Kardinalfisch – Fische für’s Aquarium

Kardinalfisch – Tanichthys albonubes

Der Kardinalfisch zählt zu den beliebtesten Aquarienfische. Sie stammen aus China, dem Kanton Hongkong. Hier leben sie in Gebirgsbächen, wo sehr häufig Temperaturschwankungen auftreten, welche sie aushalten müssen. Im Vergleich zu anderen Aquarienbewohnern kommt der Kardinalfisch mit geringeren Wassertemperaturen gut aus.

Kardinalfisch
Kardinalfisch – Tanichthys albonubes

Der Körper dieser Fische ist schlank und sie haben ein zylindrisches Aussehen. Der Kardinalfisch erreicht eine Körperlänge bis 4 cm. Die in der Natur lebende Wildform weist schwach entwickelte Flossen auf. Bei der Zucht durch Kreuzungen sind zahlreiche Varietäten mit mehr oder weniger gut entwickelten Schleierflossen entstanden.

Der Mund ist klein, oberständig ohne Barteln. Je nach der Herkunft der Tiere kann die Färbung unterschiedlich sein. In der Regel variiert die Färbung des Rückens von Olivgrün bis Braun. Vom Auge bis zum Schwanzstiel zieht sich ein blauer Streifen. Dieser wird von einer silbrigen Linie gesäumt.

Die Schwanz- und Rückenflossen sind rot gestreift. Die anderen Flossen sind hingegen fast durchsichtig. Mit zunehmendem Alter verblasst die Färbung. In der Regel sind die Weibchen größer und robuster.

Nahrung: In der Natur sind die Kardinalfische Insektenfresser. Allerdings nehmen sie im Aquarium Lebend- und auch Trockenfutter an.

Verhalten: Tiere dieser Fischart sind lebhaft, aber sehr friedlich. Sie fühlen sich in einer Gruppe wohl. Eine Vergesellschaftung mit anderen Fischarten ist möglich.

Sie halten sich gerne nahe der Wasseroberfläche auf.

Fortpflanzung: Zur Nachzucht ist ein eigenes Becken notwendig. Hier beginnen die Männchen, dann auch sofort den Weibchen zu folgen. Die Weibchen laichen zwischen den Pflanzen ab. Nach 48 bis 60 Stunden schlüpfen dann die ersten Jungfische. Bereits nach drei oder vier Tagen schwimmen sie dann frei herum.

Die Ernährung erfolgt durch sehr kleines Lebendfutter oder pulverisiertem Trockenfutter. Nach einer Woche besteht dann die Möglichkeit, Artemia- Nauplien zu verfüttern.

Für die Gesunderhaltung der Jungfische ist es notwendig, in Abständen immer wieder einen teilweisen Wasserwechsel vorzunehmen und ebenso den Boden des Beckens abzusaugen, um alle Futterreste und Detritus zu entfernen. Ungefähr nach einem Jahr erreichen die Fische die Geschlechtsreife.

Haltung: Die Haltung im Aquarium ist recht einfach. Der Kardinalfisch fühlt sich auch in kleinen Becken wohl. Der Boden muss aber aus feinem dunklem Sand bestehen. Entlang der Wände sollten viele Pflanzen mit kleinen Blättern gesetzt werden. Dazwischen muss allerdings genügend Raum zum Schwimmen belassen werden.

Diese Fischart stellt keine hohen Ansprüche an die chemophysikalischen Eigenschaften des Wassers. Die Temperatur sollte zwischen 18 und 22 °C liegen, bei einem neutralen pH-Wert und einer Härte um 15 °dGH.

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