Waldegerling / Agarius silvaticus Pilze

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Wie sieht ein Waldegerling aus – Agarius silvaticus

Merkmale: Bei jungen Pilzen ist der Hut glockig gewölbt und später im Alter ausgebreitet. Mitunter kann er auch schwach gebuckelt sein. Er hat einen Durchmesser von 5 bis 10 cm. Anfangs kann der Hut ockerfarben sein und später zimtfarben. An Druck- und Schnittstellen läuft er rot an. Die Huthaut ist mit dunklen, meist braunen Fasern und Schuppen bedeckt.

Kleiner Waldchampignon Agaricus silvaticus
Von H. Krisp – Eigenes Werk, CC BY 3.0 

Der zylindrische Stiel kann 7 bis 10 cm lang und 1 bis 1,5 cm dick werden. Er ist zylindrisch geformt und an seiner Basis keulig verdickt. In der Regel ist der Stiel weiß gefärbt, manchmal sind auf seiner Oberfläche bräunliche Schuppen vorhanden. An Druckstellen verfärbt er sich in der Regel rot. Ebenfalls ist ein dünnhäutiger Ring sichtbar. Dieser ist leicht vergänglich und kann nach oben abgezogen werden.

Die Lamellen sind gedrängt stehend und sind am Stiel angewachsen. Zunächst sind sie graurosa und später rötlich, braun oder auch fast schwarz gefärbt.

Das weiße Fleisch ist relativ dünn und riecht angenehm nach frischem Holz. Beim Anschneiden läuft es sofort blutrot an. Im Geschmack ist der Waldegerling fein würzig.

Standort: Der Waldgerling kommt ziemlich häufig vor. Man findet ihn in Nadel- und auch Mischwäldern. Er wächst bevorzugt unter Fichten. Die Pilze lieben kalkhaltige Böden. Die Fruchtkörper erscheinen in den Monaten Juli bis Oktober.

Wert: Diese Pilze sind gute Speisepilze. Sie sind für die Zubereitung der unterschiedlichsten Pilzgerichte geeignet.

Verwechslungsgefahr Waldegerling: Sehr schnell kann der Waldegerling mit ebenfalls rötenden Schirmpilzarten verwechselt werden wie beispielsweise dem tödlich giftigen Fleischbräunlichen Schirmling (Lepiota brunncoincarnata). Ähnlichkeiten bestehen aber auch mit dem Perlhuhnegerling (Agarius praeclaresquamosus) oder dem Rebhuhnegerling (Agarius phaeolepidotus).

 


Was beim Sammeln von Pilzen immer wichtig ist

Ein allgemeines Kriterium zur Unterscheidung von essbaren und giftigen Pilzen gibt es nicht. Genaue Kenntnisse über Fruchtkörper und allgemeines Aussehen sind beim Pilze sammeln daher unabdingbar und können durch kein Pilzlexikon ersetzt werden. Generell gilt, einen unbekannten oder nicht genau bestimmbaren Pilz nicht zu sammeln und schon gar nicht zu verzehren.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass einige Pilzsorten früher als Speisepilze galten, jedoch mittlerweile zu den giftigen Pilzen zählen. Bei der Pilzbestimmung muss daher immer auf aktuelle Fachliteratur zurückgegriffen werden.

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