Heizkosten sparen – Haushaltstipps

Heizkosten senken ohne zu frieren

Falsches Heizen bedeutet gleichzeitig auch Hunderte Euro zu viel bezahlen. Für die Mieter, Hausbesitzer und Unternehmen gibt es also naheliegende, handfeste Gründe, die im Raum stehen, den Energieverbrauch drastisch zu drosseln.

Geld sparen beim Heizen
Richtiges Heizen macht warm und spart Geld

Erste Maßnahme – richtig lüften

Unmittelbar wenn es beginnt kälter zu werden und die Heizkörper ihre Leistung aufnehmen, sollte ein Dauerkippen der Fenster vermieden werden. So erhöht sich nicht nur der Heizaufwand um einiges sondern das Raumklima leidet ebenfalls darunter.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: Ein Einstellen des Dauerkippens spart 200 Euro pro Saison. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Fenster in der kälteren Jahreszeit nun dauerhaft geschlossen bleiben darf.

Das Klima im Zimmer wird durch regelmäßiges Stoßlüften ebenfalls verbessert. Die Heizkörper werden diesbezüglich für diese Zeit abgedreht und die Türen, die zu den anderen Räumen führen, geschlossen. Danach werden die Fenster einfach für fünf Minuten geöffnet oder so lange gewartet, bis die zuvor beschlagene Scheibe, wieder klar geworden ist.

Zweite Maßnahme – wählen der richtigen Temperatur

Hier lautet das Stichwort: Überheizen. Zuerst den Raum aufheizen und dann wieder herunter zu kühlen ist der schlimmste Fehler und auch der teuerste in dem Bereich. Es ist daher besser, dass die Temperatur auf einem idealen Niveau gehalten wird. Eine Senkung um ein Grad spart bereits sechs Prozent der Heizenergie. Vom Deutschen Mieterbund werden für die einzelnen Räume folgende Temperaturen vorgeschlagen.

  • Wohnräume: 20 bis 22 Grad
  • Schlafzimmer: 16 bis 18 Grad
  • Küche: 18 bis 20 Grad
  • Badezimmer: bis maximal 23 Grad

Dritte Maßnahme – Einbau von Thermostaten

Damit die Idealtemperatur leichter zu halten ist, gibt es im Handel programmierbare Heizkörperthermostate. Direkt am Heizkörper regeln sie die Temperatur, je nach der persönlichen Einstellung und der persönlichen Vorliebe.

Der Heizkörper bleibt, während der Bewohner nicht da ist, auf einer niedrigen Temperatur und wenn er dann heimkommt, ist es in den Räumen wohlig warm. Dies soll laut den Herstellern eine Heizkostenersparnis von bis zu 320 Prozent bringen. 20 bis 30 Euro kosten diese Thermostate lediglich.

Ein Einfamilienhaus mit einer Größe von 150 m² und ausgestattet mit acht Heizkörpern spart mit dem Austausch von Ventilen, die über 15 Jahre alt sind, jedes Jahr 135 Euro.

Vierte Maßnahme – kein Zustellen der Heizung

Diese bisher genannten Maßnahmen bringen aber alle nichts sofern der Heizkörper beispielsweise versteckt ist hinter einem alten Eichen-Voll-Holz-Furnier oder verhangen ist durch Gardinen.

Solche Einrichtungen reduzieren die Heizleistung um bis zu 15 Prozent, Für Türrahmen oder Fensterritzen gilt das Gleiche. Am besten werden diese abgedichtet. Das nötige Material gibt es dazu im Baumarkt.

Fünfte Maßnahme – entlüften der Heizung

Gluckert der Heizkörper sobald er aufgedreht wird, besteht die Möglichkeit, dass sich in ihm Luft gesammelt hat. Durch solche Luftpolster wird eine optimale Nutzung verhindert. Im Handel gibt es dafür extra Entlüftungsventile, die das Problem lösen.

Dazu ist ein speziell geformter Heizungsschlüssel nötig.  Achtung: Unter das Ventil sollte ein Gefäß gestellt werden, mit dem das austretende Wasser aufgefangen wird. Es ist dabei ganz normal, dass sobald die Luft entweicht, das Ventil tropft. Sofern Unsicherheit in der Hinsicht besteht, kann bei einem Mietshaus auch die Verwaltung oder der Hausmeister benachrichtigt werden.

Sechste Maßnahme – Abgleichen lassen der Heizung

Nicht immer müssen Geräusche aus der Heizung zu tun haben mit einer ungleich verteilten Wärme im Haus oder Luft im Heizkörper. Es kann auch sein, dass das Wasser das sich in der Heizanlage befindet im Haus, nicht mehr optimal verteilt ist. Ein hydraulischer Abgleich, der von einem Fachmann durchgeführt werden muss, sorgt für Abhilfe.

Die richtige Einstellung der Heizung kostet je nach Art und dem Zustand der Heizung zwischen 400 bis 800 Euro. Ist der Wasserkreislauf optimal eingestellt sparen in einem Einfamilienhaus dessen Bewohner laut dem Klimaschutzportal co2online durchschnittlich 110 Euro im Jahr bei den Heizkosten sparen.

Siebte Maßnahme – ausreichende Dämmung

Sollten die Wände nicht gut gedämmt sein, gibt es im Baumarkt Dämmmatten. Sie werden einfach zwischen der Wand und dem Heizkörper angebracht. So bleibt die Heizenergie da wo sie hingehört, im Raum und verpulvert nicht unnötig.

Wenn es beginnt dunkel zu werden sollten Gardinen und Rolladen geschlossen gehalten werden. So erhöht sich die Dämmung der Fenster. Diese sind von Natur aus weniger isoliert als die Wände und ziehen so quasi die Wärme aus dem Raum.

Die Isolierung im Keller

Zur Dämmung der Heizkörper kommt, falls vorhanden, eine Isolierung der Heizungsrohre im Keller hinzu. So kann nicht auf dem Weg vom Heizungskeller in das System Energie abhandenkommen. Schon für ein paar Euro der Meter gibt es das Dämm-Material im Baumarkt. Es muss dann nur noch möglichst eng um die Rohre gewickelt werden.

Alternativen

Mobile Heizlüfter oder Wärme-Einheiten , die betrieben werden mit Strom aus der Steckdose, sind keine Alternative. Diese zu nutzen ist meist noch teurer als die Nutzung der Heizung. So wird dann neben der Energie auch noch Geld verschwendet. Holz- oder Erdwärme hingegen sind echte Alternativen.

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