Sicherheit im Kinderzimmer

Sicherheit im Kinderzimmer: So schützen Sie Ihr Kind

Wenn das erste Kind da ist, beginnt für junge Eltern eine einzigartige und wunderbare Zeit. Zugleich müssen aber auch viele Dinge beachtet werden, damit der Nachwuchs sicher und behütet aufwächst.

Sicherheit für das Kind
Sicherheit im Kinderzimmer – (c) Dan Race – Fotolia.com

Viele Gefahren lauern bereits im Kinderzimmer – angefangen von ungeeigneten Möbeln bis hin zu schädlichen Farben und Textilien.

Sicher im Kinderzimmer: die richtigen Möbel für Ihr Kind

Kinder wollen die Welt entdecken – und das am liebsten im eigenen Kinderzimmer. Sobald die ersten Krabbelversuche erfolgreich bewältigt werden, gibt es für Kleinkinder kein Halten mehr. Damit das Kind in aller Ruhe seine Umgebung erkunden kann, sollten die verwendeten Möbel daher unbedingt frei von spitzen Ecken, Kanten und rauen Stellen sein.

Auch die Begrenzung ist für das Kind wichtig – sei es in Form von Bettsprossen oder Türgittern. Gleichzeitig zählen Babygitter zu den häufigsten Unfallquellen im Kinderzimmer, denn nicht immer passt der gewählte Sprossenabstand. Um zu große Abstände zu vermeiden, wählen Sie das Babybett mit einem Sprossenabstand von höchstens 6,5 cm. So gehen Sie sicher, dass Ihr Kind nicht den Kopf durch die Sprossen stecken kann.

Schadstoffbelastete Farben und Lacke gehören grundsätzlich nicht ins Kinderzimmer – das gilt für die Lackierung der Möbel ebenso wie für Spielzeuge, Wandfarben und Textilien. Eine gute Orientierung bei der Wahl der Kinder- und Babymöbel bietet das GS-Siegel.

GS-zertifizierte Möbel werden nach strengen gesetzlichen Auflagen geprüft, unter anderem auf ihre schadstofffreie und stabile Verarbeitung. Einige Hersteller bieten ebenfalls Kindermöbel und Spielzeug mit lutschfester Lackierung an.

Sicherer Schlaf im Kinder- und Babybett

Nicht nur die Gittersprossen können dem Kind im Babybett zur Gefahr werden. Auch bei der Ausstattung des Bettes gilt es für junge Eltern einiges zu beachten, damit das Neugeborene ruhig und sicher schläft.

Achten Sie darauf, dass die Matratze die geeignete Größe für Ihr Kinderbett hat und kein Freiraum zwischen Bett und Matratze bleibt. Auch die Bettlaken sollten so beschaffen sein, dass sie vom Baby nicht abgezogen werden können.

Schleifen, Bändchen und sonstige Verzierungen sollten grundsätzlich nicht in Reichweite des Kindes sein. Falls Sie ein Nestchen verwenden, befestigen Sie dieses sicher an mehreren Stellen und achten Sie darauf, dass keine Bändchen im oder am Bett verbleiben. Auch Spielzeug, Dekorationen und andere lose Gegenstände haben nichts im Babybett verloren.

Nicht zuletzt sollte das gewählte Kinderbett für Größe und Gewicht Ihres Kindes ausgelegt sein. Das ist besonders wichtig, wenn das Kind wächst und das Bett größeren Belastungen ausgesetzt ist. Viele Hersteller bieten mitwachsende Kinderbetten an, die zum Teil problemlos bis ins Schulalter verwendet werden können. Diese Kinderbetten sind so robust verarbeitet, dass sie auch von größeren Kindern noch gefahrlos benutzt werden können.

Das Kinderzimmer sicher gestalten

Mit der Zeit sammeln sich im Kinderzimmer viele Dinge an: Spielzeug, Wickelutensilien und andere Accessoires brauchen alle ihren Platz. Solange das Kind noch klein ist und Gefahrensituationen nicht selber einschätzen kann, sollten Lampen, Spiegel und zerbrechliche Gegenstände jeder Art komplett außer Reichweite des Kindes bleiben. Achten Sie darauf, dass auch die Vorhänge nicht vom Kind erreicht und herabgezogen werden können.

Nicht genutztes Spielzeug ist in Bettkästen, Spielboxen und ähnlichen Ordnungssystemen gut aufgehoben. Vorsicht ist bei Regalen und offenen Schränken geboten: Lagern Sie insbesondere schwere, spitze und zerbrechliche Gegenstände nicht in einer Höhe, wo sie vom Kind erreicht werden können.

Grundsätzlich sollten alle Kindermöbel so standsicher sein, dass sie auch bei gelegentlichen Stößen nicht kippen. Sobald das Kind wächst und die Spiele wilder werden, kann es außerdem eine gute Idee sein, Regale fest auf der Wand zu verschrauben.

Zu den häufigsten Unfallursachen im Kinderzimmer zählt der Sturz vom Wickeltisch – Grund genug, den Wickelbereich sorgfältig zu planen und zu gestalten. Wichtig ist dabei vor allem, dass Ihr Wickelzubehör für Sie in bequemer Reichweite gelagert ist. So können Sie beim Wickeln alle Utensilien problemlos greifen, ohne das Kind loszulassen.

Der richtige Boden im Kinder- und Babyzimmer

Eine besondere Bedeutung kommt im Kinderzimmer dem Bodenbelag zu. Gerade kleine Kinder erkunden die Welt gern auf allen Vieren und verbringen viele Stunden am Tag auf dem Boden. Der Bodenbelag im Kinderzimmer sollte daher kinderfreundlich, schonend und schadstofffrei sein — gleichzeitig aber auch so robust und pflegeleicht, dass er wilde Spiele, Bemalen und verschüttete Getränke problemlos übersteht.

Für den Kinderzimmer-Boden sind fußwarme Kork- und Teppichböden gut geeignet, die zugleich ein wohnliches Ambiente schaffen. Die Reinigung von Teppichen gestaltet sich jedoch gerade bei hartnäckigen Verschmutzungen eher schwierig, und auch für Krankheitserreger sind Teppiche ein ideales Verbreitungsgebiet.

Wenn Sie sich trotzdem für einen Teppich im Kinderzimmer entscheiden, achten Sie auf eine schadstofffreie Verarbeitung. Regelmäßiges Waschen mit einem Teppichshampoo sorgt dafür, dass der Teppich auch nach längerer Gebrauchszeit noch bedenkenlos im Kinderzimmer verwendet werden kann.

Glatte, naturbelassene Bodenbeläge wie Laminat oder Kork sind gerade für Allergiker besser geeignet als Teppiche. Bei Laminatböden sollten Sie allerdings darauf achten, dass diese einwandfrei verlegt sind und keine offenen Fugen bleiben, die zur Unfallgefahr werden können. Um rutschige Böden wie Kork oder Laminat sicherer zu gestalten, können diese mit einem waschbaren Spielteppich kombiniert werden.

Viele Hersteller bieten rutschfeste, schadstofffreie Spielteppiche an, die dem Kind auch auf einem rutschigen Untergrund einen sicheren Halt bieten.

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