Wie kommen Streifen in die Zahnpasta?

Mama, wie kommen die Streifen in die Zahnpasta?

„Wie kommen eigentlich die Streifen in die Zahnpasta?“ Völlig fasziniert starrt meine Tochter auf die Zahnpasta auf ihrer Zahnbürste. Natürlich sieht diese aus wie immer, aber erst heute fällt meiner Tochter auf, dass es eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist, fünf so akkurate Streifen aus einer Tube zu pressen.

Zahnpasta mit Streifen
Wir kommen die Streifen in die Zahnpasta?

Ich überlege kurz und erinnere mich an eine bekannte Kindersendung, die meine Älteste einmal gesehen hat. Dort wurde genau erklärt, wie die Streifen in die Zahnpasta kommen.

Ich erkläre meiner jüngsten Tochter, dass eine Tube immer erst einmal gefüllt wird, und zwar von oben. Das bedeutet, die Tube ist an ihrem Ende offen. Jetzt kommt zuerst die farbige Paste (meist ist es dieselbe wie die weiße, nur eben gefärbt) in die Tube, sodass sie farbige Masse jetzt direkt am Tubenausgang sitzt. Danach wird die weiße Paste eingefüllt und die Tube maschinell verschlossen.

Natürlich ist in so einer Tube viel mehr weiße Pasta als rote oder grüne! „Aber wie kommen denn nun die Streifen in die Zahnpasta?“, fragte meine Tochter ungeduldig.

Das Geheimnis der Streifen in der Zahnpasta

Das Geheimnis der Streifen in der Zahnpasta liegt im Tubenausgang begründet. Hier gibt es nämlich ein Röhrchen, das relativ weit, bis zu zwei Zentimeter, ins Tubeninnere führt.

Durch den Druck auf die Tube wird jetzt nur weiße Paste durch das Röhrchen gepresst. Das Röhrchen hat in der unmittelbaren Nähe des Tubenausgangs allerdings weitere Öffnungen (meist sind es fünf), aus denen ganz zum Schluss die farbige Masse, die ja nur am Ausgang sitzt, dazu gepresst wird.

So entstehen die wunderschönen gleichmäßigen Streifen in der Zahnpasta.

Wer sich einmal gefragt hat, wie viel Zahncreme in einer Tube ist: Wenn man eine ganze Tube auspressen würde, hätte man eine Zahnpastawurst von ungefähr 2 Meter achtzig.

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