Kerzen & Sicherheit – Haushaltstipps

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Gefahren im Advent und an Weihnachten – Sicher durch die Kerzensaison

Die Adventszeit ist die Zeit, in der es sich die meisten Menschen so gemütlich wie nur eben möglich machen. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Tage werden kürzer und man versucht, bei Plätzchen, Punsch und Kerzenschein die heimelige Atmosphäre zu genießen.

Brennender Adventskranz
Brennender Adventskranz – Sicherheit im Advent

So schön sich dies jedoch anhört, in vielen Haushalten endet die Kerzensaison in einem Fiasko. Allein in Deutschland muss die Feuerwehr rund 11.000 mal pro Jahr ausrücken, um Brände zu löschen, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).

Durchschnittlich entstehen Schäden in Höhe von 3.000 Euro, wenn der Adventskranz in Flammen aufgeht oder wenn der Weihnachtsbaum Feuer fängt. Noch schlimmer wird es allerdings, wenn die Hausbewohner von der Gefahr nichts mitbekommen. Das Ausblasen der Kerzen hat schon so manches Mal dazu geführt, dass Funken einen Brand ausgelöst haben. Und da die Kerzen in der Regel immer dann ausgepustet werden, wenn man zu Bett geht, also nicht mehr im Raum bleibt, besteht Gefahr für Leib und Leben.

Giftiger Rauch sorgt für schnelle Bewusstlosigkeit

In zahlreichen Fäller ist es jedoch nicht der Brand an sich, der zu schweren gesundheitlichen Schäden oder gar zum Tod führt. Es ist der giftige Rauch, der durch den Brand entsteht. Viele sind der Meinung, dass sie merken, wenn es in der Wohnstube brennt. Fakt ist jedoch, dass meist nur zwei Atemzüge genügen, um überhaupt nicht mehr aufzuwachen.

Dies bedeutet, dass Menschen nicht im Feuer verbrennen, sondern dass sie zunächst bewusstlos werden, wenn sie den giftigen Qualm einatmen. Es ist ein Irrglaube zu denken, dass ein Hustenreiz für ein Aufwachen sorgen wird und dass man das Haus dann noch verlassen kann.

Wohnungsbrand durch Kerzen – was zahlt die Versicherung?

Warum es besonders in der Winterzeit zu den meisten Bränden kommt, ist eindeutig dem Kerzenlicht zu verdanken. Bzw. der Tatsache, dass viele einfach zu unbedarft mit offenem Feuer umgehen. Sicherlich sind echte Kerzen am Weihnachtsbaum wunderschön! Doch dann sollte man an Weihnachten den Baum auch niemals unbeaufsichtigt lassen und im besten Fall auch einen Eimer Wasser bereitstellen.

Genauso verhält es sich mit dem Adventskranz – wer hundemüde Mal eben über die brennenden Kerzen pustet und sich dann ins Bett legt, muss sich nicht wundern, wenn der Duft nach Tannennadeln in nur kurzer Zeit extrem ansteigt. Im besten Fall wird durch das Feuer nur die Wohnungseinrichtung ruiniert, im schlimmsten Fall drohen Todesfälle.

Wer den Brand noch rechtzeitig bemerkt, kann den Schaden in Grenzen halten. Im Zuge dessen wird dann gleich auch die Versicherung eingeschaltet, die die Kosten übernehmen soll.

Doch die zahlt nicht immer! Kann nämlich nachgewiesen werden, dass der Brand durch Fahrlässigkeit entstanden ist, so geht der Versicherungsnehmer leer aus. Dies ist jedoch immer im Einzelfall zu prüfen.

Was bedeutet fahrlässig?

Als fahrlässiges Verhalten gilt beispielsweise das Unbeaufsichtigtlassen der Kerzen. Hier ist jedoch zu unterscheiden, ob man nur kurz den Raum verlässt, oder ob das Haus gar für mehrere Stunden ohne Aufsicht ist. Es versteht sich von selbst, dass diejenigen, die zum Einkaufen fahren, ohne zuvor die Kerzen auszublasen, nicht auf eine Regulierung seitens des Versicherers hoffen dürfen.

Noch vor wenigen Jahren war es so, dass die Assekuranzen entweder komplett oder gar nicht regulierten. Mittlerweile ist dies anders – auch Teilerstattungen sind möglich.

Tipps für den richtigen Umgang mit Kerzen

Neben dem Eimer Wasser, der neben dem Weihnachtsbaum stehen sollte, wenn echte Kerzen zum Einsatz kommen, ist es sinnvoll, einen Feuerlöscher anzuschaffen. Gerade dann, wenn Tannenbäume schon länger stehen und entsprechend trocken sind, kann es in Windeseile zu einem großen Hausbrand kommen.

Wer Kinder und/oder Haustiere hat, sollte ebenfalls sehr vorsichtig sein, wenn Kerzen brennen. Auch hier sollte immer ein Erwachsener im Raum sein, der schnell eingreifen kann, wenn Kinder allzu nah an die Kerzen herangehen oder wenn die Katze mit den Weihnachtsbaumkugeln spielen möchte.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, Brandschutzmelder anzubringen. Diese preiswerten Geräte schlagen sofort Alarm, wenn es zu einer Rauchentwicklung gekommen ist.

Sinnvoll ist es des Weiteren, Durchzug in den Räumen zu vermeiden. Zieht es, kann es nämlich zu einem gefährlichen Funkenflug kommen.

Lohnt es, eine Hausratversicherung abzuschließen?

Die Hausratversicherung zählt zwar nicht zu den wichtigsten Versicherungen, sie hat sich in der Vergangenheit jedoch unzählige Male bewährt. Kann nachgewiesen werden, dass der Brand ohne Eigenverschulden entstanden ist, so wird die Assekuranz den Schaden regulieren.

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Ein Gedanke zu „Kerzen & Sicherheit – Haushaltstipps“

  1. ich schimpfe immer mit meiner Frau, wenn abends immer noch die Kerzen in der Küche anbleiben, obwohl wir nicht im Zimmer sind. „Was soll denn da passieren..“..

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