Tomaten im Garten selber pflanzen

Tomaten selber züchten – Tipps für eine reiche Ernte

Frisches Gemüse schmeckt nicht nur gut, sondern hat auch Einfluss auf unsere Gesundheit und auf unser Wohlbefinden. Ein weiterer Vorteil von selbst gezüchtetem Gemüse ist die positive Wirkung auf das Klima und die Umwelt. Tomatenpflanzen für den Garten, Balkon oder Terrasse bereichern die Küche und laden zum Naschen ein.

Tipps für den Tomatenanbau
Tomaten im eigenen Garten selber züchten

Eigenhändig gesetzte Tomatenpflänzchen zu stattlichen Pflanzen heranwachsen zu sehen, wird auch für Sie eine wunderbare Erfahrung sein. Ganz zu schweigen vom Genuss frisch geernteter Tomaten. Sie wissen ganz genau, was bei Ihnen auf den Tisch kommt und das in nicht zu überbietender Frische.

Der Eigenanbau hat sich in den letzten Jahren zu einem richtigen Trend entwickelt. Für Tomatenpflanzen gibt es Platz im kleinsten Garten. Damit Sie sich über eine ertragreiche Ernte freuen können, müssen Sie auf den richtigen Standort und etwas Pflege achten. Ein bisschen Arbeit werden Sie mit den Tomatenpflanzen haben, dafür schmeckt Ihr Gemüse aber einfach besser.

Tomatenanbau leicht gemacht

Je nach der Ihnen zur Verfügung stehenden Gartenfläche können Sie sich einen eigenen Gemüsegarten anlegen. In kleinen Gärten integrieren Sie die Tomatenpflanzen ganz einfach im Blumenbeet. Wenn Sie beispielsweise im Stadtgebiet nur über eine Terrasse oder kleinen Balkon verfügen, müssen Sie dennoch nicht auf frische Tomaten verzichten.

Ein echter Geheimtipp sind die Cocktailtomaten. Die gedeihen auch in Blumentöpfen oder als Kübelpflanze. Wichtig für eine reiche Ernte ist ein windgeschützter Platz mit viel Sonne. In unmittelbarer Nähe zu großen Bäumen gedeihen die Tomaten sehr schlecht oder gar nicht. Die Verdunstungsfläche eines Laubbaumes ist so groß, dass dem Boden zu viel Wasser entzogen wird. Dazu kommt, dass einige Bäume Ausscheidungen haben, die alle gärtnerischen Bemühungen um darunter wachsende Tomatenpflanzen zunichtemachen.

Tomaten lieben die Wärme

Neben einem nährstoffreichen Boden lieben Tomaten die Wärme. Am besten gedeihen sie an einer warmen Stelle, zum Beispiel an der Südseite einer Mauer. Setzen Sie die Tomatenpflanzen im Gemüsebeet in Abständen von vierzig Zentimetern sehr tief ein, damit sie nicht so leicht umfallen und ausreichend Wurzeln bilden.

Auch wenn Sie bei der Gartengestaltung ein Perfektionist sind, setzen Sie die Pflänzchen leicht schief ein. Dadurch bilden die Tomatenpflanzen seitlich zusätzliche Wurzeln und die Pflanze kann sich noch besser mit Nährstoffen versorgen. Fixieren Sie alle 25 Zentimeter den Haupttrieb mit einem Bindefaden oder Bast an einem Pflanzstock. Stabtomaten können Sie an einen Stab binden, der im Abstand von zwanzig Zentimetern zur Pflanze steht.

Bei schlechtem Wetter schützen Sie mit einer Folienhaube Ihre Tomaten. Tomaten lieben die Sonne. Sie vertragen zwar etwas Schatten, doch dann wachsen die Pflanzen extrem in die Höhe, weil sie das Licht suchen. Die Tomaten werden nicht so knackig und kompakt, wie Sie sie wahrscheinlich gerne hätten.

Tomaten lieben Wasser

Sie müssen Ihre Tomaten gut bewässern und für eine reiche Ernte ist düngen wichtig. Am besten verwenden Sie alle zwei Wochen einen guten Dünger. Wichtig ist das Ausgeizen: In den Blattachseln entstehen Seitentriebe, diese müssen Sie regelmäßig abbrechen und ältere Triebe müssen ausgeschnitten werden. Zusätzlich kürzen Sie die Spitze des Haupttriebes immer wieder, sobald die Tomatenpflanze sechs Tomatentrauben entwickelt hat.

Busch- und Zwergtomaten müssen nicht ausgegeizt werden. Ziehen Sie diese Tomaten aber auf Folien. Damit verhindern Sie, dass herabhängende Früchte durch den Kontakt mit dem Boden feucht werden und verderben.

Tomaten benötigen warmen Boden, deshalb verwenden Sie lieber schwarze Folien als weiße oder durchsichtige. Gießen Sie Ihre Tomatenpflanzen morgens und abends, jedoch nicht in der starken Mittagssonne.

Selbst gezogene Tomatenpflänzchen

Selbst gezogene Pflänzchen heranwachsen zu sehen, entschädigt für alle Mühen. Wenn Sie sich für gekaufte Tomatenpflanzen entscheiden, achten Sie beim Kauf auf Biopflanzen und auf qualitativ hochwertige Pflanzen. Diese sind wesentlich robuster, ertragreicher und auch nicht so anfällig gegen Krankheiten und Schädlinge.

Ab Mai können die Pflänzchen ins Freie gesetzt werden. Sie können aber auch die Tomatenpflanzen selbst ziehen. Dazu müssen Sie den Tomatensamen im Februar in Pflanzschalen auf dem Fensterbrett aussehen. Weitere Informationen und Tipps zur Tomatenzucht erhalten Sie auch hier .

Reiche Tomatenernte durch den richtigen Boden

Am besten für den Tomatenanbau ist leicht saure, lockere, lehmige Erde mit viel Humus. Diese Erde kann viel Feuchtigkeit speichern, ohne dass es zu Staunässe kommt. Sandige Böden sind ebenfalls geeignet. Da sich der sandige Boden leicht erwärmt, gedeihen die Tomaten recht gut. Allerdings versickern die Nährstoffe im sandigen Boden schnell gemeinsam mit dem Wasser.

Deshalb müssen Sie mehr als üblich düngen. Wenn sie bei der Bodenvorbereitung viel Kompost einarbeiten, kann der Boden die Feuchtigkeit besser speichern. Tomaten lieben besonders nährstoffreichen Boden. Daher eignen sie sich gut zum Verstecken des Komposthaufens und Sie können die Pflanzen direkt dort setzen.

Tomaten zählen zu den Gemüsesorten, die mehrere Jahre auf den gleichen Standort gezogen werden können. Vorausgesetzt der Boden wird reichlich gedüngt und der Standort ist schön sonnig. Wenn Sie einen Moorboden haben, müssen Sie zusätzlich Volldünger in die Erde einarbeiten, da der Moorboden in den meisten Fällen zu wenig Phosphate und Kalium enthält. Tomaten brauchen aber beides, sonst gedeihen sie nicht.

Bereiten Sie den Boden für die Tomatenpflanzen bereits im Herbst vor. Den Boden sollten sie gut umstechen und vertrocknete Pflanzen und Wurzeln entfernen.

Achten Sie beim Setzen darauf, dass die Tomatenpflanzen ausreichend Platz haben, um sich entfalten zu können. Sonst geraten die Pflanzen leicht unter Druck und versuchen einander zu überragen. Es entsteht der gleiche Effekt wie in zu schattigen Lagen.

Ein bisschen Wissen, Arbeit und der sprichwörtliche grüne Daumen sind notwendig, dafür werden Sie aber mit einer reichen Ernte an frischen, wohlschmeckenden und gesunden Tomaten belohnt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.