Tee trinken und Ruhe finden

Tee trinken und Gemütlichkeit

Ein Mensch sollte am Tag 2 bis 3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, um fit und gesund zu bleiben. Dabei spielt Tee eine besondere Rolle. Es ist nicht nur ein Durstlöscher und Genussmittel, sondern wir verbinden Teetrinken auch mit Gemütlichkeit und Wohlbefinden.

Tee & Ruhe genießen
Tee Trinken

An einem kalten, dunklen Wintertag z. B. darf eine Tasse heißer Tee nicht fehlen. Oder nach einem anstrengenden Arbeitstag entspannen wir uns gern mit unserem Lieblingstee vor dem Fernseher bei einem guten Film.

Tee begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden, und auch jeden einzelnen Menschen seit seiner Geburt. Schon Babys kriegen ihre Lieblingsflasche mit Tee, um den Durst zu stillen, aber auch als kleine Hilfe gegen Bauchschmerzen und Koliken. Fencheltee ist beispielsweise bekannt dafür, solche Beschwerden bei Babys zu lindern, und damit erspart er den Eltern so manche schlaflose Nacht.

So viele rührende Kummergeschichten über gebrochene Herzen wurden schon anvertraut, und tröstende Worte fielen auch prompt bei einer Tasse Tee.

Tee schrieb Geschichte und bestimmt auch heute noch Lifestyle. Was wären die Engländer ohne ihren berühmten „Five o’Clock Tea“. So ist auch in vielen anderen Ländern und Kulturen das Teetrinken ein fester Bestandteil des Tages. In Russland z. B. praktiziert man an gemütlichen Abenden auch heute noch das traditionelle Teetrinken am Samowar mit vielen langen und tief gehenden Gesprächen, und Japan ist bekannt für seine Teezeremonie mit bestimmten Regeln und Abläufen.

Tee dient aber nicht nur unserem seelischen Wohlbefinden, er spielt auch eine große Rolle bei unserer Gesundheit. Schon unsere Vorfahren wussten verschiedene Pflanzen als heilenden Tee einzusetzen bei unterschiedlichen Erkrankungen. Wie der bereits erwähnte Fenchel hilft z.B. auch Kümmeltee bei Bauchschmerzen und Völlegefühl.

Schwarzer Tee hilft bei leichtem Durchfall und Lindentee ist eine gute Wahl bei Erkältung und Grippe. Allein schon die verschiedenen Düfte und Aromen können uns aufmuntern und neue Kraft verleihen, aber auch beruhigen und uns zu einem entspannten Schlaf verhelfen.

Mit der heute schier unendlichen Auswahl an Teesorten begleitet uns der Tee durch die verschiedenen Jahreszeiten. Nach dem langen deutschen Winter braucht unser Körper etwas Erfrischendes, hier ist ein gerade neu geernteter Darjeeling Tee aus Indien zu empfehlen, denn er vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit.

Der edle Matcha ist ein zu sehr feinem Pulver vermahlener Grüntee mit einem lieblich süßlichen Geschmack. Er beinhaltet die Vitamine A, B, C und E, die wir gegen Avitaminose im Frühling zu uns nehmen sollen, und darüber hinaus enthält Matcha Carotine und Catechine als wichtige Antioxidantien.

Früchtetee wirkt mit seinem etwas säuerlichen Geschmack durch sein Vitamin C ebenfalls erfrischend und belebend. Eine besondere Empfehlung verdient hier der Hagebuttentee, der aus den Sammelnussfrüchten der Hundsrose (Rosa canina, meistens Heckenpflanze) hergestellt wird, die als wahre Vitaminbomben unsere Abwehrkräfte nachhaltig auf Trapp bringen.

Der Tee aus frischen Blättern der Minze ist auch sehr beliebt in der warmen Jahreszeit. Wer mal die arabischen Länder oder auch die Türkei bereist hat, weiß um die lange Tradition dieses süßen Getränks in den ariden Gebieten. Schwarztee ist eher ein Genussmittel und wegen seines relativ hohen Gehalts an Koffein (hier auch Tein genannt) sollte man diesen besser in kleineren Mengen genießen.

Grüner Tee eignet sich auf jeden Fall sehr gut in den Sommermonaten, denn er ist für den Magen gut bekömmlich und schmeckt ggf. auch kalt.

Es ist in diesem Zusammenhang interessant, dass warmer Tee (nicht zu heiß) an sehr warmen Sommertagen wirklich wohltuend ist, weil er deutlich weniger anstrengend auf den Kreislauf wirkt als ein eiskaltes Getränk.

Bestes Beispiel dafür sind die Beduinen in den Wüstenregionen, die bekanntlich stets warmen Tee trinken, aber auch die Menschen im asiatischen Raum trinken ihren Grüntee gern im Chaihana (Teehaus) aus ihrer traditionellen Piala (henkellose Trinkschale).

Ebenfalls frisch und fruchtig schmeckt der Zitronengrastee (Lemongras) besonders gut im Sommer. Wie sein Name verspricht, schmeckt der Tee stark nach Zitrone, aber eben auch mit einem reizvollen Hauch von Rosenduft. Manche sagen diesem Tee nach, dass er lästige Stechmücken vertreibt, was übrigens in der Tat für die ätherischen Öle des Zitronengrases zutrifft.

Wenn dann aber wieder der Herbst mit seinen kürzeren und regnerischen Tagen kommt, das ist die richtige Zeit für geschmacksintensiven Schwarzen Tee, und hier ist die Sorte Earl Grey unbedingt zu nennen. Wie so viele andere gute Rezepte auch ist diese besondere Mischung aus schwarzem Tee und dem duftig-bitteren Öl der Bergamotte einst durch einen Zufall entstanden.

Bei Orkan wurde die Fracht eines Handelsschiffes ordentlich durcheinandergewirbelt, und so kam es zu einem Malheur. Lord Grey war aber nicht bereit, die „versaute“ teure Teefracht zu entsorgen und verkaufte die Ware trotzdem, was für ein Erfolg. Ebenfalls einen guten Herbsttee stellt die Geschmackskombination aus Ingwer und Lemon dar. Überhaupt kann man grundsätzlich nur empfehlen, stets etwas frischen, klein geschnittenen Ingwer in den Grünen Tee zu geben. Das schmeckt, und es hilft beim Abnehmen.

Die Winterzeit kann eigentlich kein Mensch ohne heißen Tee durchstehen. Das ist die Zeit der wohltuenden aromatischen Teesorten wie Grün- oder Rooibuschtee (Rotbusch) in allen ihren möglichen z. T. auch weihnachtlichen Facetten. Gewürze wie Zimt, Nelke, Ingwer, Koriander und Kardamom sorgen für gute Laune und helfen auch noch der Verdauung, all die Köstlichkeiten und Leckereien, die das Jahresende so mit sich bringt, zu genießen.

Da darf man sich nach dem kalten, langen Winterspaziergang auch mal einen Tee mit Rum gönnen. So lässt sich auch der lange deutsche Winter mit einer guten Tasse Tee und Gemütlichkeit prima überstehen.

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