Streitregeln – Streiten will gelernt sein

Streitregeln für Kinder und Eltern

Streitregeln für Kinder – das klingt ja ganz so, als müsse richtiges Streiten gelernt werden wie Mathematik. Dabei ist Streit doch etwas Impulsives, weil die Gefühle mit einem durchgehen wie ein herrenloses Pferd. Eben das macht streiten so schwierig, es steckt voller Emotionen.

Streitregeln gelten für alle
Streitregeln für Kinder und Eltern

Streitregeln für Kinder sollen ihnen nicht verbieten, Gefühle zu äußern, aber sie sollen einen Rahmen für diese Gefühle schaffen.

Zunächst müssen die wichtigsten Grundsätze gelernt werden, bevor man darauf aufbauend mit älteren Kindern noch weitere Streitregeln dazunehmen kann.

Kinder sollten wissen, dass man weder mit Gegenständen aufeinander losgehen noch Schwächere attackieren darf.

Absolut tabu ist auch, sich gemeinsam gegen einen anderen zu verbünden und ihn zu drangsalieren. Wichtige Streitregel: Aus einem Streit sollte keiner als Verlierer hervorgehen. Einigen heißt das Zauberwort.

Streitregeln für Kinder gelten auch für Erwachsene

Streitregeln für ältere Kinder sind ähnlich wie für Erwachsene. An erster Stelle stehen die beliebten Ich-Botschaften. Besser sagen: Ich bin total wütend auf dich, als ein: Du machst mich wahnsinnig! Nächster Punkt bei den Streitregeln für Kinder ist das Vermeiden von Verallgemeinerungen: Immer machst du das so! Besser: Heute hast du mich damit geärgert – oder ähnlich.

Kinder müssen wissen, dass Konflikte zum Alltag gehören, dort wo Menschen zusammenleben, wird es immer Streitereien geben, es gehört zum Menschsein wie Geborenwerden und Sterben. Also ist es nicht vermeidbar. Kinder müssen bei den Streitregeln gewillt sein, ihre wahren Gefühle zu zeigen, sonst kommt es schnell zu einer Verschiebung des eigentlichen Streitthemas.

Das erfordert Mut! Wir Eltern müssen hier mit gutem Beispiel vorangehen. Lieber einmal sagen: Es verletzt mich, wenn du solche Dinge tust, als einen wütenden Schrei quer durch den Raum brüllen, der die Verletzlichkeit in Wut transformiert.

Aber auch das ist menschlich – von diesem Gesichtspunkt her ist eines ebenso wichtig wie all diese Streitregeln für Kinder: Toleranz für die Schwächen anderer!

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