Strom sparen im Haushalt

Strom sparen leicht gemacht

Die meisten Verbraucher sind sich in der Regel nicht bewusst, wie viel Strom sie jährlich eigentlich verbrauchen, obwohl ein Teil davon gar nicht nötig wäre. Das böse Erwachen kommt zwar meist mit der Abrechnung, aber nur die Wenigsten nehmen sie zum Anlass, etwas zu ändern.

Strom sparen
Strom sparen leicht gemacht

Die Angst, auf den gewohnten Standard verzichten zu müssen, oder nur mit enormem Aufwand wirklich sichtbare Ergebnisse zu erzielen, scheint wie ein lähmendes Bleigewicht zu wirken.

Dabei sind diese Sorgen völlig unbegründet. Es bedarf nur eines gewissen Umdenkens und der Beachtung einiger kleiner Tipps, um Einsparung von bis zu 30 Prozent Realität werden zu lassen.

Die folgende Aufstellung befasst sich mit den insgesamt größten Stromfressern im Haushalt sowie mit den effektiven Methoden, hier auf einfache Weise Strom zu sparen:

A) Der Kühlschrank

Ein altes Gerät kann in diesem Zusammenhang geradezu ein schwarzes Loch sein, denn durch die überholte Technik können leicht 40 % unnötiger Stromverbrauch anfallen. Die Anschaffung eines neuen Kühlschrankes wäre deshalb eine Investition, die zwar im ersten Moment finanziell unangenehm, auf lange Frist gesehen aber sicherlich lohnenswert ist.

Bei einem Neukauf sollte der Verbraucher anschließend besonders auf die jeweilige Energieklasse achten, da lediglich Geräte mit der Effizienzklasse A oder B wirklich energiesparend arbeiten. Die Stufen C bis E oder gar F und G sind preislich natürlich attraktiver, doch an dieser Ersparnis wird der Kunde aufgrund eines deutlich höheren Stromverbrauchs nicht sehr lange Freude haben.

Abgesehen vom Kühlschrank selbst, kann auch das eigene Verhalten spürbaren Einfluss auf den Zählerstand haben. Die Einstellung der richtigen Temperatur, die zwischen 5 und 7 Grad liegen sollte, und ein möglichst kurzes Öffnen tragen nämlich ebenfalls schnell zu sinkenden Kilowattstunden bei. Wer außerdem auf gut schließende Türen sowie freie Lüftungsschlitze achtet und kein warmes Essen im Kühlschrank deponiert, ist eindeutig auf dem richtigen Weg.

B) Der Tiefkühler

Auch hier sollte unbedingt die optimale Temperatur eingestellt sein, die bei Tiefkühlern –18 Grad beträgt. Gut schließende Türen, freie Lüftungsschlitze und möglichst kurze Öffnungszeiten sind ebenfalls wichtige Faktoren. Darüber hinaus empfiehlt sich das regelmäßige Enteisen und eventuell Abtauen des Geräts – das gilt im Übrigen auch für entsprechende Gefrierfächer des Kühlschranks.

Ein relativ kalter Standort trägt außerdem zu weiteren Einsparungen bei, denn in einem gut beheizten Zimmer oder in direkter Nähe zu einem Geschirrspüler muss der Tiefkühler erheblich mehr Energie aufwenden, um beständig seine Temperatur zu halten.

C) Die Waschmaschine

Bei einer Neuanschaffung ist es sinnvoll, auf eine hohe Drehzahl Wert zu legen, wobei diese nicht unter 1000 Umdrehungen pro Minute liegen sollte. Ein Punkt, der indirekt zum Tragen kommt, da im Anschluss der Trockner weniger Arbeit übernehmen muss.

Des weiteren haben die volle Ausnutzung des Fassungsvermögens und das Weglassen des Vorwaschgangs positive Auswirkungen auf die Abrechnung und somit auf das eigene Portemonnaie. Gelegentlich auf den 90 Grad Kochwaschgang zu verzichten und stattdessen verstärkt mit 60 Grad zu waschen trägt gleichfalls zu einem gesenkten Verbrauch bei.

Meist genügen sogar Temperaturen von 30 oder 40 Grad, um ein genauso sauberes Ergebnis zu erzielen.

D) Der Trockner

Gerade ausladende Wäschestücke bieten sich für das Trocknen im Freien oder – falls vorhanden – auf dem Trockenboden an. Wer allerdings nicht auf seinen Trockner verzichten möchte, kann dennoch einiges tun. Das Fassungsvermögen der Maschine beispielsweise sollte stets ganz ausgenutzt und der Luftfilter nach jedem Einsatz gereinigt werden.

Hat der Verbraucher darauf verstärkt ein Auge und wählt er überwiegend die Option schranktrocken, so muss er nicht unbedingt zur Wäschespinne greifen – obwohl sie hin und wieder eine sehr ratsame Alternative wäre.

E) Der Geschirrspüler

Ein halbleerer Geschirrspüler ist weder umweltschonend noch sinnvoll, darin stimmen wohl alle Hausfrauen überein, und dass Sparprogramme, wie der Name schon sagt, stromsparend sind, fällt wohl auch in diese Kategorie.
Ein etwas heikleres Thema dagegen stellt das Vorspülen dar, denn immer noch hält sich hartnäckig das Gerücht, dies sollte per Hand erledigt werden.

Fakt dürfte sein, dass bei leicht verschmutztem Geschirr gänzlich auf das Vorspülen zu verzichten ideal wäre. Lässt es sich aber nicht umgehen, so vertraut man dabei besser auf die Maschine, die dazu wesentlich weniger Wasser und Energie benötigt.

F) Der Herd

Sind die Kochplatten gänzlich von Topf oder Pfanne bedeckt, so wird weniger Hitze ungenutzt freigesetzt. Verschwendung, die nicht sein muss. Gleiches gilt für bereits vorhandene Wärme, die mit einem Deckel auch bei ausgeschaltetem Herd, noch verwendet werden kann. Schnellkochtöpfe und Isolierpfannen können aufgrund ihrer schnelleren Garzeit beziehungsweise besseren Wärmeleitung zusätzlich dabei helfen, Strom zu sparen.

Der Backofen lässt sich bezüglich seines Verbrauchs drosseln indem öfter auf Vorheizen verzichtet oder bei längerer Gardauer (ab 40 Minuten) bereits einige Zeit (ca. 10 Minuten) vor Ablauf, der Herd ausgeschaltet wird, denn die dort verbliebene Resthitze genügt in der Regel.

Nach einiger Übung finden sich mit Sicherheit noch mehr Möglichkeiten. Die Zubereitung von Eiern in einem extra dafür vorgesehenen Kocher zum Beispiel verbraucht 50 % weniger Strom im Vergleich zum Herd.

G) Die Beleuchtung

An dieser Stelle fällt der Ratschlag ziemlich kurz aber überzeugend aus: Energiesparlampen benötigen ungefähr 80 % weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Daneben schadet es natürlich auch nicht, in allen nicht genutzten Räumen das Licht erst gar nicht anzuschalten.

H) Elektrische Kleingeräte

Lässt der Verbraucher Fernseher, Video und Ähnliches nicht im Stand-by-Modus laufen, sondern werden die Geräte nur bei tatsächlichem Gebrauch aktiviert, so sind das wiederum 5 bis 10 Prozent Ersparnis. Das hört sich nicht viel an, aber es summiert sich.

I) Sonstige Tipps

Stoßlüften kühlt die Luft nicht so stark ab wie Lüften bei gekippten Fenstern und die Heizung, die währenddessen selbstverständlich nicht an sein sollte, muss nicht soviel Energie aufbringen, um die gewünschte Temperatur herzustellen. In nicht genutzten Räumen kann sie ohnehin ausbleiben.

Duschen statt baden ist ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Tipp, gerade bei Elektroboilern, denn beim Duschen ist der Verbrauch an warmem Wasser immerhin 4-mal geringer.

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