Bewerbung nach der Elternzeit

Die Bewerbung nach der Elternzeit muss nicht schwer sein!

Auch wenn es in den vergangenen Jahren viele Bemühungen gab, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, ist oftmals noch immer schwierig, beides unter einen Hut zu bekommen. So schön die Elternzeit mit der Möglichkeit ist, sich voll und ganz um den eigenen Nachwuchs kümmern zu können, so sehr stellt sie doch einen klare Auszeit vom Beruf dar.

Bewerbung nach der Elternzeit für Mütter
Bewerbungen nach der Elternzeit

Gerade im heutigen Zeitalter, in dem die Entwicklungen in den verschiedensten Branchen einer ungeahnten Dynamik unterliegen, birgt jede Pause die Gefahr, nur schlecht den Anschluss finden zu können.

Dies ist unter anderem eine der größten Ängste, die in Verbindung mit der Bewerbung nach der Elternzeit steht. Steigt man „nur“ in Teilzeit wieder in den Beruf ein, sind fast alle Führungspositionen außer Reichweite.

Mit der richtigen Vorbereitung auf einen Wiedereinstieg ins Berufsleben sowie professionellen Bewerbungsunterlagen kann man jedoch durchaus erfolgreich sein. Wie man die Bewerbung nach der Elternzeit am geschicktesten angeht, darum geht es in diesem Beitrag.

Vor der Elternzeit ist vor der Bewerbung : Rechtzeitig vorbereiten…

Im Vorfeld einer Elternzeit sollte man sich grundsätzlich die Frage stellen, welches berufliche Ziel man nach der Elternzeit beabsichtigt bevor man wieder berufstätig wird. Möchte man kürzer treten und eine Teilzeitstelle anstreben oder ist die konsequente Fortführung einer begonnenen Karriere das anvisierte Vorhaben? Je klarer man sich in der Antwort ist, umso besser kann man sich auf eine spätere Bewerbung vorbereiten.

Denn die Elternzeit bietet oftmals genügend Möglichkeiten, sich weiter- oder fortzubilden. Dabei gibt es zwischen Weiterbildung und Fortbildung einen klaren Unterschied. Bildet man sich im bestehenden Beruf weiter, so handelt es sich um eine Weiterbildung. Eine Ausbildung in einem anderen Bereich ist per Definition eine Fortbildung.

Grundsätzlich ist klar zu überlegen, ob diese auch wirklich einen realistischen Vorteil für den eigenen Ziele nach der Elternzeit darstellt. Die falsche Weiter- oder Fortbildung kann nämlich durchaus einen Nachteil für ein Bewerbungsvorhaben bedeuten, wenn kein klarer Bezug zu der angestrebten Stelle besteht. Hat man sich für eine Weiterbildung oder Fortbildung entschieden, so muss man während der Elternzeit konsequent dabei bleiben.

Viele Angebote sind auf ein Fernstudium ausgelegt und enthalten keine oder nur sehr begrenzte Anwesenheitspflichten. So kann man bequem von zu Hause aus und flexibel in der Zeitgestaltung etwas für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit tun, ohne das eigene Kind bzw. die eigenen Kinder vernachlässigen zu müssen. Eine passende berufliche Weiterbildung oder Fortbildung lohnt sich immer!

Welche Unterlagen werden für eine Bewerbung nach der Elternzeit benötigt?

Die Bewerbung nach der Elternzeit erfolgt mit den üblichen Dokumenten:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Zeugnisanlage

Zusätzlich kann man auch noch ein Deckblatt erstellen, welches sich beim postalischen Versand einer Bewerbungsmappe empfiehlt. Für die Onlinebewerbung – per Bewerbungsportal oder per E-Mail – ist ein Deckblatt nicht erforderlich. Sofern in der jeweiligen Stellenanzeige nichts anderes steht, müssen Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisanlage immer eingereicht werden.

Neben der Vollständigkeit einer Bewerbung ist es vor allem der Inhalt, der maßgeblich über den Erfolg bestimmt. Wenn man nach der Elternzeit eine neue Stelle anstrebt, so gibt es Themen die man ansprechen sollte – und jene, die man besser vermeidet.

Welchen Inhalt sollten Lebenslauf und Anschreiben haben?

Im Wesentlichen dienen die Bewerbungsunterlagen dazu, dem gewünschten Arbeitgeber klar zu zeigen, dass man nach der Elternzeit bereit für neue Aufgaben und für eine bestimmte Stelle bestens geeignet ist. Man muss sich gegen andere Bewerberinnen und Bewerber durchsetzen, denn die Konkurrenz ist mitunter groß, insbesondere wenn es um attraktive Stellen bei Arbeitgebern mit gutem Ruf geht.

Sehr wichtig ist es daher, dass die Bewerbungsunterlagen ein abgerundetes und einheitliches Bild abgeben. Anschreiben und Lebenslauf dürfen sich niemals widersprechen, sondern müssen einander ergänzen. Während der Lebenslauf einen lückenlosen Überblick über den eigenen Werdegang, inklusive Elternzeit, geben soll, geht es im Anschreiben darum, aufzuzeigen, warum man auf die Stelle passt und worin die eigene Motivation besteht. Im Normalfall stehen dabei zwei Seiten für den Lebenslauf zur Verfügung.

Das Anschreiben darf niemals länger als eine Seite sein. Ein einheitliches Layout ist dabei zwingend erforderlich. Beim Lebenslauf sollte man vor allem darauf achten, dass keine zeitlichen Lücken entstehen und dass alle Namen sowie Bezeichnungen korrekt sind. Mit ein paar Stichpunkten wird die jeweilige berufliche Tätigkeit kurz umrissen. Im Anschreiben muss dann in mehreren Abschnitten erklärt werden, warum man sich für die Stelle bewirbt.

Dabei ist es ratsam, einen Überblick über den bisherigen Werdegang zu geben sowie auf die eigenen Stärken und Fähigkeiten einzugehen. Bitte nicht übertreiben und auf eine einwandfreie Rechtschreibung und Grammatik achten. Auf die Elternzeit sollte im Anschreiben nur so wenig wie möglich eingegangen werden.

Ein kurzer Hinweis, dass für die Betreuung des eigenen Kindes bzw. der eigenen Kinder gesorgt ist, kann man gegen Ende des Anschreibens einbringen.

Ansonsten geht es beim Anschreiben klar um die beruflichen Fähigkeiten. Probleme jedweder Art dürfen nicht thematisiert werden, man muss immer und zu jeder Zeit aus einer positiven Perspektive heraus schreiben.

Die Bewerbung nach der Elternzeit: Ein kurzes Fazit.

Eine erfolgreiche Bewerbung nach der Elternzeit ist machbar, wenn man sich gut darauf vorbereitet und einige Punkte beachtet. Empfehlenswert ist es, eine Weiterbildung oder Fortbildung während der Elternzeit zu absolvieren.

Viele Fernkurse und Fernstudiengänge bieten dabei die erforderliche Flexibilität. Ansonsten ist darauf zu achten, dass die eigenen Bewerbungsunterlagen vollständig sind und aus einer positiven Perspektive heraus geschrieben werden. Die Elternzeit sollte nicht im Fokus der Bewerbung stehen, sondern die beruflichen Fähigkeiten und Kompetenzen.

Anschreiben und Lebenslauf müssen auf einander abgestimmt sein, die Zeugnisanlage schließt eine Bewerbung ab.