Wie stellen Bienen Bienenwachs her?

Bienenwachs herstellen ist eine komplizierte Angelegenheit, zumindest was das Lebensalter der Bienen betrifft. Nur Arbeiterinnen, die zu dieser Zeit auch Baubienen genannt werden, stellen vom 14.-16. Tag ihres Lebens die schöne sechseckige Wabenstruktur aus Bienenwachs her.

Bienenwachs herstellen – das können nur Baubienen

Herstellung von Bienenwachs
Wie stellen Bienen Bienenwachs her?

Danach werden sie zur Wachbiene am Bau und später dürfen sie dann Nektar für den beliebten Honig sammeln.

Alles ist bei den Honigbienen streng organisiert. Im Übrigen ist so ein Bienenleben auch nach wenigen Wochen vorbei.

Daher ist auch die Zeit, Bienenwachs herzustellen, so knapp bemessen. Bienenwachs war im Mittelalter wertvoll und so kostbar, dass es sich nur Kirchen oder Adlige leisten konnten – schon damals nutze man es für Fackeln und Kerzen!

Wie stellen die Bienen Bienenwachs her?

Um Bienenwachs herzustellen, muss die Biene ihren Fettstoffwechsel erhöhen. Hierfür ist Zucker in rauen Mengen vonnöten, das geht natürlich an den Nahrungsvorrat der Tiere. Geschätzt müssen Bienen für die Herstellung von einem Kilo Bienenwachs die Menge an Nektar zu sich nehmen, die normalerweise für zehn Kilo Honig gereicht hätte.

Daher findet die Bienenwachsherstellung der Baubienen genau in die Zeit, in der ein großes Nahrungsangebot herrscht, nämlich von April bis Juli. Das Bienenwachs entsteht in den Drüsen der hinteren Bauchschuppen, davon haben Bienen je vier auf einer Seite. Diese Drüsen sind mit dem Fettkörper der Biene verbunden, dieser wiederum liefert die langkettigen Fettsäuren, die für die Herstellung der Waben unabdingbar sind.

Die kristallinen, sehr fragilen und durchscheinenden Plättchen, die so entstehen, werden von den Mundwerkzeugen der Biene aufgenommen und durchgeknetet. Durch den Bienenspeichel wird die Masse weich und verbaubar.

Interessant: Für ein Kilo Wachs werden über eine Million Plättchen benötigt. Außerdem hängt die Farbe des Wachses von den Pollen ab!

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