Insektenstichen vorbeugen

Insektenstichen mit ein paar Tricks vorbeugen

So schön der Sommer und Spätsommer auch ist, lästige Insekten bzw. Insektenstiche können einem die Stunden im Freien ganz schön vermiesen. Ob auf der Terrasse, im Schwimmbad, im Park oder Wald, Insekten sind überall zu Hause und die Gefahr, gestochen zu werden, ist allgegenwärtig.

Insektenstichen vorbeugen
Insektenstichen vorbeugen – Infos und Tipps

Es ist nicht nur die Tatsache, dass Insektenstiche einfach nur wehtun oder jucken, manche von den Tieren übertragen auch gefährliche Krankheiten. Und für einen Allergiker kann ein Insektenstich sogar tödlich sein.

Insektenstichen vorbeugen im Freien

Es gibt ein paar Tricks und Kniffe, die dabei helfen, Insektenstiche weitestgehend zu vermeiden. Auch Kinder sollten diese Regeln lernen und beherzigen, denn es trägt zu ihrer Sicherheit bei. Im Wald sollte man beispielsweise prinzipiell lange Kleidung tragen, um vor Zeckenbissen geschützt zu sein. Vor allem in den Gebieten, in denen FSME und Borreliose Hochkonjunktur haben. Beide Krankheiten werden von Zecken übertragen, allerdings kommt die Borreliose mittlerweile fast deutschlandweit vor, während FSME immer noch auf verschiedene Regionen begrenzt ist.

Durch dünne, aber lange Oberteile und Hosen macht man es den Zecken schwerer, sich einen Platz zum Festsaugen zu suchen. Sind die Kleider dann noch in heller Farbe, werden die Plagegeister gleich erkannt und können abgeklopft werden. Insektenstichen durch Bremsen und Stechmücken kann so auch vorgebeugt werden.

Übrigens gilt bei Zeckenbissen: vorsichtiges Entfernen des Tieres mit einer Pinzette oder Zeckenzange, im Idealfall ohne den Kopf abzureißen, was aber in der Praxis oft nicht klappt. Bleibt der Kopf stecken, sollte man einen Arzt auf den Biss sehen lassen, ebenso bei Rötungen rund um den Zeckenbiss!

Insektenstichen vorbeugen: Tipps für den Alltag

Draußen im Garten und auf der Terrasse ist es selbst im Spätsommer noch wunderschön. Leider finden das Wespe & Co auch. Um Insektenstichen vorzubeugen, sollte also tunlichst alles vermieden werden, was die Insekten anlockt. Decken Sie zum Beispiel immer die Getränke gut ab, so dass kein Tier hineinfällt und aus Versehen in den Mund gelangt.

Ein Insektenstich im Rachen ist nicht nur unangenehm, sondern kann durch Schwellungen schnell lebensbedrohlich werden. Tragen Sie auch am Abend (besonders an Seen und Flüssen) lange Kleidung, um Mücken- und Bremsenstiche zu vermeiden, und laufen Sie generell nicht barfuß über Wiesen und Grasflächen.

Hier lauert eine der größten Gefahren für Insektenstiche, da Bienen oft an Kleeblüten sitzen – und diese sind nun mal meist auf Grünflächen zu finden.

Insektenstiche zu Hause vermeiden

Insektenstiche kann man sich leider auch in den eigenen vier Wänden einhandeln. Wenn Sie zu Hause keine Fliegengitter besitzen, die lästige Insekten am Eindringen in die Wohnräume hindern, hilft ein kleiner Trick am Abend, um die Tiere wieder loszuwerden. Türen und Fenster öffnen, Licht ausschalten und eventuell draußen auf der Terrasse oder im Garten für eine Lichtquelle sorgen. Blitzschnell ist die Wohnung frei von Quälgeistern.

Falls es doch einmal zu einem Insektenstich kommt, hilft vor allem eins: kühlen, kühlen, kühlen! Eine aufgeschnittene Zwiebel hilft ebenso wie Kälte, den Juckreiz zu lindern und das Insektengift zu mildern. Auch ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf den Insektenstich getupft, kann Wunder wirken.

Insektengift-Allergie kann tödlich sein

Von Insektengift-Allergie spricht man, wenn das Kind allergisch auf die Stiche von Wespen, Bienen oder anderen Insekten reagiert. Vom harmlosen Juckreiz, Nesselsucht und Kopfschmerzen bis hin zu Atemnot oder gar einem allergischen Schock ist an Reaktionen alles möglich.

Manchmal steigert sich auch die Reaktion – beim ersten Stich tritt nur der Juckreiz auf, bei jedem weiteren Stich nimmt die Heftigkeit der Reaktion zu, bis hin zu einem lebensgefährlichen Schock.

Insektengift-Allergien sind selten, dafür aber umso ernster. Noch dazu, weil Kinder sich im Sommer am liebsten draußen aufhalten. Aber für ein Kind mit Insektengift-Allergie ist das kaum mehr möglich. Im Schwimmband lauert die Gefahr in Form von Bienen, die auf dem Klee der Wiese Nektar sammeln, beim Picknick sind es eher die Wespen, die die ungestörte Freude an der Natur trüben. Was also kann man dagegen tun?

Notfall-Set oder Hyposensibilisierung bei Insektengift-Allergie

Eltern von Kindern mit Insektengift-Allergie müssen stets ein Notfall-Set dabei haben. Wichtig ist auch, die Allergie an Kindergarten und Schule weiterzugeben. Ein Notfall-Set besteht meist aus Antihistaminika, Adrenalin oder Kortison, dies muss der jeweilige Arzt je nach Schwere der Insektengift-Allergie entscheiden. Auch das Kind muss mit der Zeit lernen, mit seiner Insektengift-Allergie umzugehen und an das Set zu denken.

Was aber, wenn es tatsächlich mal zu Hause liegen geblieben ist? Vor so einem Fall haben viele Eltern Angst und entscheiden sich für eine Hyposensibilisierung. Diese kann ambulant oder bei schweren Fällen auch im Krankenhaus durchgeführt werden. Informationen dazu findet man im Internet oder bekommt sie bei einem dazu ausgebildeten Facharzt. Wenn die Therapie anschlägt, ist man die Insektengift-Allergie für immer los!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.