Tequila – Herkunft und Arten

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Die Heimat des Tequila

Das alkoholhaltige Getränk „Tequila“ wird in den mexikanischen Regionen Jalisco, Guanajuato, Michoacan, Nayarit und Tamaulipas produziert. „Tequila“ ist eine ebenso geschützte Marke wie Champagner oder auch schottischer Whisky.

Tequila
Tequila – Herkunft und Herstellung

Der Ursprung von Tequila liegt in der mexikanischen Region Jalisco. Dort wurde vor mehr als zwei Jahrhunderten das Verfahren entwickelt, mit welchem aus den Herzen der Agaven hochprozentiger Alkohol gebrannt werden kann.

Überwachung der Produktion

Mexikanische Behörden und die Hersteller von Tequila gründeten die Vereinigung „Consejo Regulador del Tequila“ kurz CRT. Sie überwacht sowohl Produktion, Lagerung und weltweiten Export.

Die für alle mexikanischen Tequilaproduzenten maßgebende Vereinigung bestimmt, dass Tequila, welcher am Etikett den Hinweis „100 % Agave“ oder „100 % puro de Agave“ trägt, ausschließlich aus dem destillierten Saft der Agaven bestehen muss. Zudem darf kein Alkohol anderen Ursprungs beigefügt werden.

Tequila muss in Mexiko abgefüllt und darf nur in versiegelten Flaschen exportiert werden. „Mixto“ darf in Behältern auch in andere Länder geliefert und dort abgefüllt werden.

Die Produktion des Tequila

Tequila darf nur aus der blauen Agave hergestellt werden. Obwohl Agaven mit Kakteen den gleichen Lebensraum teilen, sind die beiden nicht mit einander verwandt. Die Agave erinnert in ihrer Form an Aloe Vera. Weltweit existieren mehr als 200 Arten.

Mexikanische Plantagen beherbergen etwa 500 Millionen Agaven, wovon mehr 80 % zur Produktion von Tequila verwendet werden. Sie werden auch zu Süßstoff für Diabetiker verarbeitet. Blaue Agaven benötigen bis zu 12 Jahre, ehe sie zur weiteren Verarbeitung geerntet werden können.

Agaven werden dann von den spitzen Blättern befreit, da nur das Herz weiterverarbeitet wird. Die zerkleinerten Herzen werden anschließend in Öfen in Ziegel- oder Betonbauweise gebracht und mit einer Temperatur zwischen 60 und 85 Grad mit Dampf gegart. Während dieses Vorgangs, welcher bis zu 36 Stunden in Anspruch nimmt, sondern die aufbereiten Agavenherzen eine Flüssigkeit ab.

Der darin enthaltene Zucker wird zu destillierbarem Alkohol vergoren. Aktuell werden vermehrt Autoklaven benutzt. Darin verbleiben die Agavenherzen lediglich bis zu 14 Stunden. Danach müssen die Agavanherzen abkühlen.

Nach der Entscheidung, ob reiner Tequila oder Mixto hergestellt werden soll, wird zur Herstellung von 100%igem Tequila lediglich Agavensaft und natürliche Gärhefe verwendet. Für Mixto darf zu 51 % Agavensaft noch Zucker aus anderen Quellen zugefügt werden.

Nach der Gärung wird die Flüssigkeit destilliert. Tequilas, welche am Etikett nicht den Hinweis tragen, dass sie zur Gänze aus blauer Agave hergestellt wurden, sind Mixto-Tequilas. Weiße Mixtos werden mit Aromastoffen und goldene Mixtos zusätzlich mit Farbstoffen angereichert.

Der Geschmack von Tequila

Dieser entfaltet sich am besten bei einer Temperatur von mehr als 18 Grad Celsius. Vor seinem Genuss sollte das Glas bis zur breitesten Stelle gefüllt und bis zu 15 Minuten abgedeckt werden. Dadurch verteilen sich sowohl leicht- und schwerflüchtige Bestandteile gleichmäßig in der eingeschlossenen Luft.

Tequila wird auch für die Herstellung von Cocktails verwendet. Der bekannteste ist die „Margarita“. Dazu werden 4 cl Tequila, 2 cl Cointreau und 2 cl Limettensaft im Shaker mit Eis solange geschüttelt, bis die Außenseite des Shakers beschlägt. Vor dem Abseihen in ein Cocktailglas wird dieses mit einem Salzrand versehen.

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