Warum macht Quietschen Gänsehaut

Wieso verursacht Quietschen Gänsehaut?

Quietschende Geräusche können dafür sorgen, dass Menschen sich die Ohren zuhalten oder das Gesicht verziehen, als würden sie körperliche Schmerzen spüren. Meist kommen noch Gänsehaut und der kalte Schauer hinzu.

Quietschen & Gänsehaut
Warum verursacht Quietschen Gänsehaut?

Was ist so schlimm für uns an quietschenden Geräuschen und wieso stören sie uns so, dass wir am liebsten weglaufen würden, wenn wir sie hören?

Für unsere heutige Zeit ist diese Reaktion völlig überzogen und wirkt sogar etwas albern. Schließlich ist es nur ein Geräusch, das von Kreide an der Tafel, einer Tür oder durch zwei aneinander geriebenen Luftballons verursacht wurde.

Diese Reaktion liegt in unserer Evolutionsgeschichte weit zurück. Ihre Wurzel liegt in uns tief verankert und stammen aus einer Zeit, in der hohe und schrille Töne Gefahr bedeuteten. Wenn unsere Vorfahren in der Urzeit diese Art von Tönen hörten, blieb ihnen nur weglaufen oder sich dem Angreifer entgegenstellen. Wenn es für Weglaufen bereits zu spät war, benötigten unsere Ahnen ein beängstigendes Aussehen. Dies erreichten sie dadurch, dass sich ihre Haut zusammenzog (Gänsehaut) und die Haare sich dabei am Körper aufrichteten.

So etwas sieht man heute noch bei Tieren, wenn sie eine Drohhaltung einnehmen. Die Gänsehaut, die wir heute empfinden, wenn etwas laut quietscht, richtet bei uns nur noch die kleinen, fast unsichtbaren Härchen auf. Bei unseren Urahnen war dies jedoch anders, da sie noch fülliges Haar auf dem gesamten Körper hatten.

Forscher fanden heraus, dass uns eine Tonhöhe im Bereich 2000 – 5000 Hertz Unbehagen bereitet. Diese Tonhöhe senden wir selbst übrigens auch aus, wenn wir uns bedroht fühlen und einen Hilfeschrei ausrufen. Diese Frequenz löst im Amygdala (ein Teil des limbischen System) Emotionen aus, die auch der Urmensch schon kannte und treibt uns die Gänsehaut auf Rücken und Arme, auch wenn dort schon lange kein dichtes Fell mehr wächst.

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