Windeln wechseln – wie wickelt man richtig

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Junge oder unerfahrene Eltern haben anfangs nicht selten Probleme, wenn es ums Wickeln des neuen Familienmitgliedes geht. Angst davor oder Nervosität sind nicht nötig – vor allem, wenn man bedenkt, dass Nervosität und Stress sich durch den ständigen Körperkontakt beim Wickeln auf das Kind übertragen. Alles nicht nötig – ein paar Tipps sollen helfen!

Windeln wechseln ohne Stress!

Anleitung zum Windeln wechseln
Windeln wechseln – gewusst wie

Der Wickeltisch

Wie lange das Kind gewickelt werden muss, kann man vorab nicht sagen, aber auf ca. 2 Jahre sollte man sich einstellen. Daher soll der Wickelplatz zu Hause für längere Zeit eingerichtet werden. Was braucht man? Einen stabilen Tisch oder eine Kommode, eine weiche, leicht zu reinigende Unterlage und gegebenenfalls eine Wärmequelle.

Bei der Wickelunterlage sollte zudem darauf geachtet werden, dass sie leicht (ab)waschbar ist – aber das versteht sich fast von selbst ;-).

Wer seinem Kind hier etwas Gutes tun möchte, kann auch nach aktuellen Testsiegern Ausschau halten.

Zur Ablenkung kann über der Wickelauflage noch ein Mobile oder dergleichen befestigt werden. Ein separater Windeleimer sollte im Bestfall auch vorhanden sein, denn vom Wickeltisch sollten sich die Elternteile unter keinen Umständen entfernen (besonders, wenn das Baby beginnt sich zu drehen, muss immer eine Hand am Kind sein).

Windel, Puder & Co.

Wegwerfwindeln sind sehr beliebt, weil einfach in der Handhabe. Entscheidet man sich für Wegwerfwindeln, darf man (ausnahmsweise) der Werbung glauben: Höherpreisige Marken sind, was die Saugfähigkeit und Dichtheit betrifft, wirklich besser.

Allen voran kann hier die Marke mit dem großen „P“ am Anfang genannt werden. Das Sortiment ist sehr umfangreich sowie an die einzelnen Monate angepasst und an die Beweglichkeit des Kindes (Tipp: „New Baby“-Linie). Umweltschonender aber ein wenig aufwändiger sind Stoffwindeln. Nutzt man da den Windelservice ist man immer ausreichend mit frischen Windeln versorgt und spart sich das Waschen. Die Technik will allerdings gelernt sein und klappt erst nach längerem Üben.

Für den Schutz der empfindlichen Babyhaut vor Feuchtigkeit und eventueller Entzündungen empfiehlt sich die Verwendung von Wundschutzcremes. Hier kann man keine Empfehlungen für bestimmte Marken oder Produkte machen, am besten ausprobieren! Zeigt die Haut schon beginnende Entzündungsmerkmale sollte man auf Babypuder verzichten, denn es könnte die Hautreizung noch verstärken.

Wie wickelt man richtig?

Man bereitet die frische Windel, Waschlappen, Reinigungstücher, Cremes usw. griffbereit am Wickeltisch vor. Baby ausziehen und auf den Rücken legen, Windel entfernen und dann, je nach „Einlage“ das Kinderpopöchen reinigen.

Wichtig: den Intimbereich immer von vorne nach hinten reinigen, so vermeidet man das Eindringen von Darmkeimen in den Genitalbereich. Die Schamlippen bei Mädchen nur vorsichtig abtupfen, bei Buben die Falten des Skrotums feucht abwischen. Ist das geschehen, mit einem feuchten Waschlappen nachreinigen und anschließend mit einem weichen Tuch trockenwischen, denn Feuchtigkeit ist ein guter Nährboden für Keime aller Art. Jetzt nur noch ein wenig Creme auftragen, die Windel anlegen und das Baby wieder anziehen.

Ist Wickeln ein Stressfaktor?

Das Wickeln soll Kind und Eltern Spaß machen und keine lästige Routine darstellen. Während des gesamten Vorganges kann man zum Beispiel mit dem Kind reden, ihm ein Liedchen vorsingen oder das Kind mit der Cremetube, der frischen Windel oder einem anderen Gegenstand beschäftigen.

Die Reinigung soll nicht mechanisch erfolgen, man kann den Körperkontakt liebevoll gestalten und auch mal übers Bäuchlein streicheln oder die Schultern sanft massieren. Das Baby soll den Vorgang genießen und nicht als lästige Prozedur empfinden! Übermäßige Hektik und Stress übertragen sich leicht auf das Kind, deshalb sollten durch zärtliche Brührungen Ruhe und Schutz dem Kind suggeriert werden.

Auch Streit mit dem Partner und Diskussionen sollten dem Kind gegenüber vermieden werden, sonst kann es passieren, dass das Baby unterbewusst spürt, dass die Prozedur unangenehm ist. Wenn es dann später etwas größer und kräftiger ist, kann das Wickeln sehr anstrengend sein, wenn das Baby sind windet und weint. Deshalb gilt es von Beginn an eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen, die sowohl Kind als auch Eltern Sicherheit vermittelt.

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