Taschengeld für Kinder – ein altes Thema

Taschengeld: wieviel ist für welches Alter der Kinder angemessen?

Das teure Spielzeug liegt in der Ecke und wird nicht mehr beachtet. Das neue T-Shirt von Tommy Hilfiger ist im Herbst ein absolutes Muss; im Frühjahr bereits uncool und nicht mehr zu gebrauchen. Szenarien, die Eltern mit ihren Kindern immer wieder erleben.

Wieviel Taschengeld ist angemessen
Wieviel Taschengeld benötigt mein Kind?

In erster Linie entstehen diese Szenen dann, wenn die Kinder nicht mit Geld umgehen können bzw. ihnen oftmals der Betrag des Einkaufs gar nicht bewusst ist. Was sind 20 Euro? Was sind 100 Euro? Zahlen, zu denen kein Bezug vorhanden ist.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Kinder selbst die Verantwortung übernehmen müssen. Spätestens dann, wenn das Kind bereits rechnen kann, sollte man ihm auch Geld überlassen – und das in Form von Taschengeld.

Der Umgang mit dem Euro muss relativ schnell und früh geübt werden. Nur so ist es möglich, dass das Kind seine Sachen wertschätzt bzw. auch im späteren Leben mit dem Geld umgehen kann. Natürlich müssen ganz klare Regeln und Grenzen gesetzt werden. Spätestens dann, wenn das Taschengeld ausgegeben ist, gibt es keine zusätzlichen Mittel. Dann muss man wieder auf das nächste Monat (oder die nächste Woche – je nach Taschengeld-Ausgabe) warten.

Im Arbeitsleben wird der Arbeitnehmer auch nicht zum Chef gehen und 14 Tage nach der Lohnüberweisung fragen, ob er nicht doch etwas mehr Geld haben kann. Nur wenn die Eltern klare Regeln aufstellen und diese auch halten – auch wenn es schwer ist – bringt diese Erziehungsmaßnahme den gewünschten Erfolg mit sich.

Die Staffelung nach Alter – wann bekommt der Nachwuchs wie viel Taschengeld?

Doch wie viel Taschengeld ist mit welchem Alter notwendig bzw. sinnvoll? Im Endeffekt kommt es auch auf den eigenen Verdienst an. Alleinerziehende Mütter oder Väter, welche vielleicht knapp über die Runden kommen, müssen das Taschengeld dahingehend anpassen, dass auch das Kind weiß, dass große finanzielle Sprünge nicht möglich sind.

Folgende Richtlinien richten sich nach dem Durchschnitt:

  • Schon im Kindesalter – bereits ab 4 oder 5 Jahren – ist es wichtig, dass das Kind den Umgang mit Geld lernt. Hier reichen bereits 50 Cent wöchentlich aus, damit der Nachwuchs das Gefühl für Geld bekommt.
  • Mit dem Schuleintritt sollte die Summe leicht erhöht werden. So kann man bereits zwischen 1,50 Euro und 2 Euro als Summe wählen, welche ebenfalls wöchentlich ausgegeben wird.
  • Mit 8 bzw. 9 Jahren folgt die nächste Steigerung. Hier kann man das Taschengeld bereits auf 2 Euro bzw. 3 Euro – pro Woche – erhöhen.
  • Nach dem Abschluss der Unterstufe ist eine weite Erhöhung fällig. Schlussendlich passt sich das Kaufverhalten mit 10 bzw. 11 Jahren auch anders an. Oftmals ist eine Pause notwendig, wenn das Kind am Nachmittag Unterricht hat bzw. kann man schon davon ausgehen, dass vielleicht mit einem Freund ein Kinonachmittag verbracht werden soll. Ebenfalls endet die wöchentliche Ausgabe. Der Nachwuchs erhält nun 13 Euro bis 17 Euro – im Monat.
  • Mit 12 bzw. 13 Jahren folgt eine weitere Erhöhung. Nun erhält das Kind zwischen 20 Euro und 22 Euro im Monat.
  • Mit 14 bzw. 15 Jahren ist eine weitere Anpassung notwendig. Das Taschengeld beträgt nun zwischen 25 Euro und 30 Euro – im Monat.
  • Mit 16 bzw. 17 Jahren kann das Taschengeld wieder erhöht werden. Nun kann die Summe bereits zwischen 35 bis 45 Euro monatlich betragen.
  • Mit 18 Jahren kann man ebenfalls noch Taschengeld zustecken, vor allem dann, wenn der Nachwuchs noch in der Schule ist. Jedoch sollte das Taschengeld nicht 70 Euro pro Monat übersteigen

Wenig oder viel Taschengeld?

Je nach der Summe ist es ausschlaggebend, für was der Nachwuchs das Geld ausgeben soll. Viele Eltern geben dem Kind relativ wenig Taschengeld, bezahlen aber grundlegende Dinge wie Kleidung oder Schulsachen auch im höheren Alter.

Andere Kinder erhalten jedoch relativ viel Taschengeld, müssen davon aber auch all ihre Dinge privat kaufen bzw. von ihrem Taschengeld bezahlen. Ganz egal, für welche Art sich die Eltern entscheiden: Am Ende muss der Nachwuchs ein Verständnis für Geld bekommen und damit umgehen können.

Ein Gedanke zu „Taschengeld für Kinder – ein altes Thema“

  1. Interessantes Thema und schwerwiegender Entschluss. Meine Tochter ist inzwischen 14 Jahre alt und nicht häufig höre ich den Spruch: „Meine Freundin bekommen viiiiel mehr Geld“. Ob das so stimmt? Meine Frau und ich haben es so geregelt, dass wir unser kleinen Prinzessin einen festen Wert pro Monat überweisen (wie angesprochen, bekommt man auf der Arbeit auch nicht 14 tägig sein Geld, sondern muss es einen Monat lang einteilen). Und wenn Sie „arbeitet“, babysitten bei Nachbarn – Job wo man wirklich nicht viel Geld bekommt und teilweise auch unter dem Stundenlohn liegt, stocken wir das ganze auf. Wir finden es toll, dass sie nicht nur die Hand aufhält, sondern auch arbeiten möchte und den Umgang zu Geld lernt. Dafür möchten wir sie belohnen und hin zum Arbeiten motivieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.