Woher hat das Bonbon seinen Namen?

Das Bonbon: Die kleine Süßigkeit begleitet uns schon seit vielen Jahrtausenden. Wenn wir Bonbons langsam auf der Zunge zergehen lassen, weckt es nicht selten schöne Kindheitserinnerungen.

Das Bonbon: Eine köstlich süße Geschichte

Bonbons, woher stammt der Name
Leckere Karamell Bonbons

Dank intensiver Fruchtbestandteile oder pflanzlicher Extrakte verschafft es dem menschlichen Gaumen ein intensives Geschmackserlebnis. Die einen lieben Bonbons mit fruchtiger Füllung oder Honig, andere bevorzugen Kräuterbonbons.

Doch wer hat das Bonbon eigentlich erfunden? Fakt ist: Es waren nicht die Schweizer. Und wie schaffte es die süße Köstlichkeit zu einem derart großen Erfolg?

Woher stammt die Bezeichnung „Bonbon“ ?

Die Geschichte des Bonbons gleicht einer spannenden Abenteuerreise. Seinen Namen soll es von dem französischen König Henri IV erhalten haben. Dieser ließ einer Legende nach anlässlich seiner Hochzeit verschiedene Zuckerwaren an Kinder verteilen. Diese waren so begeistert davon, dass sie mehrfach „Bon!“ riefen, was (aus dem Französischen) übersetzt „Gut“ bedeutet. Einige riefen als Steigerung sogar „Bon! Bon!“, woraus der heutige Begriff Bonbon entstanden sein soll.

Die Erfinder der Bonbons waren nicht die Schweizer

Süßigkeiten, die dem heutigen Bonbon ähnelten, gab es aber schon viel früher. Schon im alten China, in Griechenland und im römischen Reich stellten die Menschen vor mehr als 1.000 Jahren Süßigkeiten aus Früchten und Blüten her, die mit Honig überzogen waren. Bereits im 7. Jahrhundert begannen die Araber damit, Fruchtbonbons aus Fruchtsaft und Zucker herzustellen. In Europa waren es zunächst die Apotheker, die den damals teuren Zucker mit Kräuterextrakten kombinierten und die ersten, handgefertigten Hustenbonbons herstellten.

Franz Stollwerck produzierte in seiner Bonbon-Fabrik 1841 die ersten Brustbonbons. Die als „Pflastersteine“ bekannten Bonbons schuf im Jahr 1849 Friedrich Gottlob Kayser. Noch heute stellt sein Sohn, Friedrich Kaiser, Begründer der ältesten Bonbon-Marke im deutschsprachigen Raum, die originalen „Brust Caramellen“ Bonbons her.

Im Zuge der industriellen Fertigung von Zucker entwickelte sich ein regelrechter Bonbon-Boom. Ab 1950 gab es immer mehr neue Sorten zu kaufen, die in den Fabriken produziert wurden, darunter Fruchtbonbons, Kräuterbonbons, gefüllte Bonbons, Toffees sowie weiche sahnige Karamellen.

Bonbons liegen nach wie vor im Trend

Bis heute hält der Erfolg der kleinen Süßigkeiten an. Dies liegt nicht nur an den Bonbons selbst, sondern auch an ihren Verpackungen, die den Ansprüchen der Kunden stets angepasst werden. Schon immer gaben sich die Bonbon-Hersteller große Mühe, die Bonbonbeutel und Dosen aufwändig zu gestalten, um den Inhalt ordentlich zu präsentieren. Zu den am häufigsten verwendeten Verpackungen zählen Beutel aus Plastik und Papier, Metalldosen sowie große und kleine Gläser. Einige der alten Verpackungen haben heute sogar großen Sammlerwert. Teilweise waren sie mit kleinen Geschichten und schönen Motiven versehen.

Im Laufe der Zeit ging der Trend immer mehr hin zu praktischen Verpackungen, die wiederverschließbar sind oder ein Sichtfenster besitzen, damit der süße Inhalt dem Betrachter sofort ins Auge fällt. Noch immer gibt es auch handgemachte Bonbons, die gern in Gläsern präsentiert werden.

Und welches Bonbon mochten Sie in Ihrer Kinderzeit ganz besonders?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.