Wutanfall – Wut kontrollieren will gelernt sein

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5 Schritte zur Kontrolle Deiner Wut

Wie oft kam es vor, dass du die Kontrolle über dich selbst verloren hast? Wie oft bist du total ausgerastet, als die Wut dich übermannt hat? Wie oft hast du schon etwas gesagt, das dir im Nachhinein richtig leid tat?

Wutanfall bremsen
Tipps zur Kontrolle Deiner Wut

Ich denke, dass ist uns allen schon einmal passiert. Es liegt in der Natur der meisten Menschen. Jeder von uns geht mit Wut anders um, manche sind sehr emotional, andere schlagen gegen die Wand und wieder andere verlassen den Raum und flüchten aus der Situation.

Der Hauptunterschied zwischen diesen Menschen und mir ist, dass ich gelernt habe die Wut zu kontrollieren und mich nicht von der Wut kontrollieren zu lassen!

Es ist nicht so einfach die Kontrolle über die Wut zu gewinnen, besonders wenn man sich in neuen ungewohnten Situationen wieder findet. Schnell artet eine Provokation aus und man reagiert, wie man eben reagiert – unkontrolliert.
Das ist auch erst mal in Ordnung so. Ich stelle hier 5 einfach Schritte vor, damit du beim nächsten mal besser reagieren kannst und die Kontrolle nicht verlierst.

5 einfache Schritte zur Kontrolle

Schritt 1: Was machst dich so wütend

Beginne damit herauszufinden was dich eigentlich zum Kochen bringt. Erinnere dich an die letzte Situation, in der du richtig wütend warst.
Was hast du gefühlt und warum? Was hättest du anders machen können, um die Situation zu entschärfen? Warum bist du in diese Situation gekommen?

Gehe diese Situation im Geiste erneut durch und atme ruhig und tief ein und aus. Was wäre anders gewesen, wenn du deiner Wut keinen freien lauf gelassen hättest. Versuche dir das mal vorzustellen.

Schritt 2: Bremse dich selbst

Im ersten Schritt hast du dir über die ein oder andere blöde Situation ja schon Gedanken gemacht. Du weißt, was dich wütend gemacht hat. Vielleicht bist du dir auch nicht sicher, aber das ist für den Anfang ok.

Falls eine ähnliche Situation auftaucht, denke daran wie du die Wut kontrollieren kannst.
Ist es der tägliche Stress mit deiner Schwester, die sich wieder mal deine Klamotten nimmt, ohne auch nur mal zu fragen?
Atme tief durch und rede mit ihr. Wenn das nichts hilft, schließe den Schrank einfach ab. Vergesse nicht, die Wut die in dir hochsteigt, mit tiefen Atemzügen zu kontrollieren. Diese fiesen kleinen Stimmen in deinem Kopf werden sich beruhigen und verstummen.
Es gibt unzählige andere Situationen, diese war nur ein Beispiel.

Schritt 3: Denke positiv – sehe positives

Es ist wichtig, positiv zu denken. Denkst du positiv, passieren dir positive Dinge. Man hört diesen abgedroschenen Spruch ständig. Das witzige daran ist aber, es funktioniert! Vielleicht nicht sofort am nächsten Tag, aber positive Dinge werden sich nach und nach einstellen.
Sage dir jeden Tag etwas positives. Sage dir z.B.: Ich finde meine Augen schön; Ich mag die Farbe von meinem Auto; Ich finde es toll, dass meine Mutter mir hilft.

Es ist ganz egal was man zu sich sagt, Hauptsache man sagt sich etwas schönes und positives. Man kann zu sich selbst auch folgendes sagen, wenn man in eine provokante Situation kommt: „Dieses Gefühl der Wut ist nur vorübergehend. Ich werde nichts machen, oder sagen, das ich später bereuen werde“

Schritt 4: Die Situation abschätzen

Bevor eine Situation eskaliert, kann man die Bremse kurz anziehen und überlegen, wer die treibende Kraft ist. Bin ich es selbst, der seiner Wut freien Lauf lässt, oder mein Gegenüber.

Wenn man selbst in der Lage ist, seine Wut zu kontrollieren, wirkt sich das auch auf andere aus. Bleibt man selbst ruhig und gelassen, animiert es denn anderen auch eher ruhig zu bleiben. Es gibt keinen Grund sich hochzuschaukeln.

Schritt 5: Arbeite immer weiter an dir selbst

Beobachte andere Menschen, wie sie sich im Streit verhalten. Was würdest du anders machen? Warum sind sie überhaupt in dieser Situation, und wer hat die Kontrolle verloren.

Jeder Mensch wird manchmal wütend. Das wichtigste ist aber, seine Wut zu kontrollieren und nicht geistlos drauf los zu stürmen.
Man wird immer wieder im Alltag mit Situationen konfrontiert, die einiges abverlangen.

Mit diesen 5 einfachen Schritten sollte es dir gelingen, an dir zu arbeiten und die Wut zu kontrollieren. Es lohnt sich nicht, sich über jede Kleinigkeit aufzuregen.

Und am Ende noch eine meiner Lebensweisheiten: Gewalt setzt immer da ein, wo das Gehirn aussetzt. Es lohnt sich, darüber mal nachzudenken.

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