Tapezieren – Tipps für Heimwerker

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Tapezieren leicht gemacht – Tipps und Tricks rund ums Tapezieren

Das Tapezieren gehört wie das Fliesenlegen zu den häufigsten Arbeiten von Heimwerkern. Kein Problem, wenn man weiß, wie es geht. Für ein gutes Gelingen der Arbeiten am Tapeziertisch ist eine gute Vorbereitung wichtig.

Tapezieren in der Wohnung
Tipps zum Tapezieren

Als erstes wird der Kleister angerührt. Dazu einen ausreichend großen Eimer mit der auf der Packung angegeben Wassermenge befüllen und langsam unter Rühren das Kleisterpulver klumpfrei einrühren und etwas ruhen lassen.

Nun werden die Tapetenbahnen zugeschnitten. An der oberen und unteren Kante sollten jeweils 3 cm Überstand zugegeben werden. Die Tapete wird mit der Sichtseite nach unten auf den Tapeziertisch gelegt. Der Kleister wird noch einmal durchgerührt und mit einem Quast satt in Längsrichtung auf die Tapetenbahn aufgetragen.

Dabei ist sehr wichtig, dass die Tapetenränder gut eingestrichen werden. Ob der Kleister lückenlos aufgetragen wurde, lässt sich durch Lichtreflexe auf der Oberfläche schnell kontrollieren.

Eine Kleistermaschine sorgt hier für das gleichmäßige Aufbringen von Kleister. Dabei wird die trockene Tapete einfach durch die Maschinen gezogen. Diese Maschinen lassen sich im Baumarkt leihen.

Nun müssen die Tapeten einweichen. Die Einweichzeit beträgt je nach Dicke der Tapete 5 – 15 Minuten. Die Bahn soll dabei weich und geschmeidig werden und beim Anheben nicht reißen.

Dabei darf der Kleister nicht eintrocknen. Deshalb werden die Bahnen Kleisterschicht auf Kleisterschicht zusammengelegt und die Ränder werden dabei(bündig) leicht angedrückt. Die Bahnen werden dazu von beiden Enden bis zur Mitte auf den Tapeziertisch gelegt.

Anschließend werden die Tapetenbahnen in logischer Reihenfolge abgelegt. Das Kleistern und Verarbeiten der eingewichten Tapetenbahnen erfolgt in einem bestimmten Rhythmus.

Zunächst eine Bahn einkleistern, als erste in die Reihe legen und die letzte wegnehmen und an die Wand kleben. Wird in diesem Rhythmus gearbeitet, ist eine ausreichende Weichzeit gewährleistet und die Bahnen kommen nicht durcheinander.

Zum Ansetzen der ersten Tapetenbahn wird eine exakte gerade Linie benötigt. Diese hat man zuvor mit Wasserwaage und Lot an die Wand gezeichnet. Man nimmt die Bahn und steigt auf die Leiter.

Nun wird der obere Einschlag vorsichtig geöffnet und die Ecken der Bahn mit beiden Händen festgehalten. Langsam lösen sich die Klebeschichten, wobei der untere Einschlag noch erhalten bleibt. Beim Öffnen die Bahn leicht bremsen, die weiche Tapete könnte einreißen.

Nun wird die Außenkante der Bahn an die zuvor senkrecht gezogene Linie gelegt, die obere Kante mit etwas Überstand zur Decke und dann in voller Breite an die Wand drücken. Die Deckung von Bahnkante und gezogenem Strich im Auge behalten und von oben nach unten zunächst nur leicht andrücken.

Kommt man vom Strich ab, lässt sich die Tapete auf der Kleisterschicht vorsichtig mit der Hand in die richtige Richtung bringen.

Erst wenn die Tapete ihren richtigen Sitz hat, kommt die Schaumstoffrolle, der breite Kunststoffspachtel oder die Tapezierbürste zum Einsatz.

Eventuelle Lufteinschlüsse lassen sich dabei schräg von oben zur Bahnkante ausstreichen. Anschließend wird der untere Teil der Bahn ausgeklappt und ebenfalls angedrückt.

Für den Deckenanschluss bzw. Fußbodenabschluss wird die Tapete in die Ecke gedrückt, mit der Scherenspitze markiert und anschließend abgeschnitten. Eine Tapetenschiene kann hier gute Dienste leisten. Sie wird oben oder unten unter die Bahn geschoben und ermöglicht einen absolut sauberen Schnitt.

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