Zeckenbiss – wie verhalte ich mich richtig?

Richtiges Verhalten nach einem Zeckenbiss

Zeckenbiss FSME Borreliose
Zeckenbiss FSME Borreliose – Was wir alle wissen müssen!

Zecken haben im Frühling Hochsaison. Gerade, wenn uns die ersten Sonnenstrahlen nach draußen locken, lauern die kleinen Plagen überall. Besonders gerne sitzen sie im Gras, an Farnen, in Sträuchern oder im Unterholz. Entgegen der landläufigen Meinung lassen sich Zecken nicht von den Bäumen fallen.

Selbst wenn man sich die Zecke nicht in der Natur holt, kann man trotzdem Opfer ihres Bisses werden. Haustiere, allen voran Hunde und Katzen, bringen die unliebsamen Gäste oft mit in die Wohnung. Es ist zwar eher die Ausnahme als die Regel, aber nicht selten streift man beim Streicheln des Tieres doch mal eine noch nicht festgebissene Zecke ab, die dann sich dann am eigenen Körper gütlich tut.

Wie kann man Zeckenbissen vorbeugen?

Ja, man kann. Aber nur bedingt. Am besten schützt man sich durch helle Kleidung, die den ganzen Körper verhüllt, das heißt langärmelige Hemden und Shirts sowie lange Hosen. Man selbst ist vernünftig genug, bei einem Waldspaziergang diese Dinge auch wirklich zu tragen, aber wie erklärt man das seinen Kindern? Endlich ist es warm und dann sollen sie lange Hosen anziehen? Dass Kinder sich daran halten, ohne zu diskutieren, ist nahezu utopisch.

Man kann sich in solchen Fällen, wenn man weiß, das Kind macht mit der Schulklasse einen Ausflug ins Grüne, mit Zeckensprays aushelfen. Allerdings ist die Wirksamkeit natürlich nicht garantiert, im besten Fall mögen die Tierchen den Duft nicht und suchen sich ein anderes Opfer. Daher ganz wichtig: Suchen Sie sich und Ihr Kind nach dem Ausflug am ganzen Körper ab.  Auch im Nacken, hinter den Ohren und unter den Achseln.

Ein Zeckenbiss tut zunächst nicht weh, deshalb bemerkt man ihn sonst erst sehr spät. Die jungen Nymphen – das sind noch sehr junge Zecken – sind zunächst auch so klein, dass man sie gerne übersieht. Eine ausgewachsene Zecke ist, sofern sie nicht getrunken hat, nur drei bis vier Millimeter groß.

Nützt es, sich gegen „Zecken“ impfen zu lassen?

Eine Impfung hilft nur gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis, das sogenannte FSME-Virus. Hier muss man aber rechtzeitig, am besten drei Monate vor Zeckenzeit-Beginn, mit der ersten Impfung beginnen. Früher gab es wenige Gebiete, in denen FSME vorkam und die Impfung wurde nur für Waldarbeiter empfohlen. Mittlerweile hat sich das Virus allerdings ausgebreitet und ist in großen Teilen von Bayern und Baden Württemberg aktiv. Generell gilt ganz Süddeutschland als FSME-Risikogebiet. Gegen die andere von Zecken übertragene Krankheit, die Borreliose, kann man leider nicht impfen, da hier Bakterien die Erreger sind und daher nur ein Antibiotikum hilft.

Einen Zeckenbiss richtig behandeln

Haben Sie eine Zecke entdeckt, sollten Sie sie so schnell wie möglich entfernen. Gerade die Gefahr, dass sich Borreliose überträgt, nimmt mit der Zeit zu, die die Zecke am Körper festgesaugt ist. Bei der FSME spielt die Dauer des Zeckenbisses hingegen gar keine Rolle. Im Übrigen ist der Schweregrad des Verlaufs der FSME bei Erwachsenen deutlich höher als bei Kindern, daher sollten Sie unbedingt auch an sich denken, wenn Sie einen Impftermin für Ihr Kind vereinbaren.

Hat man früher noch die Zecke mit Öl beträufelt, raten Ärzte jetzt hingegen davon ab. Besser ist es, sie einfach mit einer Pinzette herauszuziehen. Keine Sorge, falls nicht alle Teile der Zecke entfernt werden können. Gerade bei den kleinen Nymphen ist dies stets schwierig. Der Körper entsorgt diese Teile aber in der Regel nach ein paar Tagen von selbst, in dem er sie mit der Haut abstößt.

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