Naschen ohne Reue – ohne Zucker

Süßes naschen ohne Reue

Kinder lieben Süßigkeiten. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und im Gegensatz zu früher scheinen sie auch überall Zugang zu den kleinen Naschereien zu haben. Das fängt schon in Augenhöhe der Kinder an der Supermarktkasse an und führt sich auf Kindergeburtstagen mit Schokowaffeln, Windbeuteln und Smarties fort.

Süßes naschen
Süßes naschen ohne Reue

Obwohl wir gerade heute alle darüber aufgeklärt sind, was ein Zuviel an Zucker im Körper anrichtet, ist Übergewicht ein Problem unserer Generation, das sich in der unserer Kinder fortsetzt. Nicht umsonst wurden in den letzten Jahren Stimmen laut, dass die Generation der jetzigen Kindergartenkinder aufgrund von schlechter Ernährung früher sterben würde als die Generation ihrer Eltern. Und das in einer Zeit, in der anderswo Millionen Menschen Hunger leiden und an Mangelernährung sterben.

Zuckertische und erhobene Zeigefinger

Schon im Kindergarten werden Kinder über Zucker und Fette in Lebensmitteln aufgeklärt. Nicht nur über reine Süßigkeiten, die sich nicht einmal die Mühe machen, als Lebensmittel getarnt daherzukommen, sondern auch über die nett verpackten, bunten, angeblich gesunden Kinderlebensmittel wie Fruchtzwerge und Kinderwurst.

Woran liegt es denn, dass Kinder und Erwachsene doch wieder auf die alten Lebensgewohnheiten hereinfallen und lieber zum Schokoriegel als zum Naturjoghurt mit frischem Obst greifen?

Zum einen ist es sicher der Zeitfaktor. Der Schokoriegel ist fertig produziert, das Obst muss man waschen und schneiden, um es in den Joghurt zu rühren. Außerdem ist gesundes Obst auch teurer als Schokolade, wobei das oft nebensächlich ist und nur als Pseudoargument dient.

Was kann man tun, um Lebensgewohnheiten für ein Naschen ohne Reue zu durchbrechen?

Süßes naschen ohne Reue funktioniert mit gesunden Lebensmitteln. Dass der Mensch gern süß ist, scheint ihm angeboren – und selbst das Fruchtwasser schmeckt süßlich. Wie aber kann man ein gesundes Essverhalten auf Dauer beibehalten? Hier ist die Konsequenz der Eltern gefragt. Es reicht nicht, den Kindern ab und zu mal vorzuleben, wie es funktionieren könnte.

Gesundes Essverhalten kann man lernen. Das fängt schon beim Nachtisch an. Gewöhnen Sie es sich an, nach dem Mittagessen immer einen kleinen Obstimbiss zu servieren. Im Sommer sind Beeren aller Art der Renner. So bremsen Sie das Verlangen nach Süßem und sorgen gleichzeitig für ein Plus an Vitaminen, selbst wenn es beim Mittagessen einmal schnell gehen muss.

Weitere Tipps für Süßes naschen ohne Reue

Ändern Sie das Essverhalten Ihrer Familie nicht von heute auf morgen. Das ist so frustrierend wie ein Picknick bei Regen. Fangen Sie bei einer Sache an und behalten Sie diese bei, bis sie zur Gewohnheit geworden ist. Danach stellen Sie eine weitere Sache um. Achten Sie darauf, es nicht zu übertreiben, sonst verlieren alle schnell die Lust an der gesunden Ernährung.

Experimentieren Sie ein bisschen, so lernen Ihre Kinder auch exotische Früchte, Kräuter und Gerichte kennen. Je mehr Dinge Ihr Kind kennt, desto mehr Entscheidungsmöglichkeiten hat es später, um seine Ernährung eigenständig auf gesund zu polen.

Vergessen Sie nicht, dass es jede Menge Gemüsesorten gibt, die von Natur aus leicht süßlich schmecken. Kürbis, Karotte und Zucchini sind nur einige Beispiele. Brote kann man, anstatt mit Nutella oder Marmelade zu bestreichen, auch mit Obst belegen. Hier eignen sich Banane, Birne, Feige oder Apfel auf einer dünnen Schicht Frischkäse.

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