Sport und Spaß für Hunde

Fitness – Spaß für Mensch und Hund

Der Hund ist das älteste Haustier des Menschen überhaupt. Über die Jahrhunderte hinweg hat er sich zu einem treuen Weggefährten entwickelt, ob hier als Beschützer, Spielgefährte oder auch Arbeitshelfer.

Spaziergänge mit dem Hund abwechslungsreich gestalten
Spiel, Sport und Spaß mit seinem Hund

Hunde sind soziale Tiere. Sie leben gern mit Menschen und anderen Hunden zusammen. Besonderen Spaß macht es den Vierbeinern, viel Zeit mit seinem Menschen zu verbringen. Sie lieben das Gassigehen, aber auch die Abwechslung.

Ein kleiner Rundgang an der frischen Luft

Schon ein kurzer täglicher Spaziergang von 15 bis 20 Minuten bereitet dem Hund viel Vergnügen. Man kann nun den kurzen Rundgang auch abwechslungsreich gestalten, so dass dieser für beide Partner sportlich effektiv wird.

Wichtig bei einem Spaziergang ist, dass der Vierbeiner hier genug Zeit zur Verfügung hat, um in aller Ruhe seine „Geschäfte“ zu erledigen. Er braucht auch bei einer kurzen Runde an der frischen Luft Zeit zum Schnüffeln, denn neue Düfte sind für den Hund wichtig für einen abwechslungsreichen Alltag. Über die einzelnen Gerüche erhält er neue Informationen, so unter anderem, welcher Hund vor ihm hier war, ob Hund oder Hündin und auch ob die Hündin vielleicht läufig war.

In einem kurzen Spaziergang können daneben auch verschiedene Überraschungen für den Vierbeiner eingebaut werden. So kann ein Bällchen oder auch Quietschtier viel Freude bringen. Gern spurtet er diesem hinterher und bringt es dann wieder zurück, um dann erneut das Spielchen zu wiederholen. Aber auch ein umliegender Baumstamm oder eine kleine Mauer verschaffen dem Hund viel Vergnügen. Diese laden zum Balancieren ein. Dadurch wird gleichzeitig der Gleichgewichtssinn des Hundes trainiert. Wichtig ist hier, dass vorher der Baumstamm oder die Mauer geprüft wird, ob sie auch breit genug und nicht glitschig sind. Sonst kann es leicht passieren, dass der Hund abrutscht und sich verletzt.

Hunde lieben es, wenn ihre Menschen sich mit ihnen beschäftigen. So kann auch bei einem Spaziergang beispielsweise die Leine genutzt werden, um den Hund zu beschäftigen. Dazu wird diese als Hürde benutzt. Man beugt sich mit gespreizten Beinen und weit gefasster Leine nach vorne. Dann wird der Hund zum Springen über die Leine aufgefordert. Es muss aber nicht immer die Leine sein, sondern auch ein ausgestreckter Arm kann den Vierbeiner zum Springen animieren. So kann er beispielsweise nach einem in der Hand gehaltenem Leckerli hochspringen. Allerdings ist hier bei Rassen mit einer empfindlichen Wirbelsäule Vorsicht geboten. Dazu zählen unter anderem der Basset, Beagle oder auch Dackel. Leicht können diese sich hierbei, einen Bandscheibenvorfall zu ziehen.

Diese Übungen sind auch sehr empfehlenswert, um gleichzeitig mit dem Hund Gehorsam zu üben. So können sie lernen, auf die Befehle „Sitz“, „Platz“ und „Fuß“ zu reagieren.

Sicher trifft man auf der Runde auch andere Artgenossen, alte oder auch neue Freunde des Hundes. Bei einem kleinen Spaziergang ist allerdings für ein gemeinsames Spiel wenig Zeit, jedoch sollten sich die Vierbeiner kurz begrüßen bzw. gegenseitig beschnüffeln können. Für die Hunde ist es nämlich sehr wichtig, mit anderen Artgenossen zusammenzutreffen.

Ein langer Spaziergang mit Erlebniseffekt

Ausgedehnte Spaziergänge von 1 bis 1,5 Stunden bieten dem Vierbeiner viel Zeit für Spiel und sportliche Aktivitäten. Ganz nebenbei sorgt er auch für Abwechslung, Entspannung und Wohlbefinden.

Die Spaziergänge können mit einigen abwechslungsreichen Spielen für den Hund noch spannender gestaltet werden. Die Spiele und Übungen können hierbei beliebig untereinander kombiniert werden. Selbstverständlich muss hier an erster Stelle stehen, dass der Vierbeiner Lust und Spaß an ihnen hat.

Natürliche Hindernisse

Neben einem Baumstamm oder einer niedrigen Mauer zum Balancieren eignet sich auch beispielsweise eine niedrige Hecke zum Überspringen. Sehr interessant sind für den Vierbeiner auch auf dem Spazierweg vorhandene Tunnel oder Röhren. Hier kann der Hund hindurchkriechen- oder laufen. Daneben bieten Baumreihen eine sehr schöne Gelegenheit für einen Slalomlauf.

Fußball

Besonders gut eignet sich hier ein mittelgroßer Lederball. Diesen kann der Hund nicht so leicht in sein Maul neben. Sicher wird er versuchen den Ball trotzdem mit den Zähnen zu bearbeiten. Hier ist dann ein scharfes „Pfui“ angebracht, um ihm Einhalt zu gebieten. Hingegen ist dann aber ein großes Lob fällig, wenn der Vierbeiner den Ball mit der Schnauze und seinen Pfoten vor sich herschiebt. Sehr leicht lässt sich der Vierbeiner zum Weitermachen animieren, wenn zwischendurch das Herrchen oder Frauchen den Ball mit dem Fuß ankickt.

Kunststückchen

Während ausgedehnten Spaziergängen sollte zwischendurch immer einmal eine Pause eingelegt werden. Um diese Zeit zu nutzen, kann man versuchen, dem Hund ein kleines Kunststück beizubringen. So könnte er beispielsweise lernen, eine Rolle seitwärts zu drehen. Voraussetzung ist hier, dass der Hund das Kommando „Platz“ befolgen kann. Wenn er dann liegt, wird er einfach mit den Händen seitwärts gerollt. Diese Bewegung wird dann mit dem Befehl „Rollen“ verbunden. Natürlich ist hier dann wichtig, den Vierbeiner zu loben, wenn er sich brav gerollt hat. Zur Belohnung erhält er dann ein Leckerli. Die Übung sollte danach mehrmals wiederholt werden und dazu auch immer tüchtig gelobt werden.

Auch der Beinslalom ist sehr beliebt. Allerdings ist dieser nicht so einfach und will geübt sein. Mit Leckerlis kann der Hund dabei motiviert werden.

Spielzeug verstecken

Die Spielzeuge können während eines Spaziergangs unter Sträuchern oder Bänken versteckt werden. Währenddessen muss der Hund mit dem Kommando „Sitz“ oder „Platz“ ein Stück entfernt warten. Danach erfolgt dann der Befehl „Such“. Hat der Hund dann erst einmal begriffen, was von ihm erwartet wird, macht er sich mit Feuereifer auf die Suche. Konnte der Vierbeiner dann alles finden, ist wieder ein dickes Lob wichtig. Natürlich kann auch eine Belohnung mit einem Leckerli erfolgen.

Spiele zu dritt

Diese Spielchen sind bei den Hunden sehr beliebt. Wenn man zu dritt unterwegs ist, kann der Hund zu einem kleinen Suchspiel aufgefordert werden.

  • Dazu versteckt sich die eine Person hinter einem Baum, einer Mauer etc., während der andere den Hund festhält. Aus dem Versteck heraus wird im Anschluss dann der Vierbeiner gerufen. Mit dem Befehl „Such“ wird er nun zum Suchen aufgefordert. Wenn er dann das Versteck gefunden hat, ist ein Lob oder Belohnung mit einem Leckerli fällig.
  • Daneben kann man aber auch als Hindernis für einen Sprung fungieren. Dazu begibt sich schließlich eine Person in den Vierfüßlerstand. Die andere Person animiert den Hund dann zum Sprung.
  • Viel Spaß bringt auch der öftere Wechsel der Gangart. Mal schneller, mal langsam.
  • Die meisten Hunde lieben Ballspiele. Man lässt einfach den Hund nach einem Ball laufen. Dieser wird zwischen den beiden Personen hin und her geworfen oder auch gekickt. Der Hund wird dabei kräftig an gefeuert.
  • Für diverse Ballspiele muss allerdings der passende Ball für jeden Vierbeiner nach Beschaffenheit, aber auch nach der Größe des Hundes ausgesucht werden. Für große Hunde können kleine Bälle gefährlich werden. Diese können beim Auffangen im Hals stecken bleiben. Voll- oder Hartgummibälle sind hierbe widerstandsfähiger als weiche.
  • Hunde können auch den Sprung durch die Arme lernen. Dabei muss sich eine Person hinknien und seitlich mit den Armen einen Kreis formen. Nun Muss der Hund dann hindurch steigen. Er kann dazu mit einem Leckerli gelockt werden. Wenn der Hund dann schließlich begriffen hat, was er machen soll, wird der Armkreis langsam erhöht. Irgendwann erfolgt dann auch der erste Sprung.
  • Hunde benötigen auch ausgiebig Zeit, mit ihren Artgenossen zu spielen. Hauptsächlich für Welpen ist das Spiel mit anderen Hunden wichtig. Hierbei wird ihr Sozialverhalten geübt. In vielen Gemeinden und Städten gibt es spezielle Hundewiesen. Hier können sich Hundehalter mit ihren Tieren treffen.

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