist die Vermittlung des geistigen Lebens zum sinnlichen.
  • Nicht über den Augenblick soll man hinausdenken; aber in jedem einzelnen Moment soll man die Kraft zusammennehmen.
  • Nicht von der Gewohnheit abhängen!
  • Nichts Himmlisches geht vorüber, aber das Zeitliche geht vorüber am Himmlischen.
  • Nur der Geist kann von Sünden freimachen.
  • Nur der mit Leichtigkeit, mit Freude und Lust die Welt sich zu erhalten weiß, der hält sie fest.
  • Offenbarung des Geistes in den Sinnen ist die Kunst.
  • Offenbarung ist das einzige Bedürfnis des Geistes; denn das Höchste ist allemal das einzigste Bedürfnis.
  • Oft wird in der Ehe eine allzu große Mitgift zum Unheil.
  • Phantasie ist die freie Kunst der Wahrheit.
  • Revolutionen sind nicht Verbrechen, aber die Folgen davon.
  • Schmerz liegt in der Natur als der mächtige Übergang aus dem Nichts ins magische Leben.
  • Schönheit bildet sich in dem, der sie sucht und im Bild wiederzugeben sucht, und in dem, der sie erkennt und sich ihr gleichzubilden sehnt.
  • Schönheit ist Geist, der einen sinnlichen Leib hat.
  • Sehnsucht ist ein Beweis, daß der Geist eine höhere Seligkeit sucht.
  • Sehnsucht und Ahnung liegen ineinander, eins treibt das andre hervor.
  • Selbstdenken ist der höchste Mut.
  • Selbstvertrauen ist Vertrauen auf Gott: Er wird mich doch nicht stecken lassen.
  • Sind denn die Bäume auch so trostlos, so verzweiflungsvoll in ihrem Winter wie das Herz in seiner Verlassenheit?
  • Und das ist ja der Liebe einziger Bedarf, aufgenommen zu sein; und was nicht ihrer Empfängnis fähig ist, das ist auch nicht der Liebe Gegenstand.
  • Unendlich schön ist Eros und seine Schönheit durchleuchtet die Psyche wie das Licht die Rose.

Verstehen ist lieben; was wir nicht lieben, das verstehen wir nicht;
was wir nicht verstehen, ist nicht für uns da.

  • Von der Wissenschaft soll man sich Leben einhauchen lassen wie vom Geist der Natur, der Forschergeist im Busen des Menschen soll sie einsaugen, wie der Atem die Luft trinkt.
  • Wachsen ist das Gefühl, daß das Uranfänglichste zu seinem Ursprung in die Ewigkeit dringt.
  • Was der Geist nicht umfaßt, das macht ihn nicht glücklich
  • Was du weckst, das weckt dich wieder.
  • Was sollte bestehen, was nicht die Kraft dazu hat! Fort mit uns, wenn wir nicht würdig dieser stolzen Erde!
  • Was wir durch die Kunst erwerben, das ist von Gott.
  • Weisheit der Liebe gibt alles, sie lenkt die Phantasie im Reich der Träume und schenkt der Lippe die süße Frucht, die ihren Durst löscht, während die Unbegeisterten sich nach dem Boden umtun, dem sie den Samen anvertrauen möchten, aus dem ihr Glück reifen könnte, um das sie ihre Vorsicht betrügt.
  • Weisheit ist die Atmosphäre der Liebe, der Liebende atmet Weisheit, sie ist nicht außer ihm, nein, – sein Atem ist Weisheit, sein Blick, sein Gefühl, und dies bildet seinen Nimbus, der ihn absondert von allem, was nicht der Wille der Liebe ist, der Weisheit ist.
  • Wen das Unglück recht anbraust, den treibt’s nicht hin und her – es versteinert ihn, wie Niobe.
  • Wenn der Geist zur Musik wird, dann wird Philosophie zur Empfindung.
  • Wenn der Mensch nicht schon Seligkeit in sich hätte, könnte er nicht selig werden.
  • Wenn der Mensch nur erst so weit wär, seinem eigenen Genie zu trauen.
  • Wenn du liebst, dringst du ans Licht wie der Same, der in der Erde verborgen war.
  • Wenn Geister einander berühren, das ist göttliche Elektrizität.
  • Wer klagt, ist nicht unschuldig!
  • Wer sich nach ewiger Schönheit sehnt, der wird sie haben und genießen.
  • Wer sich nach Licht sehnt, ist nicht lichtlos, denn die Sehnsucht ist schon Licht.
  • Wer von selbst seinen Geist der Natur unterwirft, für den gibt es keinen Tod.
  • Wer wagt selbst zu denken, der wird auch selbst handeln.
  • Werden ist für das wirkliche Leben, Kraft fühlen und diese anwenden, und nicht bloß sich zum Helden träumen.
  • Wie weit geht Liebe? Sie entfaltet ihre Fahnen, sie erobert ihre Reiche; im Freudenjauchzen, im Siegestoben eilt sie mit, ihrem ewigen Erzeuger zu. So weit geht Liebe, daß sie eingeht, von wo sie ausgegangen ist.
  • Willst Du allein sein mit dem Geliebten, so sei allein mit Dir.
  • Wo sich Wahrheit der Phantasie und Wahrheit des Verstandes begegnet, da ist das höchste menschliche Gefühl, wir nennen das Religion.
  • Wo soll ich in der ereignisvollen Welt meinen Faden anknüpfen, wenn das einfachste gegen den Anstand ist! Wer hat diese Lügen gemacht?
  • Wo zwei ineinander übergehen, da hebt sich die Grenze des Endlichen zwischen ihnen auf.
  • Zu geistiger Offenbarung gehört der Wille, den Geist zu entfalten.
  • Zum Denken des wahren Geistes gehört die Unschuld.

Gerne fügen wir unserer Sammlung weitere schöne Zitate, Sprüche und Weisheiten von Bettina von Arnim hinzu.

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